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Zdirekt! 04-2022

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20 TITELTHEMA Zeitarbeit: Eine gute Wahl. Hotel zu, Mitarbeiter weg? Personal-Flexibilität war und ist wohl am stärksten in der von der Pandemie gebeutelten Reisebranche und in der Gastronomie gefordert. Dass die monatelangen Einschränkungen massive Auswirkungen haben, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Sie belegt, dass in der Gastronomie und Hotellerie die meisten Jobwechsel stattgefunden haben. Viele Arbeitskräfte suchten sich neue Stellen in Verkaufsberufen, wie zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt oder in der Verkehrs- und Logistikbranche. Wegen der attraktiveren Arbeitszeiten oder der besseren Bezahlung wollen sie jetzt dortbleiben. Die Hotels und Gaststätten hingegen brauchen Personal, das auch die Zeitarbeit erst finden muss. Sebastian Kleine ist Betriebsleiter beim Hamburger iGZ-Mitglied Hanseatic Troubleshoot.

Z direkt! 04/2022 TITELTHEMA 21 Weil sie super zu meinem Leben passt. Rückblickend sieht Sebastian Kleine, Betriebsleiter des iGZ-Mitgliedsunternehmens Hanseatic Troubleshoot, die vergangenen Jahre nicht ganz so negativ. Das Unternehmen hat sich auf qualifizierte Arbeitnehmerüberlassung in der Hotellerie spezialisiert. „Gereist wird immer und nicht alle Hotels hatten geschlossen“, erläutert er, „sogar während der Lockdowns waren viele Kundenbetriebe für Reisende mit einem berufsbedingten Zweck geöffnet“. Und diese Kunden brauchten Personal für die Rezeption, den Service, die Reinigung und auch für die Instandhaltung der Häuser, wenn auch unter dem Strich deutlich weniger. Natürlich wurde auch bei Hanseatic Troubleshoot weniger Personal angefordert, aber „wir hatten zum Glück langjährige Kunden, die weiterhin Unterstützung brauchten. Ansonsten haben wir die Zeit genutzt, um nach vorne zu schauen und Weichen für die Zeit zu stellen, in der es wieder losgeht.“ Spätestens seit dem Frühjahr 2022 legte die Reisebranche wieder etwas zu und die Kundenanfragen häuften sich. Viele ehemalige Mitarbeiter der Kundenbetriebe waren aber nicht mehr verfügbar, wie die IW-Studie zeigt. Das war und ist neben dem generellen Arbeitskräftemangel eine zusätzliche Herausforderung im Hotelgewerbe und in der Gastronomie. Wie schafft das iGZ-Mitglied es, trotzdem Mitarbeiter zu finden und zu binden? „Zeitarbeit beinhaltet für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerade in unserer Branche viele Vorteile“, erklärt Kleine. „Mitarbeiter, die sich aktiv für die Tätigkeit im Gastgewerbe entscheiden, lieben in der Regel den Umgang mit Menschen und wollen häufig verschiedene Häuser und Orte kennenlernen. Diese Wünsche können sie sich mit Zeitarbeit sehr einfach erfüllen. Wir sind ihr Job-Coach und kooperieren mit unterschiedlichen Hotels an verschiedenen Orten. Die Mitarbeiter haben uns als festen Arbeitgeber und können so wertvolle Erfahrungen an unterschiedlichen Standorten sammeln.“ Die Mitarbeiterbindung funktioniere bei seinem Unternehmen durch eine sehr persönliche Betreuung. Das sei wichtig, weil gerade durch die Pandemie die persönliche Wertschätzung und Persönlichkeitsentfaltung eine viel größere Rolle spielten als vorher. Er selbst habe ausgiebige Erfahrungen im Hotelgewerbe gesammelt und brenne für diesen Dienstleistungssektor, erzählt der 38-Jährige. „Wir kommen aus der Branche und verstehen dadurch die Bedürfnisse der Kunden und Mitarbeiter sehr gut. Unsere Leidenschaft für die Hospitality ist der Grund, Michelle Keitemeier fühlt sich wohl bei ihrem Personaldienstleister und möchte bleiben. Sie arbeitet im Auftrag von Hanseatic Troubleshoot als Rezeptionistin in Timmendorfer Strand. Warum Zeitarbeit für sie eine gute Wahl ist: www.zeitarbeit-einegutewahl.de. warum sich beide Parteien bei uns sehr gut aufgehoben fühlen. Wir vermitteln, dass jeder Mitarbeiter bei uns nicht nur eine Nummer ist, sondern wir ihn mit seinen individuellen Bedürfnissen wahrnehmen. Deshalb läuft unser Recruiting am besten über Empfehlungen aus unserem bestehenden Netzwerk.“ Die Firma Hanseatic Troubleshoot trete bei ihren Kunden für die Belange ihrer Mitarbeiter ein und versuche deren Ansprüche bestmöglich zu platzieren. Wenn sie es wollten, könnten Mitarbeiter ihren beruflichen Weg mit dem Personaldienstleister gehen. Sie kämen in den Genuss der klassischen Mitarbeiter-Bindungstools und würden natürlich auch durch Personalentwicklungsmaßnahmen wie Fortbildungen gefördert. „Personaldienstleister sollten noch viel stärker ihre Kompetenzen als unkomplizierte und fachlich sehr versierte Karriereplaner in den Vordergrund stellen. Die Leidenschaft für Gastfreundlichkeit verbindet uns mit unseren Angestellten. Wir sehen uns als Partner unserer Mitarbeiter und werden durch tolle, loyale und leistungsstarke Arbeitskräfte belohnt“, resümiert Sebastian Kleine. JR IW-Kurzbericht Nr. 60/2022: Sorgenkind Gastro?: Berufswechsel in der Corona-Pandemie

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