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Zdirekt! 04-2019

26 UNTERWEGS

26 UNTERWEGS Landeskongress Nord Innovatives Recruiting gefragt Die wirtschaftliche Situation im Norden Deutschlands stand im Fokus des Gesprächs von Christian Baumann, iGZ-Bundesvorsitzender, Oliver Nazareth, iGZ-Landesbeauftragter in Schleswig-Holstein, und Jürgen Sobotta, iGZ-Landesbeauftragter in Niedersachsen, zur Eröffnung des iGZ-Landeskongresses Nord in Lübeck. Oliver Nazareth erläuterte vor rund 200 Teilnehmern die wirtschaftlichen Bedingungen im Norden, die sich durch die Langfristigkeit von Aufträgen – beispielsweise im Schiffbau – von anderen Wirtschaftszweigen deutlich unterscheiden. Jürgen Sobotta unterstrich, dass sich die Jobsuchenden auf dem Bewerbermarkt mittlerweile aussuchen könnten, wo sie arbeiten. Hinzu komme die zunehmende Digitalisierung, die das Recruiting zusätzlich erschwere – mit der Technisierung, so der Landesbeauftragte, wachsen auch die beruflichen Anforderungen selbst schon für ungelernte Hilfskräfte. Arbeitgeber seien zunehmend gefordert, die Attraktivität ihrer Arbeitsplätze besonders herauszustellen. Wer beim Recruiting weitermache wie in den vergangenen 20 Jahren, sei ganz klar auf der Verliererstraße. Christian Baumann richtete den Blick auf die Stimmungen bei Unternehmen, Märkten und Arbeitnehmern – und die sei vor allem bei den Zeitarbeitgebern nicht rosig. Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen

Z direkt! 04/2019 UNTERWEGS 27 habe die Branche ebenfalls mit den wachsenden regulatorischen Bedingungen zu kämpfen. Zeitarbeit müsse lernen, mit den laufend neuen Herausforderungen umgehen zu können. „Die Branche ist deutlich besser als das, was ihr attestiert wird“, erklärte Baumann. Der Ton habe sich allerdings inzwischen auch geändert, denn vielfach werde auch gesehen, welche Leistungen die Zeitarbeit täglich vollbringe. In diesem Zusammenhang verwies der iGZ-Bundesvorsitzende auch auf den beginnenden Wahlkampf. Sehr ärgerlich sei, dass sich manche Politiker die Zeitarbeit zum Thema machen, obwohl sie eigentlich überhaupt keine fachliche Ahnung davon haben. Beispiel sei die Forderung aus Berlin nach dem Verbot der Zeitarbeit in der Pflegebranche. Kommunikationsversuche seitens der Zeitarbeit würden derzeit vollkommen abgeblockt und die Verbotsforderung medienwirksam an die Öffentlichkeit gebracht. Moderator Marcel Speker, Leiter iGZ-Fachbereich Kommunikation und Digitalisierungsbeauftragter, appellierte an die Mitglieder sich an der iGZ-Mitmachkampagne „Zeitarbeit: Eine gute Wahl.“ zu beteiligen, um bundesweit auch entsprechend Wirkung erzielen zu können. Die bisherigen Bestrebungen zeigen laut Speker bereits Wirkungen. Unter dem Kongressmotto „Innovative Personalkonzepte – heute und morgen“ konnten sich die Teilnehmer anschließend in vier Fachforen sowie bei zahlreichen Vorträgen und einer Expertenrunde über die neuesten Entwicklungen und Trends in der Zeitarbeitsbranche informieren. WLI Anzeige Seminare für Führung, Kommunikation und Vertrieb | info@danielabensaid.com Jetzt buchen! FEMALE SPEAKER OF THE YEAR Erfolg hat, wer zwischen den Zeilen hören kann.

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