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Zdirekt! 03-2022

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46 AKTIV

46 AKTIV iGZ-Marketing-Summit Gehirngerecht und jodelnd auf den Gipfel Erfrischend anders geriet direkt der Auftakt zum zweiten iGZ-Summit-Tag im Berliner Amplifier: Unmittelbar nach dem Warm-Up mit einer Stadtführung „Good Morning Berlin“ interessierten sich rund 100 Teilnehmer für das Thema des Tages – Marketing, das Gesa Lischka, Inhaberin und Mitbegründerin von Kochstrasse – Agentur für Marken, Neuromarketing-Expertin, mit einer farbenfrohen Präsentation eröffnete. Neuromarketing-Expertin Gesa Lischka „Neuromarketing: Das Denken lenken – Personaldienstleistung gehirngerecht kommunizieren“ lautete das Thema ihrer Keynote. Denken sei eher etwas Ungewolltes – „95 Prozent aller Entscheidungen werden unbewusst getroffen“, betonte die Referentin. Das Denken steuere demnach auch nicht zwangsläufig das Handeln. „Gehirngerechtes Kommunizieren“ dagegen könne fürs Marketing genutzt werden. „Aufmerksamkeit ist der heilige Gral im Marketing“, betonte Lischka und verdeutlichte die praktischen Auswirkungen anhand eines Beispiels. Wichtig sei es, in Bildern zu formulieren und Fachbegriffe möglichst zu vermeiden. Ebenso überflüssig seien übliche Standardformulierungen, die den Zuhörer eher direkt abschalten lassen. Wichtig sei stets Emotionalität, denn das löse Aktivität aus. „Emotionen bringen Menschen in Bewegung“, unterstrich Lischka. Wer nichts fühle, treffe also auch keine Entscheidungen, schlussfolgerte sie daraus. Botschaften müssten dabei immer identisch sein – sieben- bis elfmal müsse der Inhalt wiederholt werden, bis er im Gehirn verankert sei. Es gelte, erst Aufmerksamkeit via Emotionen zu wecken und dann die Botschaften / Inhalte zu vermitteln. Moderator Jens Issel, Leiter des

AKTIV 47 eine Ausbildung zur Schauspielerin an der Universität der Künste Berlin und eine Weiterbildung zur Sängerin in Workshops. iGZ-Fachbereichs Kommunikation, dankte und bescheinigte Lischka einen Super-Auftakt für den Summit-Tag Marketing. Anschließend ging´s für die Zuhörerschaft in die Panels: Über „Mit SEO zum Erfolg – So bringst du deine Website in der Suchmaschine ganz nach vorne“ referierte Benjamin Desche, Online Marketing Experte, Online Marketing Trainer der Google Zukunftswerkstatt, Inhaber atemzug. marketing und Hochschuldozent. Sarah von Derschatta, Managing Director & Office Lead München bei C3 Creative Code and Content, thematisierte in ihrer Runde, „Wie man Menschen mit guten Geschichten gewinnt – Content Marketing als Basis für die Employer Brand“. Mit der Welt des „Social Recruiting – Best Practice: Wie du über Social-Media-Marketing erfolgreich Bewerber rekrutierst“ beschäftigte sich Philip Hirschfeld, Geschäftsführer Hungriger Hirsch. Steffen Braun, Geschäftsführer der TFI GmbH/Talention und Experte für Employer Branding, Personalmarketing, Active Sourcing, Hochschulmarketing und Recruiting, stellte seiner Zuhörerschaft das Thema „Was macht eine gute Candidate Journey für deine Bewerber aus? So bringst du deinen Recruiting-Prozess mit digitalem Marketing und den richtigen Touchpoints nach vorne“ vor, und Andreas Abb, Videoproduzent, Content Creator und Coach für Videografie, Youtuber, sprach über das Fachgebiet „Wie produziere ich eigenen Social-Media-Content mit dem Smartphone?“. Zeit für „Herzensthemen“: In Barcamps diskutierten und sprachen die Teilnehmer über zahlreiche Aspekte des täglichen Zeitarbeitslebens: „Wie spreche ich die Jugend an?“ war etwa eine Frage, die es insbesondere mit Blick auf die Ausbildung zu Personaldienstleistungskaufleuten zu beantworten galt. Ein anderes Barcamp suchte nach der Formel, Personal zu gewinnen und in der dritten Gruppe ging es um die Sichtbarkeit im Bewerbermanagement. Mit seinem Vortrag „Fit für den Wandel der Zeitarbeit – wie deine Marke dabei hilft“ eröffnete Colin Fernando, Brand Trust, die nächste Runde des iGZ-Summits Marketing. Er prognostizierte, dass Menschen künftig multiple Identitäten – je nach sozialem Umfeld – haben werden, die dann jeweils untereinander verschieden kommunizieren werden. Dabei herrsche zunächst immer erst einmal Misstrauen – 59 Prozent seien eingangs skeptisch, wenn ihnen etwas kommuniziert werde und müssten von den Inhalten überzeugt werden. Das gelte besonders für Werbung. In der digitalen Welt sei sehr gut zu beobachten, wie sich Nicht-Überzeugung übertrage und das Umfeld werde zunehmend transparent. In dieser Welt würden Erfahrungsenttäuschungen rasend schnell verbreitet. Im Anschluss ging’s zur zweiten Runde in die Panels vom Vormittag. „Warum Arbeitgeber ihr Ego in Social Media beiseitelegen sollten“ erläuterte Tobias Jost, Karriereguru, in der abschließenden Keynote: „Es war nie einfacher, an Fachkräfte zu kommen, aber gleichzeitig nie schwieriger, deren Aufmerksamkeit zu wecken“, erklärte der Referent. Was dabei nicht funktioniere sei der Versuch, auf Trends aufzuspringen – oftmals erzeuge das auch schonmal ein Fremdschämen. Als Beispiel nannte er in Videos tanzende Arbeitgeber. Größter Motivator bei jüngeren Generationen sei die Kombination aus Spaß und Sinnhaftigkeit. Diese Generation interessiere sich in erster Linie für die Selbstverwirklichung. Das bedeute für die eigene Strategie, sich authentisch und selbstlos zu präsentieren, denn das erzeuge Vertrauen – „Vertrauen ist hier die Währung der Stunde, der Generation Z, und produziert Aufmerksamkeit“, stellte Jost fest. Mit einem zusammenfassenden Wrap-up, in dessen Rahmen der iGZ einen hochwertigen Rucksack verloste, endeten die Summits. Zuvor hatten alle Referenten jeweils ein kleines Geschenk zu den beiden Rucksäcken – einer war bereits am Vortag verlost worden – beigetragen. WLI Die Stimme ist nicht nur zum Sprechen da: Unter dem Motto: „Jetzt geht’s auf den Gipfel – lass dich überraschen!“ gab’s für die Teilnehmer nach der Mittagspause eine Jodelstunde mit Ursula Scribano. Die Österreicherin ist Diplom-Schauspielerin, Jodlerin, Chor- und Seminarleiterin. Sie lebt und arbeitet seit 1990 in Berlin, hat

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