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Zdirekt! 01-2019

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32 UNTERWEGS Forum

32 UNTERWEGS Forum Personalmanagement Gute Alternative in der neuen fluiden Arbeitswelt Dr. Steffi Burkhart | Anerkannte Expertin und Sprachrohr der Generation Y „Die Spielregeln der Welt verändern sich gerade extrem“, erklärte Dr. Steffi Burkhart, professionelle Rednerin, Autorin, Trainerin und Beraterin. Beim iGZ-Forum Personalmanagement in Hamburg thematisierte sie vor rund 100 Teilnehmern die „Chancen der Zeitarbeit in der VUKA-Realität“.

Z direkt! 01/2019 UNTERWEGS 33 Gerade diese Veränderungen stelle die Zeitarbeitsbranche vor neue Herausforderungen. „Wir sind in einer extremen Umbruchsituation und in einer unbeständigen Zeit“, so Burkhart. Hier helfe langjährige Erfahrung allein nicht mehr, um neue Realitäten erfolgreich meistern und überleben zu können. »Wir sind in einer extremen Umbruchsituation und in einer unbeständigen Zeit.« Um erfolgreich zu bleiben, müssen sich, so die Referentin, Zeitarbeitsunternehmen der VUKA-Realität stellen: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambivalenz. Durch Volatilität kommen Veränderungen rasend schnell, gerade im Bereich des Personals. Je globaler die Welt wird, desto komplexer wird sie auch. „Die Zeitarbeitsbranche ist beim Thema Komplexität vor allem durch Gesetzesänderungen betroffen,“ erläuterte Burkhart. Durch Volatilität und Komplexität zusammen entstehen in Unternehmen auch immer mehr Unsicherheiten. „Hier muss die Branche schauen, wie sie mit diesen neuen Unsicherheiten umgehen kann.“ Indem Firmen unterschiedliche Blickwinkel auf eine Situation haben, entstehe Ambivalenz. Um mit diesen neuen VUKA-Realitäten zurechtzukommen, benötigen Zeitarbeitsunternehmen vor allem Kreativität, Agilität sowie Resilienz, zog Burkhart ein Fazit. „Diese vier Buchstaben bedeuten eine große Herausforderung“, betonte Burkhart „Und zusätzlich kommen Beschleuniger wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz hinzu.“ Damit die Zeitarbeitsbranche in dieser neuen Realität mithalten könne, brauche sie die junge Generation Z, die digitalen Könner. „Diese Generation möchte aber nicht in starren Organisationen arbeiten, sondern frei sein und auch häufiger das Unternehmen wechseln.“ Aber dennoch wolle sie Sicherheit geboten bekommen. Gerade die Zeitarbeitsbranche biete einerseits die Flexibilität häufig das Unternehmen zu wechseln, aber auch die Sicherheit einer unbefristeten Anstellung. „Die Generation Z möchte nicht mehr 40 Jahre bei einem Arbeitgeber bleiben“, erklärte Burkhart. „Sie wollen reisen, das Unternehmen wechseln oder ein neues Studium beginnen. Diese Generation wird einen Zick- Zack-Lebenslauf haben.“ Das sei ein Feld mit riesigem Potenzial und Chancen für Zeitarbeitsunternehmen. Die Branche könne Arbeitnehmern große Freiheiten bieten, aber zugleich auch Sicherheit. Doch Burkhart stellte auch fest: „Zeitarbeit muss dringend an ihrem Image arbeiten. Menschen sollen sagen: Zeitarbeit ist eine verdammt gute Alternative in der neuen fluiden Arbeitswelt.“ Ebenso komme es im Recruiting auf den „Einzigen Moment der Wahrheit an“. Unternehmen müssen Bewerbungsphasen so kurz wie möglich halten, um die Bewerber nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Arbeitsverträge sollten per E-Mail am Tag der Zusage bei den Bewerbern ankommen. Zusätzlich müssen Unternehmen aktiv auf die junge Generation zugehen. „Ansonsten existiert die Firma für diese Generation nicht“, betonte Burkhart. SB

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