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Zdirekt! 01-2019

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14 TITELTHEMA freut sich

14 TITELTHEMA freut sich der Personaldisponent. Zusätzlich habe der Personaldienstleister darauf geachtet, dass für beide Mitarbeiter die Anfahrten zu ihren neuen Arbeitsplätzen so kurz wie möglich sind. „Unserem gehörlosen Mitarbeiter haben wir beispielsweise zu einem eigenen Auto verholfen. Das konnten wir mit einer Förderung des Jobcenters und einem Kredit von uns ermöglichen“, erzählt Voigt. Nicht nur ein angepasster Arbeitsplatz müsse bei Mitarbeitern mit Handicap beachtet werden. „Die Einstellung von Mitarbeitern mit Handicap muss immer über das Integrationsamt der Bundesagentur für Arbeit laufen“, erklärt Voigt das Prozedere. „Einerseits bekommen Unternehmen Förderungs- und Zuschussmöglichkeiten für den Umbau der Arbeitsplätze und auch einen Lohnzuschuss. Aber für diese Mitarbeiter gelten eben auch besondere Kündigungsrechte.“ Sobald ein Unternehmen solch einen Arbeitnehmer kündigen möchte, auch sie haben ein Recht darauf, am privaten Leben teilzunehmen. Von den rund 50 Zeitarbeitnehmern sind momentan zwei Strafgefangene im offenen Vollzug bei dem Delmenhorster Personaldienstleistungsunternehmen angestellt. Ein Dritter wurde im Oktober 2018 vom Kundenunternehmen übernommen. „Die Justizvollzugsanstalt kommt immer häufiger auf uns zu und fragt, ob wir etwas für einen Insassen haben, der demnächst Freigang bekommt oder entlassen wird“, erzählt Voigt. „In der Region spricht es sich rum, dass wir ein sozialer Arbeitgeber sind. Wir werden auch immer wieder von Insassen weiterempfohlen.“ »Das sind top ausgebildete Personen, die eine Chance verdienen.« müsse das Integrationsamt seine Zustimmung geben. „Das schreckt natürlich viele ab, überhaupt einen behinderten Bewerber einzustellen.“ Doch für Voigt steht fest: „Das sind top ausgebildete Personen, die eine Chance verdienen.“ Sogar die Bundesagentur für Arbeit sei schon auf das Unternehmen zugekommen und habe gefragt, ob sie nicht weitere Bewerber mit Handicap einstellen können. Neben der Inklusion steht auch die Integration Geflüchteter und die Wiedereingliederung von Strafgefangenen auf der Agenda des Personaldienstleisters. „Bei der Integration von Geflüchteten muss der Bildungsabschluss in Deutschland anerkannt sein“, erklärt Voigt die Herausforderungen. „Und auch die sprachliche Integration steht im Vordergrund.“ Bei Strafgefangenen stehen andere Hürden im Fokus. „Sie müssen vor allem schnell in das soziale Umfeld integriert werden“, so Voigt. Denn Denn auch all diese Arbeitnehmer sollten die Möglichkeit bekommen, in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt integriert zu werden. „Wir sehen den Personalservice als Sprungbrett“, so Voigt. „Daher wollen wir unseren Service ausweiten und unseren Fokus auf die Rückführung Strafgefangener in das soziale Umfeld richten.“ Auch die Integration von Bewerbern mit Handicap in den ersten Arbeitsmarkt wird von dem Personaldienstleister weiter fokussiert. SB

Z direkt! 01/2019 TITELTHEMA 15 2. Platz | kleine Unternehmen Win-win-Situationen schaffen Die Stabilität und Unabhängigkeit der Mitarbeiter der Hevelio GmbH ist die Grundlage für deren Zufriedenheit. Damit steht das Zeitarbeitsunternehmen fest hinter den Prinzipien der CSR. Das iGZ-Mitglied hat die Notwendigkeit einer umfassenden Unterstützung der Mitarbeiter erkannt und beschränkt sich daher nicht nur auf die Beschäftigung. Beispielsweise bietet das Unternehmen ihren ausländischen Zeitarbeitnehmern einen kostenlosen Deutschkurs an und begleitet sie in ihrem neuen Alltag in Deutschland. Denn der Mitarbeiter soll ein Gefühl von Stabilität und Unabhängigkeit bekommen. Ebenso ist Umweltschutz ein wichtiger Aspekt für die Hevelio GmbH. Ein erster Schritt war es ein papierfreies Geschäftsmanagementsystem zu etablieren. 3. Platz | kleine Unternehmen Einsatz beim World Cleanup Day Innerhalb von zwei Stunden hat das Team von PW Joel Personal GmbH 80,7 Kilogramm Müll gesammelt. Denn Umweltschutz ist dem iGZ-Mitglied besonders wichtig. Daher werden alle Standorte des Unternehmens mit 100 Prozent Ökostrom betrieben und digitale Portale genutzt, um Papier zu sparen. Ebenso spendete das iGZ-Mitglied an die Kulturtafel in Schweinfurt, damit sozial Schwächere die Möglichkeit hatten, das dortige Internationale Varietéfestival zu besuchen. Auch die eigenen Mitarbeiter werden gefördert: Sie können sich durch die regelmäßige Teilnahme an Seminaren weiterbilden. Ausländische Mitarbeiter werden durch Dolmetscher bei der Wohnungssuche sowie bei Behördengängen unterstützt.

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