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Z direkt!-Sonderausgabe 20 Jahre iGZ

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20 Jahre iGZ Editorial Editorial 20 Jahre iGZ 20 Jahre Engagement für faire Rahmenbedingungen Zeitarbeit hilft – der iGZ hilft Innovation ist im iGZ eine Selbstverständlichkeit Nur gemeinsam sind wir stark Das iGZ-DGB-Tarifvertragswerk, die allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze, der iGZ-Ethikkodex samt unabhängiger Kontakt- und Schlichtungsstelle oder auch die Ausbildung der Personaldienstleistungskaufleute – der iGZ hat sich in der Vergangenheit für zahlreiche Initiativen stark gemacht, mit denen die Branche immer weiter professionalisiert wurde. Seit 20 Jahren hilft der iGZ, faire Rahmenbedingungen für die Zeitarbeitsbranche zu entwickeln. Denn Zeitarbeit hilft. Zeitarbeit hilft Arbeitnehmern. Zwei Drittel der neu eingestellten Zeitarbeitskräfte kommen aus der Beschäftigungslosigkeit. Jeder sechste war sogar langzeitarbeitslos. Personaldisponenten schauen genauer hin, wenn sie einen Bewerber vor sich sitzen haben. Hier geht es nicht nur um Zeugnisse und den bisherigen Lebenslauf, sondern in erster Linie um Motivation und Qualifikation des Bewerbers. Zeitarbeit hilft besonders Flüchtlingen. Keine andere Branche hat so viele Geflüchtete in Arbeit gebracht wie die Zeitarbeitsbranche. Im Jahr 2017 fanden 17.900 von ihnen eine berufliche Perspektive in der Branche. Das sind über 26 Prozent der 67.600 Geflüchteten, die in 2017 eine Beschäftigung fanden. Zeitarbeit hilft auch Akademikern. Immer mehr gut ausgebildete Fachkräfte nutzen die Chance, über Zeitarbeit in verschiedene Bereiche hineinzuschauen. So können sie viele Erfahrungen sammeln, ohne ständig den Arbeitgeber wechseln zu müssen. In einigen Bereichen ist Zeitarbeit inzwischen auch die rechtlich sicherere Alternative zur Freiberuflichkeit, weil die Gefahr der Scheinselbstständigkeit steigt. Zeitarbeit hilft in Krisenzeiten. Je globaler die Märkte miteinander vernetzt sind, desto mehr hat eine Krise in Südostasien Auswirkungen auf den kleinen Handwerksbetrieb um die Ecke. Dank Zeitarbeit können große wie kleine Unternehmen ihr Stammpersonal flexibel aufstocken und abbauen, um dem Arbeitsvolumen gerecht zu werden. Dadurch hilft Zeitarbeit der gesamten Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt. Ganz wichtig ist aber auch: Der iGZ hilft seinen Mitgliedern. iGZ-Mitglieder können sich auf eine fundierte juristische Beratung unserer Rechtsexperten verlassen. In den vergangen zwanzig Jahren entstanden unzählige Merkblätter, Musterverträge und Rechenhilfen. Das erleichtert die Übersicht im immer verzwickteren Dschungel des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Außerdem bietet der iGZ ein so vielfältiges Seminarprogramm, dass es in der Branche seinesgleichen sucht. Die zahlreichen großen und kleinen Veranstaltungen bieten neben dem fachlichen Input auch Gelegenheit zum Austausch mit Branchenkollegen. Und das Team der iGZ-Marketing- und Pressebteilung sorgt dafür, dass der iGZ als mitgliederstärkster Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche in der öffentlichen Wahrnehmung stets präsent bleibt. Der iGZ hilft, die Zeitarbeitsbranche hilft. Mit dem Engagement der vergangenen zwanzig Jahre werden wir weiter dafür sorgen, dass faire Rahmenbedingungen die Grundlage der Zeitarbeit sind. Dann wird es auch weiterhin gelingen, dass ehemals Arbeitsuchende zurück in eine Beschäftigung finden, dass Unternehmen ihre Belegschaft flexibel an die Auftragslage anpassen können, und dass sie dadurch den Herausforderungen der globalisierten Wirtschaft gerecht werden. Auf vielen Verbandsebenen bleibt es unser Ziel, das Image der Branche weiter positiv zu entwickeln, damit immer mehr Menschen davon überzeugt sind: Zeitarbeit ist eine gute Wahl mit vielen Chancen! Werner Stolz iGZ-Hauptgeschäftsführer Wer sich die Grafik zur Entwicklung der Mitgliederzahlen in den vergangenen Jahren anschaut, assoziiert die Kurve unweigerlich mit einem kometenhaften Aufstieg. Es ist schon nicht alltäglich, dass ein eigentlich noch recht junger Arbeitgeberverband innerhalb so kurzer Zeit so viele Mitglieder hat. Diese Zahlen sind im Endeffekt das Ergebnis einer konsequenten Umsetzung klar definierter Ziele. Ob nun die ursprüngliche Intention – mehr Gerechtigkeit beim VBG-Prämienverfahren –, die Definition eines Tarifvertrages mit den DGB-Gewerkschaften oder die Realisierung der Branchenzuschlagstarife: Der iGZ setzte von Anfang an Impulse, die sich nicht nur auf die Mitgliedsunternehmen auswirkten, sondern auch stets Signal für die ganze Branche und die Wirtschaft insgesamt waren. Ganz wichtig dabei ist es immer, die Mitstreiter nicht aus dem Blick zu verlieren – Transparenz war und ist stets das erste Gebot beim Inte ressenverband. Bestes Beispiel dafür war die Versammlung 2012, in der 1.000 (!) Mitglieder über das Ja oder Nein zu den Branchenzuschlägen entschieden. Innovation ist ein weiterer Aspekt, der für den iGZ längst zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Ob nun das Engagement für die Einführung der Ausbildung zu Personaldienstleistungskaufleuten oder der iGZ-Ethikkodex: Der Interessenverband steht stellvertretend für viele Steine im Fundament einer ebenso seriösen wie auch fairen Zeitarbeit. Das ist offenbar genau der richtige Weg in eine sichere Zukunft – die stetig steigenden Mitgliederzahlen dokumentieren es. Damit ist der Verband auch zu einem Sprachrohr der ganzen Branche geworden: Nur mit einer starken Mitgliederzahl im Rücken, hoch engagierten Funktionsträgern auf allen Ebenen und einem durch und durch professionell agierendem Hauptamt ist es möglich, der Zeitarbeitsbranche insgesamt Gehör in der Politik, der Gesamtwirtschaft und der Öffentlichkeit zu verschaffen. Denn nur so gelingt es, die Interessen der Zeitarbeit nicht nur zu vertreten, sondern auch durchzusetzen. Bestes Beispiel dafür ist die jüngste AÜG-Reform – hätte der iGZ nicht intensiv insistiert, wäre ein Gesetz das Ergebnis gewesen, das die Branche mehr oder weniger lahmgelegt hätte. Nun ist der Einschnitt zwar deutlich spürbar, aber gerade noch administrierbar. Doch es geht auch immer darum, zu agieren und nicht nur zu reagieren: Dazu hat der Bundesvorstand eine Vision entwickelt und sie mit einer neuen Kampagne in Form gießen lassen. Jetzt gilt es, aktiv in die Öffentlichkeit zu gehen und selbstbewusst zu demonstrieren, dass Zeitarbeit allen Unkenrufen zum Trotz ein vollkommen alltägliches wie auch normales Arbeitsverhältnis darstellt, dass Zeitarbeit eine Wirtschaftsbranche wie jede andere auch ist und dass in der Zeitarbeit nicht nur der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern sich ihm hier auch echte Entwicklungschancen auf dem Arbeitsmarkt bieten. Viel wurde bisher erreicht, aber das ist angesichts künftiger Aufgaben beileibe kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen – im Gegenteil: Nur wenn wir uns alle gemeinsam für diese Ziele einsetzen, können wir sie auch realisieren, denn nur gemeinsam sind wir stark. Deswegen möchte ich an dieser Stelle allen Funktionsträgern und dem Hauptamt für die bisher geleistete Arbeit herzlich danken und alle Mitglieder ermuntern, sich ebenfalls für den Bau am Haus der Zeitarbeit zu engagieren, damit wir zusammen zuversichtlich in die Zeitarbeitszukunft gehen können. Christian Baumann iGZ-Bundesvorsitzender 2 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 3

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