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Z direkt! Ausgabe 2/2013:

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mage Z

mage Z direkt! Nachgehakt Nachgehakt Z direkt! aus aus der Schwarz malerei iGZ bei Facebook Rund 6.000 Freunde, Follower und Forenmitglieder verzeichnet der iGZ mittlerweile in den sozialen Netzwerken. In Facebook, Xing und Twitter werden alle Fragestellungen rund um die moderne Zeitarbeit thematisiert. iGZ-Pressesprecher Wolfram Linke sprach mit drei der eifrigsten Diskutanten – iGZ-Regionalkreisleiter Thomas Altmann (Duisburg), Unternehmerin Stefanie Klief und Arbeitgeber Thorsten Rensing – über Inhalte, Intention und Image der Branche: Wie ist es denn um das Image der Zeitarbeit bestellt und wird es sich langfristig wandeln? Altmann: Ich habe den Eindruck, der Ruf wandelt sich mit den unterschiedlichen Konjunkturwellen. Derzeit ist er schlecht, aber in den 90er Jahren war er durchaus besser. Zum aktuell schlechten Image haben bestimmt auch etwa die christlichen Haustarifverträge mit ihren Dumpinglöhnen beigetragen. Zeitarbeit ist aber eine ganz normale Wirtschaftsbrache und ich bin mir sicher, dass sich der Ruf auch wieder wandeln wird. Rensing: Problem ist, dass auch aus der Wissenschaft auf uns geschossen wurde. Das hat sich jedoch geändert. Erst wenn aufgehört wird, die gesamte Branche anhand von Einzelbeispielen in den Schmutz zu ziehen, enden auch die Skandalisierungskampagnen. Klief: Zeitarbeit hatte schon immer das Image des Seelenverkäufers. Das Problem ist doch, dass gute Beispiele in der Öffentlichkeit gar nicht ankommen. Von den Medien wird häufig alles in einen Topf geworfen, umgerührt und dann als allgemeingültig präsentiert. Altmann: Bestes Beispiel war die Amazon- Affäre, mit der der Eindruck erweckt wurde, Zeitarbeitnehmer werden wie Gefangene gehalten. Nachher stellte sich heraus, dass die Redakteurin beim Bericht reichlich geschummelt hatte. Paradox finde ich, dass eigentlich sie selbst die einzig prekär Beschäftigte in der ganzen Geschichte war. Kommt der Politik nicht auch eine gewisse Verantwortung gegenüber der Zeitarbeitsbranche zu? Altmann: Es ist erschreckend, wie wenig die Politiker von Zeitarbeit wissen. Gute Zeitarbeit kann bei den Wählern nicht ankommen, wenn ihnen die Politiker die Inhalte nicht richtig vermitteln können. Ständig werden zudem die Begrifflichkeiten durcheinander gebracht. Bestes Beispiel dafür ist der Unterschied zwischen französischem Agenturmodell und deutschem Unternehmensprinzip. Die Politiker wissen oftmals nicht, dass ein französischer Zeitarbeitnehmer nach seinem Einsatz – im Gegenteil zu Deutschland – grundsätzlich erst einmal wieder arbeitslos ist. Und wir wollen das Arbeitgebermodell wirklich leben. Nur ist der Skandal in Deutschland eben verkaufsträchtig. Rensing: Erschwerend kommt hinzu, dass selbst statistische Zahlen falsch interpretiert oder vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen werden. Klief: Wir müssen die Inhalte ständig wiederholen. Ein neutraler, von allen akzeptierter Moderator, der über Sachverhalte objektiv aufklärt, wäre schon ein Riesenfortschritt. 16 25

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