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Z direkt 02-2018

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Z direkt! Unterwegs Unterwegs Z direkt! iGZ feiert 20. Verbandsgeburtstag Schild: „Neue Geschichte der Zeitarbeit geschrieben“ „Mein Dank geht besonders an Werner Stolz: das Gesicht des Verbandes. Er hat ihn nachhaltig geprägt. Danke auch für die ehrenamtliche Arbeit in den vergangenen 20 Jahren“, begrüßte Christian Baumann, iGZ-Bundesvorsitzender, die rund 300 Gäste anlässlich des 20. Geburtstags des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). „Den iGZ würde es nicht geben, wenn Dietmar Richter nicht gewesen wäre“, resümierte Werner Stolz, iGZ-Hauptgeschäftsführer. Dietmar Richter, Gründungsmitglied und iGZ-Ehrenvorsitzender, erklärte sogleich die Motivation zur Gründung der damaligen Interessengemeinschaft: „Vor 20 Jahren drohten die Gebühren in der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) drastisch zu steigen.“ Dadurch drohte kleinen und mittelständischen Unternehmen die Pleite. „Und wir haben uns vom Bundesverband Zeitarbeit-Personaldienstleistungen (BZA) nicht gut vertreten gefühlt.“ Respekt auf Augenhöhe fehlte Auch Edgar Schröder, iGZ-Gründungsberater, erinnerte sich an die beschwerliche Anfangsphase: „Man hat uns nicht auf Augenhöhe respektiert. Wir wurden als lästig und nervig wahrgenommen. Wir wurden vom BZA überhaupt nicht ernstgenommen.“ Das bestätigte auch Richter: „Es herrschte eine vergiftete Atmosphäre zwischen dem BZA und dem iGZ.“ Als Dank für die Teilnahme an den Talkrunden auf der iGZ-Jubiläumsfeier bekamen die Gäste vom Verband eine Acryl- Plastik geschenkt. Über die schwierige Anfangsphase des iGZ tauschten sich anlässlich des 20. iGZ-Geburtstags aus: Holger Piening, Werner Stolz und Armin Schild (v.l.). Ziel musste gefunden werden Zu Anfang musste erst einmal eine klare Struktur und ein Zielorientierung gefunden werden. Volker Homburg, iGZ-Gründungsmitglied und iGZ-Bundesvorsitzender, verfolgte dafür drei Prinzipien: „Ruhebewahren war das erste Prinzip und als zweites stets die Diskussionen aufnehmen, streuen und Vertrauen aufbauen. Das dritte Prinzip war es permanent politisch sichtbar zu sein.“ Dadurch sollte eine neue Geschichte über Zeitarbeit erzählt werden. Erster iGZ-DGB-Tarifvertrag Doch der Weg dahin war schwierig. „Die ersten Tarifverhandlungen 2002 waren ein Katz- und Mausspiel“, beschrieb Homburg. „Der iGZ musste von einer Stadt zur anderen fahren, um an den Verhandlungstisch zu kommen. Der Weg dahin war ein langer Kampf.“ Daran erinnerte sich auch Holger Piening, ehemaliger stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzender und ehemaliger iGZ-Tarifverhandlungsführer: „Wir hatten keine Ahnung von Tarifpolitik.“ 2002 wurde dann die erste iGZ-Tarifkommission gewählt. „Ich war der Einäugige unter den Blinden, weil ich mich in die Thematik eingelesen hatte,“ erzählt Piening von seiner Wahl zum Vorsitzender der Tarifkommission. Im Mai 2003 konnte dann der erste iGZ-DGB-Tarifvertrag unterzeichnet werden. Das Ziel war erreicht: Ein eigener Tarifvertrag für eine eigenständige Zeitarbeitsbranche. Ideologische Zwickmühle Seit damals ist der iGZ in tarifpolitischen Angelegenheiten ein wichtiger Ansprechpartner. Für Armin Schild, ehemaliger Tarifverhandlungsführer der IG Metall, war vor allem die „konstruktive Zusammenarbeit und der gegenseitige Respekt wichtig.“ Zu Beginn könne man schließlich noch kein Profi in Tarifpolitik sein. Besonders das erpresserische Vorgehen der Gewerkschaften habe ihn geärgert: „Entweder Equal Treatmet oder ein Tarifvertrag.“ Diese ideologische Zwickmühle habe dann zu Tarifverhandlungen geführt. „Wir haben damals eine neue Geschichte der Zeitarbeit geschrieben“, resümierte Schild, „und ich bitte Sie dringend daran weiterzuarbeiten.“ 32 33

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