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Ausgabe 4/2012:

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ein ausgewogenes

ein ausgewogenes verhältnis – landeskongress in bayern rückblick Passender hätte der Veranstaltungsort des iGZ-Landeskongresses Bayern kaum sein können: Im Audi Sportpark Ingolstadt begrüßte die iGZ-Landesbeauftragte Petra Eisen rund 300 Verbandsmitglieder. „Audi ist ein gutes Stichwort, wo doch in drei Wochen unter anderem der Branchenzuschlags- Tarifvertrag für die Metall- und Elektro-Industrie in Kraft tritt“, erläuterte Eisen. Die Branchenzuschläge boten daher auch das Hauptthema: „Gute Zeitarbeit – die Herausforderungen annehmen“, hatte sich der mitgliederstärkste Arbeitgeberverband der Zeitarbeitsbranche für den Kongresstag auf die Fahnen geschrieben. Expertenvorträge, Einschätzungen der Kundenseite sowie Praxisimpulse bildeten ein abwechslungsreiches Informationsprogramm. Wichtig war es der iGZ-Landesbeauftragten, die regionale Vernetzung des Bundesverbandes herauszustellen. Mit den Regionalkreisleitern Sabine Frank (München-Oberbayern), Rudolf Sagner (Schwaben-Niederbayern), Andrée Sammeth (Unterfranken), Peter Schütz (Nordbayern-Franken) und Matthias Stief (Oberbayern Nord und Niederbayern) engagiere sich ein ganzes Team Ehrenamtlicher für die Interessen der bayerischen Zeitarbeitsbranche. „Die iGZ-Regionalkreisleiter und ich stehen Ihnen jederzeit als iGZ-Ansprechpartner zur Verfügung. Sprechen Sie uns an!“, motivierte Eisen die Kongressteilnehmer. Gute Zusammenarbeit Für eine gute Zusammenarbeit appellierte auch Dr. Cristian Lösel von der Stadt Ingolstadt. In der Zeitarbeitsbranche treffen die Interessen der Kundenunternehmen, der Zeitarbeitsunternehmen und der Mitarbeiter, also der Bürger, aufeinander. „Ich hoffe, dass der iGZ-Kongress hier bei uns in Ingolstadt einen Beitrag dazu beiträgt, ein ausgewogenes Verhältnis aller Interessen zu gewährleisten“, wünschte er sich. „Gipfelsturm oder Schussfahrt“ lautete der Vortrag von Ingrid Kaindl, Abteilungsleiterin „Arbeit, berufliche Bildung“ im Bayerischen Staatministerium, zum Arbeitsmarkt in Bayern. Und schnell legte sie sich fest: In einigen Bereichen sei der Gipfel bereits erreicht. So habe sich beispielsweise die Arbeitslosigkeit in Bayern in den letzten sieben Jahren halbiert. Kernaussagen Klare Worte fand auch Dirk Pollert, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie: „Es ist schlichtweg falsch, dass Zeitarbeit Stammbeschäftigung ersetzt!“ Den Auftakt für die Praxisimpulse machte Wolfram Linke, iGZ-Pressesprecher, mit einem Ausflug in die Welt der sozialen Medien. Dr. Klaus Enders, Leiter der iGZ-Projektgruppe „Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit“, gab Tipps für die richtige Formulierung von Stellenausschreibungen. In einem launigen Vortrag brachte Frieder Gamm, Business-Speaker und Edutainer, den Kongressteilnehmern nahe, wie sie Herausforderungen am besten händeln können. Dr. Martin Dreyer, Geschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen, fokussierte abschließend noch einmal die Branchenzuschläge. Gestärkt mit vielen Informationen aus den Fachvorträgen sowie den Pausengesprächen stehen die iGZ-Mitglieder nun vor der Umsetzung der Branchenzuschlags-Tarifverträge. „Dabei unterstützen wir vom iGZ Sie, wo immer wir können!“, betonte Eisen abschließend. Maren Letterhaus 4

Zeitarbeit 2.0 – Landeskongress in Hamburg rückblick „Wir sind nicht der Billigheimer der Nation, und das können und müssen wir auch selbstbewusst nach außen tragen“, fand der iGZ-Landesbeauftragte Angelo Wehrli (Hamburg) zur Eröffnung des iGZ-Landeskongresses Nord in Hamburg im Schatten der neuen Branchenzuschlagstarife gleich zum Auftakt deutliche Worte. Vor rund 450 Teilnehmern appellierte er an Gewerkschaften und Politik: „Nehmt uns bitte als ganz normale Branche - wie jeden anderen Wirtschaftszweig wahr - und lassen Sie uns in Ruhe unsere Arbeit machen.“ Ariane Durian, iGZ- Bundesvorsitzende, legte mit Blick auf die Vorurteile gegen die Zeitarbeit ebenfalls den Finger in die Wunde: „Ich finde es schon einigermaßen unanständig, wenn uns von Gewerkschaftsseiten noch vor dem Inkrafttreten der neuen Branchenzuschlagsregelungen vorgeworfen wird, wir würden diese doch sowieso nicht einhalten.“ Auf einem guten Weg Bei den Branchenzuschlagstarifen sei man indes auf einem guten Weg – mittlerweile seien Abschlüsse für sieben Branchen getroffen worden, und mit ver.di, so Durian, finden derzeit Sondierungsgespräche statt. Dass mit den Branchenzuschlägen für die Zeitarbeit eine neue Ära – Zeitarbeit 2.0 – angebrochen ist, wurde spätestens mit dem Beitrag des iGZ-Hauptgeschäftsführers Werner Stolz offensichtlich. Er zählte die Vorteile der Branchenzuschläge auf, gestand aber auch ein, dass man einige Nachteile in Kauf nehmen müsse: „Für Geringqualifizierte sowie Langzeitarbeitslose wird es wahrscheinlich schwieriger, sich auf dem Arbeitsmarkt zu behaupten“, gab Stolz zu bedenken. Diskussionsrunde Das Thema „Hart am Wind oder im ruhigen Fahrwasser?“ stand im Fokus einer Diskussionsrunde, in der Dr. Rolf Kroker (IWK), Thomas Lambusch (Nordmetall-Vorstand), Bettina Schiller (iGZ-Landesbeauftragte Bremen und iGZ-Bundesvorstandsmitglied) sowie Uwe Grund (DGB- Vorsitzender Hamburg) debattierten. Moderiert von Journalist Herbert Schalthoff, stellte Bettina Schiller zunächst die aktuelle Situation in Zeiten stagnierender Märkte dar. Thomas Lambusch verdeutlichte, dass jetzt auch die Kundenunternehmen angesichts der Branchenzuschläge über das künftige Procedere mit der Zeitarbeit und ihre Alternativen nachdenken. Einigkeit herrschte über den hohen Stellenwert der Zeitarbeit als Flexibilisierungsinstrument und als Chance für sowohl Arbeitslose als auch Geringqualifizierte. Wolfram Linke 5

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