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Ausgabe 3/2011:

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interview MARKETING IN DER ZEITARBEIT SOFTWARETOOLS ALS IMAGEVERBESSERER? Die Zeitarbeitsbranche sucht Mitarbeiter – aber ihr Image ist eher negativ besetzt. Können Tools im Internet helfen, Bewerber für die Zeitarbeit zu interessieren? Prof. Dr. Heinrich Wottawa: Das große Problem ist, dass viele Bewerber – und vor allem die gut qualifizierten, die nicht über das Arbeitsamt kommen – eine Beschäftigung in der Zeitarbeit als einen Ein Interview mit Prof. Dr. Heinrich Wottawa, Lehrstuhlinhaber für Wirtschaftspsychologie an der Ruhr-Universität Bochum und geschäftsführender Gesellschafter der eligo GmbH für psychologische Personalsoftware und Dr. Christian Montel, Prokurist und Leiter Forschung und Entwicklung der eligo GmbH. sozialen Abstieg empfinden. Die Vorteile der Zeitarbeit, gerade in besonderen Lebensphasen wie der beruflichen (Neu-)Orientierung oder auch für Menschen, die ihr volles Potenzial erst dann wirklich entfalten, wenn sie viel Abwechslung haben, werden dagegen noch nicht genug kommuniziert. Das negative Image lässt sich mit Tools allein natürlich nicht ändern – aber es gibt durchaus Möglichkeiten, mit diesen Mitteln mehr Bewerber für die Branche zu interessieren. Welche Möglichkeiten sind das? Dr. Christian Montel: Was die auf fundierten psychologischen Testverfahren basierenden Tools vor allem können, ist zu prüfen, ob sich ein Bewerber für die Zeitarbeit eignet oder nicht. Mit einem entsprechenden Angebot auf der Internetseite der jeweiligen Zeitarbeitsfirma können Interessierte anonym, kostenfrei und unverbindlich ihre Qualifikationen und Soft Skills daraufhin testen lassen. Der Vorteil ist, dass dieses Angebot extrem niedrigschwellig ist – und damit gerade die Menschen in der beruflichen Findungsphase, die nicht aus eigener Initiative zu einem Zeitarbeitsunternehmen gehen würden, erreichen kann. Prof. Dr. Heinrich Wottawa: Gleichzeitig ist ein solches Tool auch ein Service für die Interessenten: Ganz gleich, ob sie sich dann auch für die Zeitarbeit bewerben oder nicht – der Test liefert ihnen wertvolle Informationen über ihre Stärken und Schwächen, die sie für ihre weitere berufliche Orientierung nutzen können. Ein solches Tool könnte man auch gezielt bewerben. kann sie sich identifizieren, das ist überzeugend – und erleichtert den Schritt zur Bewerbung. Dr. Christian Montel: Generell sollte es darum gehen, den Interessenten deutlich zu machen, dass die Zeitarbeit ihnen Vorteile bieten kann, die sie in einem anderen Job so nicht haben. Zeitarbeit ermöglicht beispielsweise das „Hineinschnuppern“ in verschiedene Firmen, ohne sich gleich festlegen zu müssen – ob das nun einer beruflichen Neu-Orientierung dienen soll oder generell gut zu der Person passt, weil sie ohnehin ein flexibler und vielseitig interessierter Mensch ist. Wie sehen Ihre Erfahrungen mit solchen Kampagnen bisher aus? Dr. Christian Montel: Wir haben ähnliche Kampagnen von Großunternehmen bereits mit diagnostischen Tools unterstützt. Derzeit hat zum Beispiel die Deutsche Post zwei Kampagnen, eine mit dem Schwerpunkt „Work-Life-Balance“ und eine andere zu internationalem Einsatz, wo Interessenten im Netz testen können, inwieweit die potenziellen Jobs zu ihnen passen. Ebenfalls haben wir derartige Projekte in der Gesundheitsbranche unterstützt. Dr. Christian Montel: Dabei gibt es generell zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man die Kampagne ganz bewusst etwa unter dem Slogan „Sind Sie gut genug für Zeitarbeit“ laufen lassen und dann die jeweils wichtigen Skills für Zeitarbeit testen – zum anderen kann man das Ganze auch allgemeiner halten und fragen „Welcher Job passt zu Ihnen?“. Zeitarbeit wäre dann eine von mehreren verschiedenen Ergebnismöglichkeiten. Prof. Dr. Heinrich Wottawa: Auch Universitäten, die, was das Arbeiten dort angeht, ja auch generell eher ein negatives Image haben, nutzen die Testverfahren, um qualifizierte und interessierte potenzielle Mitarbeiter anzusprechen und zur Bewerbung zu bewegen. Und das mit Erfolg. ANZEIGE HURST CONSULT Wie aber bewegt man die Interessenten dann auch dazu, sich zu bewerben? Prof. Dr. Heinrich Wottawa: Indem man auch für sich wirbt. Verlinkte Testimonials sind hier ein gutes Mittel. Nehmen wir an, eine Frau, Mitte 40, gerade in Elternzeit, möchte beruflich wieder einsteigen und informiert sich auf der Seite. Sie macht den Test, der ergibt, dass sie sich gut für die Zeitarbeit eignen würde. Direkt unter dem Testergebnis könnte dann neben dem Link zur Bewerbung ein Testimonial einer ähnlichen Person stehen, die erzählt, wie sie zur Zeitarbeit kam, dass sie sehr zufrieden ist und wie die Zeitarbeit sie beruflich weitergebracht hat. Damit HURST CONSULT bietet Ihnen die Komplettlösung für den Bereich Personaldienstleistung & Recht: Dr. jur. Adrian Hurst Autor des Buches: „Tarifverträge in der Zeitarbeit: Praxishandbuch & Kommentar“ Tel.: 0228 98220-33 www.hurst-consult.de Rechtsanwaltskanzlei Beratung | Recht | Seminare ›› Abwehr von Ansprüchen der Rentenversicherung oder von Mitarbeitern wegen Tarifunfähigkeit der CGZP ›› Hilfe bei der Anwendung der Tarifverträge AMP, BZA, iGZ und allen täglichen Rechtsproblemen in der Personaldienstleistung (Befristung, Kündigung, Betriebsrat etc.) ›› Prüfung und Optimierung der Verträge und der Anwendungsprozesse ›› Individuelle Seminare 6 7

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