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Ausgabe 3/2011:

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ZEITARBEIT SCHWARZ AUF

ZEITARBEIT SCHWARZ AUF WEIß iGZ IM SPIEGEL DER PRESSE presseschau Ariane Durian Georg Nüßlein Ausschuss einsetzen Entlohnung spielt wesentliche Rolle Die umfassenden Qualifizierungsmöglichkeiten für alle Beschäftigten in der beit werden zu einer Veränderung der Branche führen, unterstrich Ariane Durian, iGZ-Bundesvorsitzende. . Die interne Belegschaft wird zukünftig aus Spezialisten rund Zeitarum das Thema Personal bestehen. Im externen Bereich werden Personaldienstleister noch stärker Fachkräfte und Spezialisten, die das fehlende Know-how im Kundenunternehmen abdecken, zur Verfügung stellen. Bei der Gewinnung dieser Mitarbeiter spielt der Aspekt der Entlohnung eine wesentliche Rolle. Eine Entgelt- und Personalpolitik, die stärker auf Chancengleichheit ausgerichtet ist, wirkt sich häufig positiv auf die Arbeitszufriedenheit und Produktivität aus. Gutes Personal ist nur zu finden, wenn das Thema Lohndifferenz zwischen Zeitarbeitsmitarbeitern und der Stammbe- legschaft an Bedeutung verliert. Das wird auch seitens der Politik so gesehen. Wir sollten unbedingt das Thema Mindestlohn abräumen, erklärte CSU-Wirtschaftsexperte Georg Nüßlein. Wir müssten einen von Gewerkschaften und Arbeitgebern paritätisch besetzten Ausschuss einsetzen, der sich dann einigen soll. Damit wäre das Thema dem Wettbewerb der Parteien entzogen. Für Equal Pay in der Leiharbeit gilt das Gleiche. Wer ein bisschen Basisbezug hat, merkt, dass die Bürger da ein Lebensrisiko sehen. Auch wer nicht direkt betroffen ist, befürchtet, dass es ihn treffen könnte. Karl-Josef Laumann Für allgemeingültigen Mindestlohn Es gibt jetzt in der Zeitarbeit den Mindestlohn als ein branchenübergreifendes Arbeitsmarktinstrument – weil Zeitarbeit überall außer im Baube- reich vorkommt. Wenn sich dort Gewerkschaften und Arbeitgeber auf einen Mindestlohn von rund sieben Euro verständigen können, dann müsste das auch für die gesamte Wirtschaft gehen – das ist unser Vorschlag, sagte Karl-Josef Laumann, Bundesvorsitzender der tischen Arbeitnehmerschaft Christlich-Demokra- (CDA). Ralf Brauksiepe Lohnuntergrenze gewaltiger Fortschritt In der Tat ist es ein gewaltiger Fortschritt aus meiner Sicht, dass wir jetzt die Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit vereinbart haben, betonte der Parlamentarische Staatsekretär im Bundesarbeitsministerium, Ralf Brauksiepe (CDU). Das war ein Thema, das uns lange beschäftigt hat und wo der CDU-CSU-Teil der Bundesregierung auch schon früh Handlungsbedarf gesehen hat. Und ich bin froh, dass jetzt diese Vereinbarung über eine Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit zustande gekommen ist. Die CDA hat in der Tat auf ihrer letzten Tagung beschlossen, dass sie diese tariflich vereinbarte Lohnuntergrenze in der Zeitarbeit auch zu einer allgemeinen Lohnuntergrenze in Deutschland machen will. Das ist die Beschlusslage der CDA. Wir haben auf dem Gebiet der Mindestlohnpolitik, der Absicherung von Menschen gegen Lohndrückerei Fortschritte erzielt – gerade mit dieser Regelung zur Zeitarbeit und nicht nur da. Zeitarbeit nicht mehr wegzudenken Zeitarbeit ist besonders da interessant, wo Dr. Rainer Dulger Stammarbeitsplätze gesichert Die Zeitarbeit hat gerade in der Krise maßgeblich dazu beigetragen, Stammarbeitsplätze und Beschäftigung in den Unternehmen zu sichern, erläuterte Dr. Rainer Dulger, Vorsitzender von Südwestmetall. Im Aufschwung werden nun viele Zeitarbeiter in feste und unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen, was erneut Beschäftigung schafft. Auch entstehen derzeit mehr neue Stammarbeitsplätze als Zeitarbeitsplätze in der Branche. Das zeigt, wo die Unternehmen ihren Schwerpunkt in ihrer betrieblichen Personalpolitik setzen. Gleichzeitig warne ich vor einer massiven Verteuerung von Zeitarbeit. Dies würde insbesondere Arbeitsplätze für einfache Tätigkeiten vernichten und damit die Schwächsten auf dem Arbeitsmarkt treffen. Wolfram Linke Instrument zur Abarbeitung von Auftragsspitzen. Dank der Zeitarbeit können deutsche Wirtschaftsunternehmen flexibel auf Auftragsschwankungen reagieren und bleiben damit – auch im internationalen Vergleich – wettbewerbsfähig, stellte Wolfram Linke, sprecher, , fest. Außerdem ist sie ein typisches Instrument zur Kompensation von Krankheitsfällen. In Zeiten zunehmender Globalisierung ist die Zeitarbeit nicht mehr aus dem deutschen Wirtschaftsgefüge wegzudenken. Nur mit ihr bleibt die Wirtschaft auch international wettbewerbsfähig. Die Zeitarbeit sollte immer den Anteil haben, der nötig ist, um flexibel auf wechselnde Auftragslagen und nationale wie auch internationale Wettbewerbsanforderungen reaiGZ-Pressegieren zu können. Flexibilität gefragt ist. Sie ist ein klassisches Ursula von der Leyen Wichtige Alternative Zeitarbeit nicht gefährden Die Forderung aus CDU-Kreisen, Leiharbeiter spätestens nach einer vierwöchigen Beschäftigungsdauer genauso wie die Stammbelegschaft eines Unternehmens zu entlohnen, sehe ich skeptisch. Zeitarbeitsunternehmen haben uns auch geholfen; sie haben nach der Krise viele Arbeitslose eingestellt und ihnen eine Chance gegeben. Man darf nun das Geschäftsmodell der Zeitarbeitsunternehmen nicht gefährden. Eine Umsetzung eines solchen Vorschlags würde dazu führen, dass die Leiharbeit stark zurückgeht. Was das richtige Maß ist, müssen die Tarifpartner aushandeln, meinte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise. Wir brauchen die Zeitarbeit. Sie kann gerade für Geringqualifizierte eine wichtige Alternative zur Arbeitslosigkeit sein, sagte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen. Zwei Drittel der Menschen, die bei einer Zeitarbeitsfirma anfangen, waren vorher nicht beschäftigt. Jeder Dritte hat keinen Berufsabschluss. Sie haben als Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer volle Arbeitnehmerrechte und sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Auf der anderen Seite gibt die Zeitarbeit Unternehmen die Möglichkeit, ihren Personalbedarf flexibel zu decken. Mit der Gesetzesänderung erhalten wir diese Flexibilität und schaffen zugleich die Voraussetzungen, um die Fairness in der Zeitar- beit zu sichern. 22 23 Frank-Jürgen Weise

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