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Ausgabe 1/2011:

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FRAUEN IN DER

FRAUEN IN DER ZEITARBEIT: ERFAHRUNG UND ROUTINE SIND GEFRAGT Laut Bundesagentur für Arbeit sind 28,44 Prozent der Zeitarbeitnehmerschaft Frauen – beim iGZ-Mitgliedsunternehmen Connect ist es genau umgekehrt, lediglich 25 Prozent der externen Mitarbeiterschaft sind Männer. „Das begründet sich vor allem in unserer Kundenstruktur“, erläutert der Geschäftsführer eines trieb komme, gebe es erst einmal ein intensives zum konkreten Kontakt mit dem Kundenbe- Unternehmens der Connect-Gruppe, Benjamin Gespräch mit der Zeitarbeitnehmerin: „Wir klären zunächst stellenspezifische Fragen, um sie Weiler, die ungewöhnliche Quote – der Schwerpunkt seines Unternehmens liege im kaufmännischen Bereich, und dort seien eben vor allem nen“, erläutert er. Auch ganz ebenso praktische dann im Bewerberprofil hervorheben zu kön- weibliche Arbeitskräfte gefragt. Von den Profilen her lasse sich indes kein geschlechtsspe- Rahmen erörtert – manchmal könne sich ein Job wie alltägliche Probleme werden in diesem zifischer Unterschied feststellen – allerdings beispielsweise schon dadurch erledigen, dass variieren Motivation und Hintergrund bei der der Anfahrtsweg zu weit ist: „Niemand wird Suche nach Arbeit. „Bei den Frauen handelt es gezwungen, einen bestimmten Job zu übernehmen. Mir ist ein ehrliches Nein lieber als ein sich oft um Wiedereinsteigerinnen in den Beruf nach der Babypause. Viele suchen auch Halbtagsjobs, wenn die Kinder etwas älter sind, oder Letztendlich zähle im Bewerbungsgespräch zögerliches Ja“, unterstreicht Benjamin Weiler. die Frauen suchen – nachdem die Kinder das dann oft auch die Frage, „ob man zusammen Haus verlassen haben – den Wiedereinstieg in passt“. Gelegentlich, so der Geschäftsführer, Vollzeitjobs“, erklärt der Karlsruher Geschäftsführer, welche Erfahrungen er mit seinen Mitliche Erwartungen, die dann im Gespräch revi- herrschen auf beiden Seiten auch unterschiedarbeiterinnen gesammelt hat. Diese Motivation diert werden. „Wir stellen immer wieder fest, ergänze sich sehr gut mit den Interessen der dass sich in der täglichen Arbeit dann perfekte Synergien ergaben, obwohl vorher größte Kundenunternehmen. Weiler: „Häufig werden ältere Kandidatinnen bevorzugt, die Erfahrung Bedenken herrschten“, weist Weiler auf den und Routine im Beruf mitbringen.“ Bevor es Stellenwert der Zeitarbeit als „Probephase“ hin. titelthema Bei rund 30 Prozent liege die Übernahmequote seiner externen Mitarbeiterinnen, verweist er denn auch nicht sehr überrascht auf den sogenannten „Klebeeffekt“. Ein weiterer Effekt, den er in diesem Zusammenhang registriert hat: „Firmen nutzen die Zeitarbeit gerne, um eigenes festes Personal zu finden.“ Dabei gelte stets, je qualifizierter eine Zeitarbeitnehmerin sei, desto größer sei die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme ins Stammpersonal des Kundenunternehmens. Gerade in den jetzigen Zeiten wachsenden Fachkräftemangels böte die Zeitarbeit ganz neue Chancen: „Viele Spezifikationen sind am Markt so gut wie gar nicht mehr verfügbar“, betont Weiler. Für qualifizierte Interessentinnen sei die Zeitarbeit ein ideales Sprungbrett für den (Wieder-) Einstieg in das Berufsleben. Er empfiehlt, auch den Weg über diese Branche zu nutzen. Wolfram Linke Benjamin Weiler CONNECT-Gruppe 13

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