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Zdirekt! 01-2020

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54 GASTBEITRAG

54 GASTBEITRAG Generation Zukunft – Traumjob Zeitarbeit Junge Leute heute sind genauso leistungsstark wie Ältere. Doch wer die Leistung der Generation Zukunft will, muss sich mehr anstrengen. Die Zauberformel für den Traumjob der Generation Zukunft lautet Spaß, Sinn und Sicherheit – beste Voraussetzungen für die Zeitarbeit, um mit ihren Angeboten und Perspektiven zu punkten. WIE TICKEN MITARBEITER VON MORGEN? #GENERATIONZUKUNFT Was junge Menschen heute von älteren unterscheidet ist, dass sie in einer Zeit aufwachsen, in der es vollkommen normal ist, auf eine Nachricht innerhalb von Sekunden eine Rückmeldung zu bekommen. Die Erwartungshaltung junger Mitarbeiter an Führungskräfte ist: Instant Feedback bitte, sonst bin ich verunsichert. Verunsicherung ist ein gutes Stichwort. Eine der größten Ängste junger Menschen ist die vor schlechten Entscheidungen, weil sie so viele Möglichkeiten haben und sich am liebsten alle Optionen offen halten. Das kann auch dazu führen, dass sie einfach bei mehreren Firmen einen Arbeitsvertrag unterschreiben und dann nicht antreten. Entweder Sie verändern den Erziehungsstil der Eltern, oder Sie akzeptieren, dass die Generation Z anders tickt und verstehen deren Entscheidungen als eine Art Interessensbekundung oder Statusmeldung und werben kontinuierlich darum, dass daraus eine wirkliche Entscheidung wird. Gerade ältere Führungskräfte und PersonalerInnen sträuben sich gegen diese Anders- Behandlung der Jungen, mit der leidigen Konsequenz, dass Personal langsamer kommt und schneller geht. Simon Schnetzer

Z direkt! 01/2020 GASTBEITRAG 55 WAS MACHT EINEN JOB ZUM TRAUMJOB? Zeitarbeitsfirmen haben gute Voraussetzungen, um jungen Menschen Perspektiven zu geben und ihnen zum Traumjob zu verhelfen. Sie können Sicherheit bieten und die Suche nach Sinn und Spaß in verschiedenen Bereichen und Abteilungen ermöglichen. Die Zauberformel für Traumjobs „Spaß, Sinn und Sicherheit“ bedeutet für mich: Spaß: Das, was jüngere und ältere Mitarbeitende am meisten für Leistung motiviert, ist Spaß. Und wenn Sie sich intensiv damit beschäftigen, was Spaß konkret bedeutet, stellen Sie fest, dass Führungskräfte keine Clown-Workshops besuchen sollen, sondern sich um angenehme Arbeitsatmosphäre kümmern müssen. Anders als ältere Mitarbeiter haben die jüngeren das Gefühl, einen Anspruch auf Spaß bei der Arbeit zu haben. Sinn: In einer Wohlstandsgesellschaft wird Arbeit für junge Menschen vom Selbstzweck zum Selbstverwirklichungsprojekt. Junge Leute wünschen sich, dass die Geschichte, die sie abends nach der Arbeit erzählen können, eine ist, bei der sie gut dastehen: eine Heldengeschichte. Wenn ich Schrauben herstelle, ist das erstmal eine fade Geschichte – bis ich erzählen kann, wie aus den Schrauben stylische Möbel oder ein tolles Gartenhaus für Kinder entstehen und wie ich dazu heute beigetragen habe. #kundenstories Sicherheit: Die Jungen wachsen auf mit dem Gefühl in einer Dauerkrise zu leben. Sie sind nicht bereit, Planungssicherheit zu geben. Doch ohne Planungssicherheit für sie, ist alles nichts. Wenn in Firmen Veränderungen nicht von oben kommuniziert werden, sondern sich über den Flurfunk verbreiten, geht viel Vertrauen und Sicherheitsgefühl verloren. WIE KÖNNEN SICH ZEITARBEITSUNTERNEHMEN BESSER AUFSTELLEN? Die nachfolgenden Tipps sind das Ergebnis eines Innovationssprints, den ich beim Forum Marketing und Recruiting 2020 des iGZ mit Personal- und Marketingverantwortlichen der Zeitarbeit in Münster durchgeführt habe: 1. Image & Fairness Einer der größten Image-Schäden ist, wenn Zeitarbeitende unfair behandelt werden. Setzen Sie sich aktiv für Gleichbehandlung und öffentliches Bewusstsein für die Bedeutung von Zeitarbeit ein. 2. Stellenanzeigen & Social Media Trauen Sie sich und lassen Sie die Jungen über YouTube, Instagram und Co. neue KollegInnen suchen und Storys attraktiv präsentieren. 3. Storytelling & Perspektiven Zeitarbeit ist keine Notlösung. Erzählen Sie die Geschichten, wie Zeitarbeit Orientierung und Perspektiven bietet: wie die vom Zeitarbeiter, der Geschäftsführer wurde. FAZIT Ob ein Job ein Traumjob sein kann oder nicht, liegt am Willen der Führungskräfte und Entscheider, ihn dazu zu machen. Die zwei wichtigsten Fähigkeiten, die Sie dafür benötigen sind: zuhören und Kontrolle abgeben. Was sind die Bedürfnisse der Mitarbeitenden? Und wie können wir durch Beteiligung und bewussten Kontrollverlust gewachsene Strukturen auf den Prüfstand stellen und Neues in der Entstehung fördern? Simon Schnetzer Jugendforscher, Speaker, Trainer & Autor der Studie „Junge Deutsche“ www.simon-schnetzer.com IMPRESSUM Herausgeber iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. PortAL 10 | Albersloher Weg 10 48155 Münster iGZ-Hauptstadtbüro Berlin Schumannstr. 17 10117 Berlin presse@ig-zeitarbeit.de www.ig-zeitarbeit.de Verantwortlich Werner Stolz (WS) Hauptgeschäftsführer Chefredaktion Sara Schwedmann (SaS) Redaktion Wolfram Linke (WLI) Kristin Mattheis (KM) Andrea Resigkeit (AR) Marcel Speker (MS) Texte Maike Fortmeier (MF) Clemens von Kleinsorgen (CvK) Julian Krinke (JK) Jenny Rohlmann (JR) Judith Schröder (JS) Benjamin Teutmeyer (BT) Art Direction Tanja Kossack Fotos Timo Beylemans Kristin Mattheis Sara Schwedmann Druck IVD GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 240 49475 Ibbenbüren

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