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Zdirekt! 01-2020

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48 AKTIV Mach Dein Ding!

48 AKTIV Mach Dein Ding! Seit neun Monaten sind sie das Gesicht der Ausbildungskampagne „Mach Dein Ding!“: Laura Köhnlein und Sergen Arduc. Wie viele andere Azubis zum/r Personaldienstleistungskaufmann/-kauffrau (PDK) hatten sie sich nach einem Aufruf der Verbände BAP und iGZ mit einem Video beworben – und sich in einem Facebook- Voting durchgesetzt. Bei der PERSONAL.PRAXIS.WEST. in Dortmund gaben Laura und Sergen Einblicke in ihren Ausbildungsalltag und in die Kampagne. Wie seid Ihr beiden zur PDK-Ausbildung gekommen? Ich habe immer gedacht, nach dem Abi muss man studieren. Also habe ich mich für Soziologie entschieden. Das war mir aber doch viel zu theoretisch und ich habe nach sechs Monaten aufgehört. Vorübergehend habe ich in einer Web-Shop-Agentur gejobbt und die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement angeboten bekommen. Ich wollte aber unbedingt was mit Menschen machen und in den Personal-Bereich. Mit ein wenig googlen bin ich auf den Personaldienstleistungskaufmann gestoßen. Es ist die einzige Ausbildung in Deutschland im Bereich Personal und war auf jeden Fall für mich die richtige Entscheidung! Ich hatte einen Schlüsselmoment, der mich genau hierhin gebracht hat: Ich habe in der Automobilwirtschaft gearbeitet und gut verdient. Bei einem Vorstellungsgespräch traf ich einen Recruiter, der nur wenige Jahre älter war als ich. Er machte das super und ich dachte: ‚Warum er und nicht ich?‘ Zeitarbeit fand ich spannend, da man mit allen Branchen und mit Menschen zu tun hat. Also stand Personaldienstleistungskaufmann bei mir schnell fest. Euer Berufsalltag als PDK-Azubi ist abwechslungsreich, aber bestimmt auch stressig. Was mögt Ihr besonders? Ich liebe Bewerbungsgespräche. Wenn man mit den Kandidaten direkt spricht, sie berät und ihnen helfen kann, ist das wirklich ein super Gefühl. Ich habe selbst lange nach Arbeit gesucht und war total happy, als ich was gefunden habe. Wenn ich heute Menschen helfen kann, Arbeit

Z direkt! 01/2020 AKTIV 49 zu finden, ist das immer ein mega Moment. Es ist zunächst nur ein kleiner Step, aber hat eben Auswirkungen auf das ganze Leben. Gibt es Erfolgsgeschichten, an die Ihr Euch besonders gern erinnert? Ich hatte einmal die Aufgabe, einen Groß- und Außenhandelskaufmann mit Logistikerfahrung zu finden. Das war hart. Ich habe auf Hochtouren gesucht und eine Anzeige bei Ebay-Kleinanzeigen aufgegeben und auch einen Kandidaten bei einem Konkurrenten direkt angeschrieben. Und am selben Tag – nur drei Stunden später – kam genau dieser Kandidat in die Firma und stellte sich vor. Was ein Glück und Zufall! Was bringt Euch in Eurer Ausbildung zum Schwitzen? Das Arbeitsrecht für die Zeitarbeit ist wirklich kompliziert. Man braucht da echtes Spezialwissen in der Arbeitnehmerüberlassung, das wir auch in der Berufsschule nicht immer bekommen. Da habe ich echte Lücken, die ich ständig selbst füllen muss. Das Zeitmanagement ist meine Herausforderung. Manchmal sind da zwölf Dinge, die ich auf einmal erledigen soll. Außerdem übernehmen wir schon sehr früh viel Verantwortung. Ich glaube, der PDK ist der einzige Ausbildungsberuf, in dem man mit Anfang 20 schon Führungskraft ist. In zweieinhalb Jahren Ausbildung dann schon so weit zu sein, ist echt anspruchsvoll. Da geht nur „learning by doing“ und zusätzlich aus eigenen Erfahrungen schnell lernen. Wie erlebt Ihr die Ausbildungskampagne von iGZ und BAP „Mach Dein Ding!“? Ihr seid ja ein wichtiger Teil der Kampagne … Ich finde die interaktive Website mit unserem Video echt toll und ansprechend. Alle wichtigen Fragen, die Schüler zur Ausbildung haben, werden beantwortet. Außerdem kann jeder Nutzer Einblicke in die Praxis der Ausbildung bekommen und uns beiden Fragen stellen. Das ist sehr transparent. wirkt die Kampagne sehr persönlich und bekommt jeden Tag mehr Reichweite. Ich wünsche mir aber, dass wir durch Gewinnspiele und Give-aways noch mehr Werbung für diesen Ausbildungsberuf machen und so noch mehr junge Menschen begeistern können. Wie bespielt Ihr die Kampagne denn täglich? Habt Ihr einen Kommunikationsplan? Wir sammeln Bilder und Geschichten aus unserem Ausbildungsalltag auf unseren Smartphones und posten sie direkt. Wenn wir auf Veranstaltungen sind, erstellen wir Live-Stories für Facebook und Instagram. Die sehen dann auch viele und teilen sie sofort. Einmal im Monat machen wir eine Telefonkonferenz mit den Zeitarbeitsverbänden iGZ und BAP, um uns abzustimmen. So lernen wir auch ein wenig PR und Kommunikation. Macht echt Spaß! Viele kennen jetzt auch unsere Gesichter und sprechen uns an. Da freue ich mich immer. Aber man muss natürlich auch aufpassen, dass das alles nicht zu viel wird und die Schule und der Job nicht zu kurz kommen. Wo seht Ihr Euch in fünf bis zehn Jahren? Ich möchte auf jeden Fall meine Ausbildung und mein berufsbegleitendes Studium erfolgreich abschließen und auch gerne in meiner Firma Office Professional Personalmanagement bleiben. Richtig toll fände ich, wenn ich mich vielleicht im Bereich Bildung und Personalentwicklung spezialisieren könnte. Ich möchte auch auf jeden Fall in meiner Firma equal personal bleiben, ich fühl mich so wohl. Es wäre spitze, wenn ich mich selbst um Azubis kümmern und ihre Ausbildung mit planen könnte. Wir sind jung und möchten schnell weiterkommen und auch ich möchte gern Führungskraft werden. KM Wir sind auch sehr medial unterwegs bei Facebook und Instagram. Mit unseren Gesichtern

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