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Z direkt! Extra iGZ-Award 2017

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Z direkt! Mittlere Unternehmen 2. Platz: MWP Ärzte+Pflege Personal Überlassung GmbH Arbeitszeiten selbst bestimmen Holger Heier, Geschäftsführer beim iGZ-Mitglied MWP Ärzte+Pflege Personal Überlassung GmbH in Hamm, hatte eigentlich ein gutes Geschäftsmodell gefunden: Er vermittelte freiberufliche Ärzte. Doch dann machte ihm die Sozialversicherung einen Strich durch die Rechnung und der Firma drohte das Aus. Weil Freiberufler in stationären Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen den Weisungen der dortigen Vorgesetzten unterstehen, stand der Vorwurf der Scheinselbstständigkeit im Raum. Stattdessen handele es sich bei diesem Modell um Arbeitnehmerüberlassung. Im Vergleich zu anderen Personaldienstleistern bietet das Unternehmen seinen Mitarbeitern besonders viel Freiraum. Genau diese Besonderheit erschwerte eine Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis. „Unsere Konditionen kann sonst niemand bieten“ MWP Ärzte+Pflege Personal Überlassung ermöglicht seinen Mitarbeitern Arbeitszeiten nach Wunsch. Es gibt im Internet eine Börse. Dort tragen die Mitarbeiter bis zum 15. eines Monats ein, wann und wie viel sie im darauffolgenden Monat arbeiten wollen. Die Zeitarbeitsfirma sucht dann die passenden Einsätze für die Mitarbeiter. „Sag uns, wann du arbeiten willst. Wir finden die Einrichtung, die dich dann braucht“, fasst Heier das Konzept zusammen. Die Mitarbeiter gestalten ihre Work-Life-Balance nach ihren eigenen Wünschen. So viel Freiheit beanstandete die Agentur für Arbeit. Arbeitnehmerüberlassung beinhalte auch eine gewisse Weisungsbefugnis. Damals trat die Firma dann dem iGZ bei. „Das hat uns gerettet“, erinnert sich Heier. Der Kampf bis zur Überlassungserlaubnis wurde nach Intervention durch den iGZ von der Bundeszentrale der Agentur für Arbeit in Nürnberg positiv beschieden. Heier ist von seinem Konzept überzeugt: „Ich bin selbst gelernter Krankenpfleger. Ich weiß, wie das in der Branche läuft.“ Verlässlich zu planen sei eine Unmöglichkeit. Die Mitarbeiter fallen aufgrund des Stresses oft krankheitsbedingt aus. Andere Mitarbeiter müssen für sie einspringen – ein Teufelskreis. „Das Stammpersonal hat teilweise über 200 Überstunden und keine Chance, die jemals abzufeiern.“ MWP Ärzte+Pflege Personal Überlassung bietet den Mitarbeitern Planungssicherheit und noch dazu ein überdurchschnittliches Gehalt. Aufgrund des Fachkräftemangels im Gesundheitsbereich werde regelmäßig versucht, seine Angestellten abzuwerben. „Aber unsere Konditionen kann niemand sonst bieten“, sagt der Geschäftsführer stolz. 90 Prozent der neuen Mitarbeiter seien durch Empfehlungen auf das Unternehmen aufmerksam geworden. Einsatz hat sich für alle Beteiligten gelohnt Carolin Kerkhoff ist schon seit vielen Jahren für das iGZ-Mitgliedsunternehmen tätig. Sie arbeitet als Krankenschwester und genießt ihren abwechslungsreichen und gleichzeitig sicheren Arbeitsplatz. Im vergangenen Jahr konnte MWP Ärzte+Pflege Personal Überlassung die knapp 100 Mitarbeiter lediglich an insgesamt 16 Arbeitstagen nicht wie gewünscht vermitteln. Die „Fehlerquote“ beträgt damit unter 0,2 Prozent. Der Einsatz für das besondere Geschäftsmodell hat sich für alle Beteiligten gelohnt. Antonia Aulbert 16 Carolin Kerkhoff (2.v.l.), Doris Weihe und Holger Heier (2.v.r.) vom iGZ- Mitglied MWP Ärzte+Pflege Personal Überlassung GmbH nahmen die Urkunde entgegen.

Mittlere Unternehmen Z direkt! 3. Platz: apm Personal-Leasing GmbH „Betriebliche Inklusion ist ein Gewinn für alle Beteiligten“ Die Hanauer apm Personal-Leasing GmbH engagiert sich gleich in mehreren Projekten. „Zu unserer Firmenphilosophie zählt auch, dass wir uns gezielt für die Arbeitsmarktintegration Langzeitarbeitsloser und ausländischer Arbeitskräfte einsetzen“, erklärt Manuel Steigerwald, stellvertretender Geschäftsführer bei apm. Doch besonders stolz ist das apm-Team auf sein „Reha-Projekt“. Bundesweit gehörte apm zu den ersten Zeitarbeitgebern, die die betriebliche Inklusion von Mitarbeitern mit Behinderung strategisch vorantrieben. Außerdem übererfüllen sie die für Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern vorgeschriebene Beschäftigungsquote von fünf Prozent. Während knapp 60 Prozent aller deutschen Arbeitgeber bereits an der „5-Prozent-Hürde“ scheitern, liegt die aktuelle Beschäftigungsquote von apm aktuell bei 8,9 Prozent. In Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur bietet das Unternehmen gezielt Vorträge und Bewerbertrainings für Menschen mit Behinderung an. Glücksfall Zu den auf diese Weise eingestellten Mitarbeitern mit Behinderung zählt unter anderem der 38-jährige gehörlose Lagermitarbeiter Panagiotis Tsiliakas, der bei einem großen Modekonzern eingesetzt wird. „Um Herrn Tsiliakas den Weg in seinen ersten Einsatz zu erleichtern, setzten wir uns zunächst mit der Arbeitsagentur zusammen und haben verschiedene Fragen der Arbeitssicherheit geklärt. Anschließend sprachen wir mit den verantwortlichen Mitarbeitern des Kunden über die Besonderheiten in den Arbeitsabläufen und in der Kommunikation mit Herr Tsiliakas. Tsiliakas selbst bezeichnet die unbefristete Festeinstellung bei apm als Glücksfall: „Über apm habe ich die Möglichkeit bekommen, wieder in meinen Job einzusteigen und mich zu bewähren.“ Bis heute arbeitet Tsiliakas beim gleichen Kunden, der genauso wie sein Arbeitgeber hochzufrieden mit ihm ist: „Ich freue mich besonders für Panagiotis Tsiliakas. Das ist einfach ein toller Mensch, der jetzt zeigen darf, was er kann“, so Steigerwald. Mitarbeiter erhalten Chance „Die Beschäftigung von Mitarbeitern mit einer Behinderung über Zeitarbeit ist ein Gewinn für alle Beteiligten. Der Mitarbeiter erhält eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, der Kunde einen engagierten Mitarbeiter, den er sonst womöglich nicht in sein Recruiting einbezogen hätte. Und wir als Personaldienstleister profitieren gleichermaßen von zufriedenen Kunden und engagierten Mitarbeitern“, so Steigerwald. apm will sein Engagement für die berufliche Inklusion auch in Zukunft weiter ausbauen, unter anderem durch individuelle Unterstützungsleistungen. Antonia Aulbert 17

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