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Z direkt! Extra iGZ-Award 2017

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Z direkt! Kleine Unternehmen 2. Platz: Persorent Berlin Schwarzer GmbH „Wir machen das anders“ Arbeitszeiten nach Wunsch – davon können viele Angestellte nur träumen. Besonders Mütter sind darauf angewiesen, um einer Arbeit nachgehen zu können. Persorent Berlin Schwarzer GmbH lässt diesen Traum wahr werden – und das in einer Branche mit herausfordernden Arbeitszeiten. Junge Mütter können Personaldienstleister vor besondere Herausforderungen stellen: Die Fürsorge für den Nachwuchs erfordert ein höheres Maß an Flexibilität. Aufgrund von Bedenken bleibt das Potenzial von Müttern zum Teil ungenutzt. Wegen der Personalnot in manchen Berufen denken mittlerweile immer mehr Unternehmen um – so auch die Persorent Berlin Schwarzer GmbH. Die Mütter wollen arbeiten Die Firma hat sich auf Arbeitnehmerüberlassung im Bereich Pflege und Erziehung spezialisiert. Arbeitskräfte in diesen Berufen sind stark gefragt. Der überwiegende Teil der Fachkräfte in diesem Feld sind Frauen und oft auch Mütter. Die Arbeitszeiten in diesen Branchen seien aber in der Regel schwer mit dem Familienleben zu vereinbaren. „Normalerweise müssten die Pflegekräfte um 6 Uhr anfangen. Aber sie können beispielsweise erst ab 6.30 Uhr“, beschreibt Ulrike Schwarzer, Inhaberin von Persorent Berlin Schwarzer, das übliche Problem. „Viele Mütter wollen gerne arbeiten“, so Schwarzer, „brauchen aber mehr Flexibilität.“ Deshalb entschloss sich Schwarzer kurzerhand: „Wir machen das anders.“ Ganz bewusst gibt sie Müttern eine Chance und bietet ihnen Arbeitszeiten nach Wunsch. So machte sie aus der Not, geeignetes Personal zu finden, eine Tugend. Gute Mitarbeiter – zufriedene Kunden Die Mütter geben an, wann sie können, und das iGZ- Mitglied leitet diese Daten an die Kundenunternehmen weiter. „Das erfordert viel Abstimmung“, gibt die 47-jährige Chefin zu. Aber das Konzept geht auf: Die Mitarbeiterinnen sind motiviert und machen gute Arbeit. „Die Kunden akzeptieren die anderen Arbeitszeiten, weil sie wissen, dass sie dafür eine gute Mitarbeiterin bekommen“, erklärt Schwarzer. Das Unternehmen ist noch jung, es wurde erst im Mai 2015 gegründet. Heute sind dort bereits 51 externe Mitarbeiter beschäftigt. Claudia Dezembowski (30) arbeitet auch bei Persorent Berlin Schwarzer. Sie ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern. Andere Arbeitgeber hätten ihr womöglich keine Chance gegeben. Schwarzer stellte die junge Frau als Sozialassistentin in einer Kita ein. „Gerade Alleinerziehende sind in der Regel gut organisiert und taff“, bemerkt sie anerkennend. Seit Frühjahr 2016 ist Dezembowski nun dabei und profitiert von den flexiblen Arbeitszeiten. Hohes Potenzial Trotz des hohen Aufwands bei der Abstimmung mit den Kunden wird Schwarzer auch in Zukunft junge Mütter unterstützen. „Hier liegt ein besonderes Potenzial“, merkt sie an. Außerdem freue es sie, wenn sie sieht, wie die Mitarbeiter neues Selbstvertrauen gewinnen. Denn für viele ist Persorent die Chance, nach der Geburt wieder einzusteigen. „Die Mitarbeiter leisten ausgezeichnete Arbeit und bekommen dann auch positives Feedback. So eine berufliche Wertschätzung tut den Menschen gut.“ Antonia Aulbert 12 Laudatorin Dr. Alexandra Schmied (l.) mit Claudia Dezembowski (2.v.l.) und Ulrike Schwarzer (3.v.l.)

Kleine Unternehmen Z direkt! 2. Platz: ABG Industrie Elektro GmbH Vom Helfer zum Facharbeiter Manche Mitarbeiter könnten viel mehr, wenn man ihnen die Möglichkeit gäbe. Tino Sirlins Fall zeigt, dass es sich lohnt, in seine Angestellten zu investieren. Dank der Unterstützung der ABG Industrie Elektro GmbH stieg das Naturtalent auf der Karriereleiter mit großen Schritten nach oben. Eine Ausbildung in der Zeitarbeit – da fällt vielen der Beruf der Personaldienstleistungskaufleute ein. Und auch Gerd Bitsch, Geschäftsführer von ABG Industrie Elektro GmbH, dachte ursprünglich an einen solchen Ausbildungsplatz, als er sich mit der Agentur für Arbeit und der Industrie- und Handelskammer (IHK) traf. Stattdessen bildete er dann einen Mitarbeiter zum Industrieelektriker mit Fachrichtung Betriebstechnik aus. Einsatz als Helfer Bereits seit 2002 beschäftigte ABG Industrie Elektro Tino Sirlin. Der 37-Jährige wurde als Helfer eingesetzt. „Der Qualitätsanspruch beim Kunden stieg beständig“, bemerkte Bitsch. Doch da sein Mitarbeiter keine Ausbildung vorweisen konnte, waren lediglich Einsätze als Helfer möglich. Bei einem Gespräch über Ausbildungsmöglichkeiten mit der Agentur für Arbeit und der IHK kam zufällig ein Sonderförderprogramm zur Ausbildung von Geringqualifizierten zur Sprache. „Da habe ich direkt an Herrn Sirlin gedacht“, beschreibt Bitsch. Abschluss als Jahrgangsbester Der Mitarbeiter war sofort begeistert. „Auf uns kam unheimlich viel Papierkram zu. Wir hatten so etwas schließlich noch nie gemacht“, erklärt Bitsch. Sirlin schloss einen zweiwöchigen Lehrgang als Elektrohelfer so gut ab, dass er direkt im Anschluss die Ausbildung zum Industrieelektriker anfing. „Er wurde aufgrund seiner guten Ergebnisse gleich in das dritte Lehrjahr eingestuft. Die Prüfungsvorbereitungen gingen fast sofort los“, schildert Bitsch. Das Unternehmen stellte ihn bei voller Lohnfortzahlung frei. Außerdem unterstützte ihn der Geschäftsführer mit fachlichem Rat und seelischem Beistand. Das zielstrebige Engagement des Mitarbeiters zahlte sich aus: Er schloss als Bester seines Jahrgangs ab. Zur Ehrung in Darmstadt kam Geschäftsführer Gerd Bitsch mit. „Da waren wir schon alle stolz“, erinnert er sich. Werkstattleiter mit Führungsverantwortung Heute arbeitet Sirlin als Werkstattleiter in der Unternehmenswerkstatt. Er trägt Führungsverantwortung und hat drei Mitarbeiter unter sich. Dank seines Gesellenbriefes und der neuen Position genießt er nun auch ein höheres Gehalt. Die Firma wiederum freut sich über einen motivierten und kompetenten Mitarbeiter. Sogar die IHK und die Agentur für Arbeit wurden auf ihn aufmerksam: „Er wird öfter eingeladen, sozusagen als positive Referenz für das Förderprogramm“, sagt Bitsch. ABG Industrie Elektro GmbH kann sich aufgrund der guten Erfahrungen auch vorstellen, einen Mitarbeiter erneut so zu fördern. Antonia Aulbert Tino Sirlin (5.v.r.), Büroleiterin Jessica Bitsch (4.v.r.), Werner Stolz (3.v.r.), Disponentin Sarah Schmidt (2.v.r.) und Sven Kramer (r.) 13

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