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Z direkt! Ausgabe 3/2013:

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Z direkt! Titelthema Seit 2005 ist der Anteil der Zeitarbeit in der Pflegebranche um 800% gestiegen Stetiger Zuwachs Um über 800 Prozent ist der Anteil der Zeitarbeit seit 2005 in der Gesundheitsbranche gestiegen – der Personalbedarf wächst stetig, und die öffentlichen Mittel fließen kontinuierlich spärlicher in Krankenhäuser und Pflegeheime. 2005 2008 2009 2011 2012 6.073 14.984 21.799 25.045 48.328 18

Anzeige Neben dem steigenden Bedarf an Personal wegen des steigenden Altersdurchschnitts der Bevölkerung wird Zeitarbeit im Gesundheitswesen auch zunehmend als Mittel zur schnellen Reaktion auf Personalausfälle und -schwankungen genutzt. Urlaubsvertretungen und Entlastung in den Schichtdiensten sind weitere Kriterien. Der große Personalmangel zeigt Wirkung: Je nach Qualifikation bekommen Zeitarbeitskräfte deutlich mehr Geld und können zudem Einfluss auf ihre Einsatzzeiten nehmen. Krankenschwestern arbeiten in der Regel in einem Drei-Schicht-Modell. Als Zeitarbeitnehmer kann man bestimmte Schichten ausklammern. Das ist vor allem für Berufsrückkehrer und Alleinerziehende attraktiv. Und: Laut Hans-Böckler-Stiftung ist es für die Kliniken immer noch wirtschaftlicher, die Verrechnungssätze in der Zeitarbeit zu bezahlen, als selbst eine eigene flexible Personalreserve vorzuhalten. Waren am 31. Dezember 2005 insgesamt 6.073 Zeitarbeitskräfte in Gesundheitsdienstberufen im Einsatz, betrug die Anzahl zum 30. Juni 2011 bereits 25.045 Arbeitskräfte. Selbst von der Wirtschaftskrise 2008 / 2009 blieb Zeitarbeit in der Gesundheitsbranche vollkommen unberührt. Die Nachfrage boomte sogar noch weiter: Zum 20. Juni 2008 registrierte die BA 14.984 Zeitarbeitskräfte in der Gesundheitsbranche, im Dezember 2009 waren es 21.799 Beschäftigte. Anschließend strukturierte die BA die Aufteilung nach Branchen neu und fasste diesen Dienstleistungssektor in „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ zusammen. Mit Stand 30. Juni 2012 wurde dafür die Gesamtzahl 48.328 ausgewiesen. Nichtsdestotrotz spielt die Zeitarbeit angesichts der Gesamtzahl der Beschäftigten – im Gesundheitswesen arbeiten rund 2,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter – nur eine untergeordnete Rolle. Sollte der Fachkräftemangel allerdings weiter anhalten, so die Bundesagentur für Arbeit, wird der Anteil der Zeitarbeitnehmer weiter zunehmen. Der Anteil der Zeitarbeitnehmer in Pflegeberufen an der Gesamtheit der Zeitarbeit beträgt rund 16 Prozent (BA, Juli 2012). I Wolfram Linke I Maren Letterhaus 16

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