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Z direkt! Ausgabe 1/2013

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Z direkt! Titelthema: Deutsche Tugenden 18 19 Titelthema: Deutsche Tugenden Z direkt! Ulrike Kreitschmann Yvonne Rüll Maria Penteri „Sie ist mein Engel“ Maria Penteri strahlt: „Ich möchte mich bei allen bedanken! Bei Deutschland, bei hkw personalkonzepte, bei Frau Rüll. Sie alle haben mir eine neue Chance gegeben!“ Vor 18 Monaten kam die gebürtige Griechin mit ihrer Familie nach Deutschland, im Gepäck die Hoffnung auf eine bessere wirtschaftliche Situation. Inzwischen hat die Familie in Fürth bei Nürnberg Fuß gefasst – auch weil Maria Penteri schnell einen Job in der Zeitarbeitsbranche fand. In Griechenland lebte die Familie in einem Einfamilienhaus mit Garten, in Zarkadia-Chrysoupoli, einem Ort 180 Kilometer östlich von Thessaloniki. Maria Penteri schlug sich mit kleineren Jobs durch, ihr Mann arbeitete als Maschineneinsteller in einer Ziegelfabrik. „Während der Saison habe ich in der Kiwi- und Spargelernte geholfen“, erzählt die Griechin. Eine Weile lang kochte sie in einem Kindergarten, dann arbeitete sie für ein Jahr als Tagesmutter. „Eine sichere Arbeit hatte ich nie“, bedauert sie. Doch das Geld reichte für die vierköpfige Familie. Ende 2008 traf die weltweite Wirtschaftskrise schließlich auch Griechenland. „Es wurde immer schwieriger, Arbeit zu finden“, berichtet die 35-Jährige. 2010 verlor ihr Mann seine Anstellung in der Ziegelfabrik, der Betrieb war nach Bulgarien verlagert worden. Auch er versuchte nun, sich mit Gelegenheitsjobs durchzuschlagen, doch die finanzielle Situation bereitete der Familie zunehmend Sorgen. „Mein Mann hat schon lange zu mir gesagt: Maria, wir müssen nach Deutschland gehen“, erinnert sich Penteri. Ihr Mann ist Grieche, hat jedoch bis zu seinem 23. Lebensjahr in Fürth gelebt und spricht daher fließend Deutsch. „Für ihn war es leichter. Mir fiel es sehr schwer, aus Griechenland wegzugehen. Ich liebe mein Land – aber irgendwann waren die Bedingungen zu schlecht“, musste Penteri sich eingestehen. Neubeginn im bayerischen Fürth Zunächst flog nur ihr Mann nach Deutschland. Schnell fand er über die Zeitarbeit einen Job in leitender Funktion bei einem Plastikproduzenten und kümmerte sich um eine Wohnung. Nach einigen Monaten zog Maria Penteri mit den Kindern hinterher. Sofort begab sie sich auf Jobsuche. „Es hatte sich herumgesprochen, dass man bei Personaldienstleistern leichter eine Stelle bekommt“, erzählt Penteri. Trotzdem war es nicht so einfach wie gedacht. Von zehn Zeitarbeitsunternehmen sei hkw personalkonzepte das einzige Unternehmen gewesen, das auf Maria Penteris Bewerbung reagierte. „Ich hatte ein Vorstellungsgespräch und zack – es hat geklappt“, freut sich die ehrgeizige Griechin noch heute. Ihre Augen leuchten, wenn sie an den ersten Kontakt mit Yvonne Rüll, Recruiterin bei hkw personalkonzepte in Nürnberg, zurückdenkt: „Sie hat mir einen Job gegeben, obwohl ich fast nur ‚ja‘ und ‚nein‘ sagen konnte. Yvonne ist mein Engel!“ Denn die Recruiterin habe ihr eine Chance gegeben und somit eine Zukunft für die Familie. Mit Sicherheit Maria Penteri arbeitet als Produktionshelferin bei einem Hersteller von Sicherheitsausrüstung. „Ich bin sehr zufrieden dort“, betont sie. Sie habe nette Kollegen, mit denen sie gut zurecht komme. Und auch der Einsatzbetrieb sei äußerst zufrieden mit ihr. Das Wichtigste aber: Sie hat eine Arbeit und kann gemeinsam mit ihrem Mann ihre Familie ernähren. Und: Zum ersten Mal hat sie einen festen Job. „Wenn es in meinem Einsatzbetrieb nicht mehr weiter geht, schickt mich hkw personalkonzepte zu einem anderen Kundenunternehmen, da ich ja einen unbefristeten Arbeitsvertrag habe. Das gibt mir Sicherheit!“ Maria Penteri ist froh, in Deutschland angekommen zu sein. „Wir wollen für immer hier bleiben“, steht für die Familie fest. Wieder strahlen ihre braunen Augen. Hat sie denn nie Heimweh nach Griechenland? „Doch“, gibt sie zu, „aber ich habe keine negativen Worte. Ich bin dankbar, dass ich hier eine Chance bekommen habe. Hier gibt es für meine Familie eine gute Zukunft.“ I Maren Letterhaus

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