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Z direkt! Ausgabe 1/2013

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Z direkt! Unterwegs 10 11 Unterwegs Z direkt! Fachkräftemangel Panikmache oder traurige Realität? Der Fachkräftemangel ist – gerade im Osten Deutschlands – in aller Munde. Doch wie sieht die Situation wirklich aus? Beim iGZ-Landeskongress Ost in Magdeburg brachten Arbeitsmarktexperten Licht ins Dunkel. Ulrike Kücker, iGZ-Landesbeauftragte Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Kommunikationsexperte Andreas Schöning, Sabine Lange, stellvertretende ver.di-Landesleiterin für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, und Marcel Speker, iGZ- Leiter Kommunikation. iGZ-Landeskongress Ost 2013 Der iGZ-Landesbeauftragte Christian Schmidt dankte den Funktionsträgern Ulrike Kücker, Dirk Hellmann Dass die Situation ernst ist, bestätigten die Zahlen des Instituts für Arbeitsmarktund Berufsforschung (IAB). Schon jetzt bleiben 22 Prozent der ausgeschriebenen Fachkräftestellen unbesetzt – Tendenz steigend. Das liege einerseits daran, dass die Anforderungen an die Qualifikationen der Mitarbeiter stetig steigen, erläuterte Dr. Michaela Fuchs vom IAB den rund 250 Kongressbesuchern. Andererseits sorge der demografische Wandel dafür, dass die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter sinke. Bevölkerungsrückgang Gab es 2005 in Ostdeutschland noch rund 210.000 Schulabgänger, hatte sich diese Zahl bereits 2011 halbiert. Bis 2025 rechnet das IAB in allen neuen Bundesländern mit einem Bevölkerungsrückgang. Gerade Sachsen-Anhalt (minus 15 Prozent), Thüringen (minus zwölf Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (minus zehn Prozent) werden darunter leiden. Am stärksten betroffen ist jeweils die Gruppe der 15- bis 65-Jährigen. Deutsche Arbeitsbedingungen locken Ausländer eigenes Land zu verlassen. In Polen beispielsweise sei die Elternzeit wesentlich kürzer als in Deutschland, es gebe kein Kindergeld, weniger Arbeitslosenhilfe, ein schlechteres Gesundheitssystem. Kombiniert mit den oft höheren Löhnen seien die guten Arbeitsbedingungen in Deutschland für viele Ausländer ein Anreiz. Kulturelle Besonderheiten berücksichtigen Einzig – sie müssen passend angesprochen werden. Dabei spiele Arbeitgebermarketing eine große Rolle, betonte Yasemin Kural, IHK Potsdam. Denn eine attraktive Arbeitgebermarke verbessere auch die Rekrutierungsmöglichkeiten. Wenn ausländische Fachkräfte die Internetseite des Unternehmens beispielsweise in ihrer jeweiligen Sprache aufrufen können, wenn das Unternehmen religiöse und kulturelle Besonderheiten wie nationale Feiertage berücksichtige und den Mitarbeitern vielleicht sogar noch Deutschkurse anbiete, dann steigere das die Attraktivität des Arbeitgebers und somit die Motivation und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter. Austausch und Diskussion der Podiumsdiskussion. Auch in den Pausen nutzten die Kongressbesucher die Gelegenheit, um sich über diese und weitere Fragen auszutauschen. Und so bezweifelte am Ende des Zeitarbeitstages wohl niemand mehr, dass sich die Betriebe im Osten Deutschlands rasch mit dem zunehmenden Fachkräftemangel auseinandersetzen und Lösungsstrategien suchen sollten. Weitere Impressionen vom iGZ-Landeskongress Ost in Magdeburg gibt es online unter www.ig-zeitarbeit.de/kongresse. Anzeige I Maren Letterhaus und Lutz Kleinfeldt (v.l.). Intensive Fachgespräche führten (v.l.) Kirsten Redeker, Anne Rosner, Richard Wagner und Dr. Jenny Rohlmann. Rund 250 Interessierte nahmen am iGZ- Landeskongress Ost in Magdeburg teil. Doch was hilft, wenn im eigenen Land keine Fachkräfte mehr verfügbar sind? Zum Beispiel der Blick ins Ausland, verriet Birgit Dürsch von der European Projectmanagement Company. Viele ausländische Arbeitskräfte schätzten das gute Sozialsystem in Deutschland und seien deshalb bereit, ihr Diese und weitere informative Vorträge lieferten ausreichend Fakten für spannende Diskussionen. „Erleichtern die Branchenzuschläge die Mitarbeiterrekrutierung in Zeiten des Fachkräftemangels?“, fragte Marcel Speker, Leiter der iGZ-Kommunikationsabteilung, nicht nur die Teilnehmer

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