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Z direkt! Ausgabe 1/2005

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| 4 Perspektive

| 4 Perspektive ZEITARBEIT AUF WACHSTUMSKURS Aktuelle Herausvorderungen verlangen flexible Antworten „Personaldienstleistungen müssen in Deutschland eine größere Rolle spielen. Zeitarbeit muss in Politik und Gesellschaft als normaler Dienst- leistungsbereich gelten.“ Das fordert der Vorsitzende des iGZ – Interessenverband Deutscher Ganz egal, welche Perspektiven man wählt: Die Zeitarbeit ist ein unentbehrliches Instrument zur Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes. Zeitarbeitsunternehmen, Bert Dijkhuizen. Denn: „Die deutsche Zeitarbeitsbranche steckt im internationalen Vergleich in den Kinderschuhen.“ Inzwischen werde Zeitarbeit stärker anerkannt. Dennoch hätten andere EU-Staaten einen deutlichen Vorsprung. Die Personaldienstleistungsbranche habe etwa in den Niederlanden ein viel größeres Gewicht als in Deutschland. Der Nachholbedarf liege auf der Hand, bestätigt iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz: „Zeitarbeit liefert einen unentbehrlichen Beitrag zum Wirtschaftswachstum und zur Standortsicherung in Deutschland. Das belegen die jüngsten Statistiken der Bundesagentur für Arbeit. Danach ist die Zahl der Leiharbeitnehmer mit rund 400.000 Arbeitsverhältnissen auf einen neuen Höchststand gewachsen. Vor allem mit Blick auf den verhältnismäßig stark regulierten deutschen Arbeitsmarkt ist die Zeitarbeit für viele Unternehmen ein unverzichtbarer Flexibilitätsanker geworden.“ Angesichts der aktuellen Rekordarbeitslosigkeit setzt sich der iGZ dafür ein, die Möglichkeiten des flexiblen Instruments Zeitarbeit deutlich intensiver als bisher zu nutzen. Die Zeitarbeit verfüge in Deutschland über ein enormes Wachstumspotenzial. Während nur 1,1 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse auf die Zeitarbeit entfallen, liegen diese Werte etwa in den Niederlanden (4,5 Prozent) oder in Großbritannien (4,9 Prozent) deutlich höher. Zeitarbeit, so Stolz, ist eine flexible Antwort auf die Herausforderungen, die es angesichts der Rekordarbeitslosigkeit in der Bundesrepublik zu bewältigen gilt. Angebotsspitzen oder Personalengpässe könnten auf diesem Wege beweglich aufgefangen werden. Dieser Flexibilitätsanker ermöglicht es den Betrieben nach Aussage von Stolz, ihren Personaleinsatz bei Auftragsschwankungen angemessen und zeitnah anzupassen. Kölner Journalisten im Gespräch mit dem iGZ- Vorsitzenden Bert Dijkhuizen, Pressesprecher Marcel Speker und Geschäftsführer Werner Stolz (v.l.n.r.). Z direkt!

5 | Perspektive Weil das so ist, hat Dijkhuizen am Tag des „Job-Gipfels“ in Berlin vom iGZ- Bundeskongress aus ein Signal gesetzt und die Einrichtung eines neuen Arbeitskreises mit dem Arbeitstitel „Vorfahrt für Zeitarbeit“ angekündigt. Den Vorsitz wird iGZ-Vorstandsmitglied Emil Frede übernehmen. Ziel des Arbeitskreises ist es, eine Antwort des Verbandes auf die Herausforderung der Rekordarbeitslosigkeit in Deutschland zu entwerfen und Vorschläge zur weiteren Entbürokratisierung der Branche zu erarbeiten. „Mit dem Instrument Personalüberlassung kann die Branche dazu beitragen, verstärkt Arbeitsplätze zu sichern und neu zu schaffen. Dies kann durch die Rotation der Jobs in der Branche auch zu einer spürbaren Entlastung der Wirtschaft führen. Hier ist es die Aufgabe des Arbeitskreises, Möglichkeiten aufzuzeigen und zu finden, wie unsere Branche verstärkt Personalüberlassungen erhöhen kann“, so Frede. Emil Frede leitet den neuen Arbeitskreis „Vorfahrt für Zeitarbeit“. „Z“ auf dem Vormarsch: Die Wachstumsprognosen der Zeitarbeitsbranche sind vielversprechend. Bert Dijkhuizen betont: „Für mich ist Zeitarbeit der Treibstoff im Wirtschaftsmotor, damit Deutschland nicht im internationalen Vergleich auf ein Abstellgleis gerät. Die deutsche Wirtschaft hat bis vor kurzem auf einem hohen Ross gesessen. Made in Germany war eine Verkaufsmarke. Inzwischen führt die Globalisierung der Wirtschaft dazu, dass nicht länger auf Vorrat produziert werden kann, dass immer mehr Betriebe und Kunden sehr kurzfristig planen und handeln müssen. Das heißt, sie müssen äußerst beweglich auf den Bedarf am Markt reagieren.“ Daher sein Vergleich: Ein Auto läuft nicht ohne Sprit. Zeitarbeit ist Antrieb für die deutsche Wirtschaft. Allerdings sei diese längst nicht soweit, das auch umzusetzen. Zeitarbeit werde immer noch als Personalreserve für weniger qualifizierte Aushilfen angesehen. Die Wirtschaft müsse begreifen, dass Zeitarbeit auch Fachpersonal und Spezialisten stellen kann. Hier liege eine wichtige Zukunftsaufgabe auch in der Berufsausbildung. Der Mangel an Fachkräften sei absehbar, so der iGZ- Bundesvorsitzende. Das Motto des Bundeskongresses „Europa – lernen von den Nachbarn“ sei von anhaltender Aktualität. Ein Beispiel stelle die Quote derjenigen Arbeitnehmer dar, die im Kundenbetrieb verbleiben: Etwa 30 Prozent der Zeitarbeitnehmer bleiben in Deutschland im Kundenbetrieb „kleben“. Auch hier liegt Deutschland verglichen mit anderen europäischen Staaten am unteren Rand: In Frankreich beträgt diese Quote 46 Prozent, in den Niederlanden sogar 53 Prozent. Dijkhuizen zufolge besteht dringender Bedarf, die Rahmenbedingungen für eine effektive Arbeitnehmerüberlassung noch wirtschaftsnäher auszugestalten. Im Ergebnis müsse es bald zu einer Harmonisierung der Bedingungen für die Zeitarbeit in Europa kommen. burchard> hobe M E D I E N . K O M M U N I K A T I O N . P R . T E X T E . F O T O S ANZEIGE Sie haben die Botschaft. Wir vermitteln sie. Wir verstärken sie. Wir bringen sie ans Ziel. Sie haben Erfolg. Experten in Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit gibt es viele. Profis, die individuelle Lösungen finden und passgenau zuarbeiten, wenige. Beispielsweise uns. mehr als 30 jahre zeitung, radio und fernsehen christiane von der burchard-hobe . bertram von hobe tel (0201)843 96 60 . fax (0201)843 793 90 . mobil (0170)861 09 06 burchard-hobe@web.de Z direkt!

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