Aufrufe
vor 5 Jahren

Z direkt! Ausgabe 1/2005

  • Text
  • Zeitarbeit
  • Deutschland
  • Zeitarbeitsunternehmen
  • Wirtschaft
  • Lothar
  • Zeitarbeitsbranche
  • Niederlanden
  • Homburg
  • Deutscher
  • Stolz

| 10 Gastvortrag „DIE

| 10 Gastvortrag „DIE ORGANISATION DER FLEXIBILITÄT MUSS IN PRIVATEN STRUKTUREN ERFOLGEN.“ Um den aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes begegnen zu können, müsse man sich neuer Formen bedienen. Die Zeitarbeit könne hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Späth erwartet eine rasche Zunahme von Zeitarbeitnehmern in Deutschland und spricht von einer zu erwartenden Vervierfachung. „Wenn nur die Hälfte dieser Zeitarbeitsplätze neue Arbeitsplätze beinhaltet und der Rest eine Umwandlung bestehender Jobs darstellt, haben wir schon viel gewonnen.“ Für den gesamten Arbeitsmarkt mahnt Späth drei Attribute an: „Unglaublich flexibel, weiterbildungsintensiv und hochinnovativ“ müssten die Antworten auf die aktuellen Probleme sein. Attribute, die bestechend präzise auch auf die Zeitarbeit zutreffen. Die Organisation der notwendigen Flexibilität müsse eben in privaten Strukturen erfolgen. Er sei nicht gegen die staatliche Arbeitsverwaltung. „Ich habe nur große Zweifel, ob eine so ganz in sich organisierte Verwaltung – auch mit neuen Titeln und neuen Überschriften – im Grunde ein solches Problem bewältigen kann, ohne nicht ein Stück in planwirtschaftliche Strukturen zurückzufallen.“ Späth warnt vor Einfachrezepten zur Bewältigung der großen Probleme in Deutschland, besonders am Arbeitsmarkt („wir sind noch nicht am Ende“). Es gelte nicht allein, im europäischen und weltweiten Wettbewerb der Produkte und Dienstleistungen zu bestehen, sondern schnellstens die Strukturen aufzubrechen. „Der Freiheitsbegriff muss immer ein Element der Neuerung sein. Und die Risikobereitschaft gehört dazu.“ Die Deutschen zeigten allerdings einen Hang, alles als unseriös anzuzweifeln, was mit Flexibilität zu tun habe. Sie hätten schon soviel Selbstzweifel angemeldet, dass sie nicht mehr glaubten, aus den Problemen herauszukommen. Zwar seien die Deutschen beweglich („geradezu Weltmeister“), wenn es gelte, etwas Neues auszuprobieren: Im Leistungsbereich und in der Freizeit. Aber diese Flexibilität dürfe aus ihrer Sicht auf keinen Fall in den Arbeitsprozess eingreifen. Späth gebraucht das Bild vom Zoo, um Sicherheitsdenken und Bürokratisierung zu beschreiben: wie die Zootiere hätten die Deutschen das Jagen verlernt. Warum auch? Der Zoowärter bringe pünktlich Futter. Und speziell in Deutschland sei offensichtlich jedem Tier ein Zoowärter zugeordnet. Zur Person LOTHAR SPÄTH Jahrgang 1937 1967-1970 Bürgermeister von Bietigheim 1970-1974 Geschäftsführer Neue Heimat Baden-Württemberg 1972-1978 Vorsitzender CDU-Landtagsfraktion BW 1978 Innenminister BW 1978-1991 Ministerpräsident BW 1991-2003 Vorstandsvorsitzender Jenoptik AG seit 1998 Moderatorentätigkeiten für n-tv („Späth am Abend“, „Späth zur Woche“) 2000 Preisträger des John J. McCloy-Preises des American Council on Germany seit 2003 Aufsichtsratsvorsitzender Jenoptik AG seit 2003 Vice Chairman der US-Bank Merrill Lynch Z direkt!

11 | Rahmenprogramm BLICK ÜBER DEN TELLERRAND Bunter Abend der Begegnung Wer feste arbeitet, kann auch feste feiern. Der Bunte (Vor-) Abend beim Kölner iGZ- Bundeskongress dient der Begegnung, dem Gespräch und Fachsimpeln, der Entspannung. Wie beim gesamten Kongress freuen sich Teilnehmer und Gäste über die herzliche Aufnahme, ein abwechslungsreiches Programm und gute Betreuung. Der iGZ-Kongress lebt vom Austausch wie von der Gemeinsamkeit. Er blickt nicht nur beim Bunten Abend über den Tellerrand. Die Kölner Band NO LIMITS spielt Livemusik, der Kabarettist und Stimmenimitator Gerald Kollek lässt Prominenz durch den Saal gehen: Altkanzler Helmut Kohl mit seinem politischen Weggefährten Norbert Blüm, Nachfolger Gerhard Schröder, Außenminister Joschka Fischer, TV-Entertainer Alfred Biolek und Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki. Passend zum Kongressthema „Zeitarbeit grenzenlos. Europa – lernen von den Nachbarn“ schmücken blaue Fähnchen mit goldenen Sternen neben den Wimpeln der iGZ-Landesverbände die Tische. Am internationalen Buffet werden Speisen aus Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Deutschland angeboten – entsprechend der Besetzung am nächsten Tag bei der Podiumsdiskussion. Z direkt!

Z direkt!

© 2017, Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.