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Z direkt! | Ausgabe 01 | 2015

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Z direkt! Unterwegs Arbeitsverhältnisse beim iGZ-Landeskongress NRW beleuchtet Mit Zeitarbeit erfolgreicher Auch wenn es in den Medien häufig anders dargestellt wird: Der Anteil sogenannter Normalarbeitsverhältnisse auf dem Gesamtarbeitsmarkt steigt seit 2005. Mit dieser und anderen Statistiken überraschte Dr. Hans-Peter Klös vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln beim iGZ-Landeskongress NRW in Dortmund. Dr. Hans-Peter Klös (IW Köln) stellte beim iGZ- Landeskongress NRW die Entwicklung des Gesamtarbeitsmarktes vor. Leider müsse man hinnehmen, dass Zeitarbeit nicht als Normalarbeitsverhältnis, sondern als atypische Beschäftigung klassifiziert werde, bedauerte Klös. Umso wichtiger war es ihm zu betonen, dass diese Weitere Kongressthemen auf der iGZ-Homepage: Die Rolle der Zeitarbeit in der Wirtschaft Armin Laschet, stellv. CDU-Bundesvorsitzender atypischen Beschäftigungen Normalarbeitsverhältnisse keineswegs verdrängen. 2005 waren 40 Prozent der Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren „normal“ beschäftigt, bis 2013 stieg dieser Anteil auf 46 Prozent. Der Anteil atypisch Beschäftigter sei nahezu konstant geblieben und lag 2013 bei 14 Prozent (2005: 12 Prozent). Auffällig sei jedoch, dass die Zahl der Beschäftigungslosen stark von 35 Prozent auf nur noch 27 Prozent gesunken sei. Gesund und sicher in der Zeitarbeit – VBG Martin Gehrke, stellv. iGZ-Bundesvorsitzender Fit am Arbeitsplatz Prof. Dr. Ingo Froböse Dazu passt die Tatsache, dass mehr und mehr Menschen eine Anstellung in der Zeitarbeit finden, die zuvor entweder arbeitslos oder noch nie beschäftigt wa- Langfristige Beschäftigungen Aktuelle Brancheninfos Werner Stolz, Dr. Martin Dreyer (iGZ) 26

Unterwegs Z direkt! ren. „Zeitarbeit bietet nicht nur gute Eintrittschancen in den Arbeitsmarkt, sie erhöht auch die Chancen, länger im Arbeitsmarkt zu bleiben“, machte Klös zudem deutlich. In einer Langzeituntersuchung nahm das IW Köln neu geschlossene Zeitarbeitsverhältnisse unter die Lupe. Drei Viertel dieser Personen war sechs Monate später noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt, nach zwölf Monaten waren es immer noch zwei Drittel. Mit Zeitarbeit erfolgreicher Zu guter Letzt schaute der Arbeitsmarktexperte auf die wirtschaftliche Situation der Betriebe, die Zeitarbeitskräfte einsetzen. Fast 90 Prozent der befragten Unternehmer gab an, dass Zeitarbeit für die Flexibilität (sehr) wichtig sei. Das gelte ebenso für Fachkräfte wie für Helfer. Mit Blick auf den Umsatz dieser Betriebe stellte Klös fest: Unternehmen mit Zeitarbeitern sind auf ausländischen Märkten präsenter, haben einen höheren Exportanteil und sind innovativer. Strengster Kündigungsschutz Im europaweiten Vergleich liegt Deutschland mit einer Zeitarbeitsquote von 2,2 Prozent leicht über dem Durchschnitt von 1,6 Prozent. Das sei damit zu erklären, dass Deutschland nach den Niederlanden den strengsten Kündigungsschutz habe. Zeitarbeit biete Unternehmen die nötige Flexibilität, um ihren Personalbedarf der Auftragslage anzupassen, und stabilisiere auf diese Weise auch die Stammbelegschaft. Zu viel Einflussnahme Trotzdem versuche der Gesetzgeber immer wieder, Einfluss auf die Zeitarbeit zu nehmen, wunderte sich Klös. „Ich kenne keine andere Beschäftigungsform, die so im Fokus des Gesetzgebers steht“, zeigte sich der Wirtschaftsexperte verständnislos. Maren Letterhaus Zur ausführlichen Kongressberichterstattung: www.ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/ vitamin-z-gesunde-zeitarbeit-in-nrw Beschäftigte nach Beschäftigungsformen 100 90 80 70 60 50 Normalarbeitsverhältnis 40 atypisch beschäftigt 30 20 10 0 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 Selbstständig/mithelf. FA Sonstige Erwerbstätige Inaktive Quelle: IW Köln 27

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