Aufrufe
vor 10 Monaten

Z direkt! 04-2017

  • Text
  • Digitalisierung
  • Unternehmen
  • Mitarbeiter
  • Zeitarbeitsunternehmen
  • Arbeit
  • Employer
  • Digitale
  • Branding
  • Seien
  • Titelthema

Z

Z direkt! Inhaltsverzeichnis Editorial Z direkt! Inhaltsverzeichnis Editorial Verhältnisse kehren sich um Kurz berichtet Recht direkt! EU-Grundverordnung: Datenschutz ernst nehmen Titelthema: Rekrutierung in Zeiten des Fachkräftemangels Arbeitskräftemangel: Innovative Ideen sind gefragt In einigen Berufsgruppen wird es jetzt schon eng Attraktive Arbeitgebermarke hilft bei der Rekrutierung Überholspur Social Media „Aufträge ohne Ende – aber einfach keine Leute“ Neue Wege gehen: Kooperation per Handschlag Digitale Vorstellungsgespräche auf dem Vormarsch? Berlin direkt! Doppelinterview Pascal Kober und Beate Müller-Gemmeke Unterwegs Die Arbeitswelt von morgen 6. Potsdamer Rechtsforum: Treffpunkt für Juristen 6. Potsdamer Rechtsforum: Große Stolperfalle Equal Pay iGZ-Landeskongress Süd: Digitalisierung nicht unterschätzen iGZ-Landeskongress NRW: „Im Internet fehlt der Nasenfaktor“ Gastbeitrag Univ.-Prof. Dr. Christian Scholz 3 4 6 9 10 12 14 16 18 20 23 26 28 29 30 32 34 Verhältnisse kehren sich um Angesichts boomender Wirtschaft und sinkender Arbeitslosigkeit kehrt sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt auch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage um: Immer intensiver wird die Suche nach Fachkräften. Früher nutzten Personaldisponenten 70 Prozent ihrer Arbeitszeit zur Akquise und 30 Prozent zur Anwerbung neuer Mitarbeiter – heute ist es genau anders herum. Verhältnisse, die Zeitarbeitsunternehmen dazu zwingen umzudenken, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. In der neuen Z direkt! hat die Redaktion dieses Thema aufgegriffen, die Situation analysiert und Alternativen thematisiert. Angesichts der sich verschärfenden Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt ist Umdenken jetzt dringend erforderlich, denn wenn die Kundenunternehmen auch in der Zeitarbeitsbranche kein Personal mehr finden, wirkt sich das über kurz oder lang auf die konjunkturelle Situation der Gesamtwirtschaft aus. Verschärft wird die Situation außerdem durch die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG), deren Auswirkungen sich in der Praxis bereits in diesem Jahr und noch deutlicher im kommenden Jahr bemerkbar machen werden. Dank des intensiven Einsatzes des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen konnte wenigstens eine Vielzahl von Restriktionen, wenn auch nicht verhindert, so doch zumindest relativiert werden. Der Branchenruf nach der Tarifautonomie wurde schließlich von der Politik erhört. Öffnungsklauseln, die von der Wirtschaft wie auch von den Gewerkschaften gleichermaßen begrüßt wurden, lassen zumindest Spielräume für den ursprünglichen Zweck der Zeitarbeit zu. Jetzt muss sich die Branche aber erst einmal mit den praktischen Folgen der Gesetzesnovelle auseinandersetzen. Überlassungsdauer und Equal Pay werden die Unternehmen ab 2018 intensiv beschäftigen. Der bürokratische Aufwand wird wachsen und einen Großteil der Arbeitszeit verschlingen. Der iGZ hat bereits gehandelt und Kontakt mit den Softwareanbietern der Branche aufgenommen. In intensiven Gesprächen wurden juristische Aspekte geklärt, die Bedarfe der Zeitarbeitsunternehmen erläutert und deren Umsetzung diskutiert. Die Zeitarbeit braucht Perspektiven, um im nationalen wie internationalen Wettbewerb mithalten zu können. Die Branche kann nur effektiv arbeiten, wenn sie ihre Stärken auch ausspielen darf. Diese Stärken wie beispielsweise die Rekrutierung von Fachkräften, die Integration von Flüchtlingen, die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen oder die Qualifizierung von Mitarbeitern sollten von der Politik künftig deutlich stärker wahrgenommen werden. Immerhin nutzen diese Aspekte der gesamten Wirtschaft und damit auch der Gesellschaft. Das ist aber längst noch nicht alles: Zeitarbeit hat ebenso praktische wie auch professionelle Antworten auf Fragen zur Digitalisierung der Arbeitswelt. Mit ihrer Grundstruktur der Flexibilisierung von Arbeit ist sie ein ideales Instrument zur Bewältigung des stetig wachsenden Flexicurity-Bedarfs, also der Kombination von Flexibilität und Sicherheit. Impressum Herausgeber iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. PortAL 10 , Albersloher Weg 10 48155 Münster E-Mail: presse@ig-zeitarbeit.de www.ig-zeitarbeit.de Chef vom Dienst Wolfram Linke Redaktion Svanja Broders, Maren Letterhaus, Wolfram Linke, Andrea Resigkeit, Marcel Speker Fotos Svanja Broders, Maren Letterhaus, Wolfram Linke, www.fotolia.de Gestaltung, Layout und Satz Svanja Broders, Maren Letterhaus, Wolfram Linke Die AÜG-Reform zeugt nicht gerade von besonderer juristischer Professionalität – die gesetzliche Definition von Equal Pay beispielsweise lässt nach wie vor auf sich warten. Und dass eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten Qualifizierungsmodelle erschwert oder sogar verhindert, Projektaufgaben behindert und nicht einmal für eine Elternzeitvertretung ausreicht, sind Beispiele für eine willkürlich und ohne Sachverstand festgelegte Obergrenze. Was bleibt, ist die Hoffnung auf eine Reform der Reform. Diese Gesichtspunkte sollte der Gesetzgeber nicht vergessen, denn mit der großen Paragraphenkeule ist niemandem gedient. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Zeitarbeitsbranche wenigstens bis zur Evaluation der AÜG-Reform 2021 ohne weitere gesetzliche Einschränkungen weiterentwickeln kann. Bettina Schiller stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende Verantwortlich Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer Texte Svanja Broders, Olaf Dreßen, Maren Letterhaus, Wolfram Linke, Druck IVD GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 240 Chefredaktion Dr. Jenny Rohlmann, Marcel Speker, 49475 Ibbenbüren 2 Maren Letterhaus Dr. Benjamin Teutmeyer www.ivd.de 3

Z direkt!

© 2017, Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.