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Z direkt 03-2018

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Z direkt! Titelthema Titelthema Z direkt! Vom überzeugten PDK-Azubi zum Ausbildungsbotschafter Howest: Abwechslung macht PDK-Ausbildung so attraktiv Von seiner Ausbildung zum Personaldienstleistungskaufmann (PDK) kann Sebastian Howest nur Gutes berichten: „Die Berufsschule hat mir sehr viel Spaß gemacht. Wir hatten eine super Klassengemeinschaft und mein Ausbildungsbetrieb hat mich unterstützt, wo es nur ging“, berichtet er strahlend. Deshalb sei ihm die Entscheidung auch „extrem leicht“ gefallen, als er nach der Ausbildung ein Übernahmeangebot des iGZ-Mitglieds Graeber&Partner bekam. „Das habe ich natürlich gerne angenommen“, so der 25-Jährige. Während der Schulzeit habe Howest die Zeitarbeitsbranche noch gar nicht auf dem Schirm gehabt. „Als ich dann zum ersten Mal von der Ausbildung hörte, habe ich erstmal angefangen zu recherchieren. Dann dachte ich mir: Am besten gucke ich mir das mal in der Praxis an.“ Es folgte zunächst ein Praktikum bei Graeber&Partner. Dabei bekam der Abiturient erste Einblicke in den Büroalltag eines Zeitarbeitsunternehmens. „Ganz schön vielschichtig und abwechslungsreich“, erinnert er sich an seinen damaligen ersten Eindruck. Praktikum beim iGZ Um noch mehr über die Zeitarbeitsbranche zu erfahren, bewarb sich Howest anschließend als Praktikant in der Pressestelle des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). „Da konnte ich die Branche noch mal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernen“, erläutert Howest. Denn neben der täglichen Arbeit lernte er beim iGZ viel über die tariflichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die politische Diskussion und natürlich den Umgang mit kritischen Journalistenanfragen. „Das fand ich total spannend“, blickt Howest zurück. Entscheidung für PDK-Ausbildung Nach einem zweiten Praktikum im Zeitarbeitsunternehmen war die Entscheidung dann endgültig gefallen – und die Freude umso größer, als das iGZ-Mitglied ihm einen Ausbildungsplatz zum Personaldienstleistungskaufmann anbot. Hohe Motivation Mit 20 Klassenkameraden begann er im Spätsommer 2014 seine PDK-Ausbildung im Hansa-Berufskolleg Münster. Aufgrund seiner guten Leistungen durfte er wie einige seiner Mitschüler auch die Ausbildungszeit auf zweieinhalb Jahre verkürzen. „Die Lehrer haben darauf sehr viel Rücksicht genommen und uns gerade in den Wochen vor der Prüfung intensiv betreut“, erzählt Howest. Dass viele Schüler die Ausbildung verkürzten, überraschte ihn nicht. „Bei uns in der Klasse war die Anwesenheitsquote sehr hoch, daran lässt sich ja auch die Motivation der Mitschüler ablesen.“ An die Zeit am Hansa-Berufskolleg erinnere er sich gern: „Einige der Lehrer haben vor unserem Jahrgang keine PDK-Azubis unterrichtet. Sie haben sich aber sehr schnell auf uns eingestellt und es geschafft, den Unterricht auf das Berufsfeld auszurichten.“ Viel Vertrauen vom Arbeitgeber Oft habe sich Howest nach dem Berufsschulunterricht noch mit Klassenkameraden getroffen, um den gelernten Stoff zu vertiefen oder Gruppenaufgaben zu bearbeiten. Howest: „Ich hatte das Glück, dass mein Arbeitgeber mir viel Vertrauen geschenkt hat. Ich durfte selbst entscheiden, ob ich nach dem Berufsschulunterricht noch ins Büro fahre, oder mit Klassenkameraden lerne.“ Vorurteilen selbstbewusst begegnen Seine Antwort auf die Frage, was für eine Ausbildung er denn nun mache, habe oft verwirrte Blicke hervorgerufen. „Mit ‚PDK‘ konnte natürlich überhaupt niemand etwas anfangen – mit ‚Personaldienstleistungskaufmann‘ auch nicht so richtig.“ Oftmals habe er erstmal von Grund auf erklären müssen, was Zeitarbeit eigentlich sei und welche Aufgaben er im Unternehmen habe. „Da kamen dann auch immer einige Klischees und Vorurteile auf. Aber wenn man selbst gute Erfahrungen gemacht hat, kann man sich doch auch selbstbewusst hinstellen und argumentieren, was man an der Branche schätzt“, so Howest. Positive Kundenmeinung Grundsätzlich meint er, die PDK-Ausbildung habe das Image der Branche verbessert. Wenn er beim Kunden als neuer PDK-Azubi vorgestellt wurde, habe er stets positive Reaktionen geerntet. „Die einhellige Meinung war, dass sich die Branche zunehmend professionalisiere, seriöser werde und Zeichen setze“, gibt Howest wieder. Ein positives Image nach außen tragen Darum setze er sich auch gerne dafür ein, den PDK weiter bekannt zu machen. „Besonders im Rahmen von Job- und Ausbildungsmessen informiere ich viel und gern über die Ausbildung“, erläutert Howest. „Der PDK ist aufgrund der Abwechslung im Arbeitsalltag sehr attraktiv, gerade für die jungen Generationen.“ Viele würden mit einer kaufmännischen Tätigkeit eine reine Büroarbeit verbinden. Sie seien dann sehr überrascht, dass diese nur einen Teil des großen Ganzen ausmache. „Ich denke der Beruf wird in Zukunft noch attraktiver werden, da der Trend zu immer abwechslungsreicheren Tätigkeiten geht“, meint Howest. Viele Weiterbildungsmöglichkeiten Auch wenn sich Howest durch die Mischung aus Berufsschulunterricht und Praxis im Unternehmen gut für den Berufsalltag gewappnet fühlt, steht für ihn fest: „Am Ende der Ausbildung hat man natürlich noch lange nicht ausgelernt!“ Wie sein Weg genau weitergehen soll, steht für den 25-Jährigen aber noch nicht fest. „Vielleicht mache ich noch den Personaldienstleistungsfachwirt“, überlegt er. Den habe seine Kollegin gerade begonnen und sei sehr zufrieden. Eine andere Option sei ein duales Studium. „Zum jetzigen Zeitpunkt kommt eine Weiterbildung für mich aber noch nicht infrage. Ich möchte jetzt erstmal in Ruhe sehen, wohin mich die Reise führt.“ Möglichkeiten gebe es schließlich genug. Maren Letterhaus 10 Sebastian Howest berichtete der stellvertretenden iGZ-Pressesprecherin Maren Letterhaus von seiner PDK-Ausbildung. 11

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