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Z direkt 03-2016

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Z direkt! Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Editorial AÜG-Reform: Knapp vorbei ist auch daneben Kurz berichtet Nachgefragt „Zeitarbeitsbranche ist ein Integrationsmotor“ Titelthema: Zeitarbeit hilft Akademikern Alternative für Hochqualifizierte Die perfekte Mischung Zeitarbeit erleichtert Einstieg Studierende bringen frischen Wind in die Firma Recht direkt! Fachliche Weisungsbefugnis bei Akademikern Aktiv Bundesarbeitsministerin überreicht Zertifikat an iGZ Schwerbehinderten eine Perspektive geben Infoportal zur Zeitarbeit Praxistipps zu Papier gebracht Künftiges Fachkräftepotenzial sichern AÜG-Reform in der Lesung Unterwegs Weiterbildung fördert Mitarbeiterzufriedenheit Gastbeitrag Nicole Truchseß 3 4 6 9 10 12 13 16 18 20 22 24 26 28 29 30 Impressum 2 Herausgeber iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. PortAL 10, Albersloher Weg 10 48155 Münster E-Mail: presse@ig-zeitarbeit.de www.ig-zeitarbeit.de Verantwortlich Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer Chefredaktion Maren Letterhaus Redaktion Antonia Aulbert, Maren Letterhaus, Wolfram Linke, Andrea Resigkeit Texte Antonia Aulbert, Maren Letterhaus, Katharina Leusing, Wolfram Linke, Annette Messing, Stefan Sudmann, Dr. Benjamin Teutmeyer, Angelika von Dewitz-Krebs Titelbildidee Antonia Aulbert, Maren Letterhaus, Wolfram Linke Fotos Maren Letterhaus, Wolfram Linke, www.fotolia.de Gestaltung, Layout und Satz Antonia Aulbert, Maren Letterhaus, Wolfram Linke Druck IVD GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 240 49475 Ibbenbüren www.ivd.de

Editorial Z direkt! AÜG-Reform: Knapp vorbei ist auch daneben Rund 90.000 Akademiker sind in der Zeitarbeit tätig und nutzen die zahlreichen Vorteile, die sich ihnen hier bieten. Vor allem die Möglichkeit, bei wechselnden Einsätzen ständig neue Aspekte und Herausforderungen ihres ursprünglich studierten Fachgebiets kennenzulernen, wird sehr geschätzt. Mehrjährige Projektarbeiten sind dabei eher Regel als Ausnahme. veau bleibt. Auf diesen Verdienst müssten die Mitarbeiter dann künftig nach 18 Monaten verzichten. Ingenieure beispielsweise können sich auf diesem Weg selbst zu echten Experten auf den verschiedenen Gebieten basierend auf ihrer Ausbildung weiterentwickeln. Das hat zwei Effekte: Aufgrund ihres kontinuierlich wachsenden Spezialwissens steigt parallel dazu die Nachfrage und damit erhöht sich auch das Gehalt. Denn je seltener die Qualifikation des Mitarbeiters, desto höher ist auch seine Entlohnung – Akademiker- Entgelte werden im Regelfall weit jenseits der Tariftabellen frei verhandelt. Häufig werden sie auch höher bezahlt als das Stammpersonal des jeweiligen Kundenunternehmens. In diesem Zusammenhang stellt sich unweigerlich die Frage nach dem Sinn der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes. Laut Entwurf kann zukünftig ein Einsatz höchstens 18 Monate dauern. Länger als 18 Monate sind jedoch meistens die Mitarbeiter im Einsatz, die in Projektarbeiten eingebunden sind oder zum Beispiel die Vertretung in Elternzeit übernehmen. Zweites Anliegen war die gleiche Vergütung von externen und internen Mitarbeitern in Kundenunternehmen nach neun Monaten. Wenn der Einsatz aber nach 18 Monaten endet, muss der Zeitarbeitnehmer an anderer Stelle wieder mit seinem Einstiegsgehalt auskommen. In elf Branchen wurden Zuschlagstarife vereinbart, mit denen das Entgelt der Zeitarbeitnehmer über neun Monate hinweg dem Gehalt der Stammmitarbeiter angepasst wird – und auch auf diesem Ni- Mit ihrer geplanten erneuten Regulierung will die Große Koalition dem Missbrauch von Zeitarbeit Einhalt gebieten – doch die Branche hat längst selbst überaus wirksame und innovative Voraussetzungen geschaffen, die faire Entlohnung und fairen Wettbewerb gewährleisten. Kein Zweifel, die Branche wird dank ihrer flexiblen Charakteristik – mal wieder – irgendwie mit den AÜG- Änderungen mehr oder weniger gut zurechtkommen, nicht zuletzt auch dank der Öffnungsklauseln. Aber es bleibt die Frage nach der Notwendigkeit dieser Reform – knapp vorbei ist eben auch daneben. Ariane Durian iGZ-Bundesvorsitzende 3

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