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Z direkt 03-2016

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Z direkt! Titelthema firmen, erlernen den richtigen Umgang mit dem Personal, und – so Gewehr – leisten vor allem Projektarbeit wie etwa die Darstellung und Beschleunigung von Prozessen. „Aber auch die schnellere Vermittlung von Mitarbeitern in neue Jobs oder unternehmensrelevante Informationen an das Team per WhatsApp gehören zum Arbeitsalltag“, erläutert Ulrike Gewehr. Dabei freue sie sich stets über innovative Impulse des Nachwuchses: „Eine unserer Praktikumsstudentinnen hat beispielsweise eine neue Kommunikationsform zur Vermittlung von Mitarbeitern entwickelt.“ Unterstützung bei der Bachelorarbeit Praktika mit hohem Motivationsfaktor: „Im Studium fehlen einfach diese Einblicke, und das Praktikum hat mich jetzt bestärkt, später auch im Human Ressources-Bereich zu arbeiten“, bestätigt die 24-jährige Studentin. Wie die Studierenden letztendlich ihr Praktikumswissen umsetzen, bleibt ihnen überlassen. Entweder fließe der praktische Part laut Gewehr mit in die Bachelor-Abschlussarbeit ein, oder es bestehe auch die Möglichkeit, diese Bachelorarbeit zusammen mit dem Unternehmen zu schreiben. Die Themenauswahl sei frei, der Schwerpunkt müsse allerdings im Personalbereich liegen. Zusammenarbeit mit Hochschule Doch wie kommt der Praktikant eigentlich zum Praktikumsplatz? Förderverein und Hochschule nutzen dafür alle Möglichkeiten moderner Kommunikation – Ulrike Gewehr etwa hält regelmäßig Vorträge an der Akademie, in denen sie aus der Praxis referiert. „Häufig kommen die Studierenden anschließend zu mir und erkundigen sich nach einem Platz“, erläutert sie ihre Erfahrungen. Zudem schicke sie Stellenausschreibungen an die Hochschule, die dann auf deren Homepage veröffentlicht werden. Natürlich gebe es auch noch den Hochschulklassiker, das schwarze Brett. Job-Speed-Dating Hinzu kommen Kennenlernveranstaltungen wie etwa „Lunch & Connect“, das für Unternehmen und die Studierenden aller Fachbereiche angeboten werde. Lang sei auch stets die Anmeldeliste für das beliebte „Job-Speed-Dating“. Gewehr: „Zehn Firmen und Das Praktikum hat mich darin bestärkt, später weiter im Personalbereich zu arbeiten. Lisa Jürgens 14

Titelthema Z direkt! Karrieresprungbrett Zeitarbeit Zeitarbeit kann auch ein echtes Karrieresprungbrett sein, selbst wenn man nicht studiert hat. Bestes Beispiel dafür ist Kevin Kreuzberg, der allerdings einige „Umwege“ bis ins Berufsziel Personaldienstleistungskaufmann auf sich nahm: Nach seinem Abitur arbeitete der heute 24-Jährige für ein Jahr im Zeitarbeitsunternehmen seiner Mutter. Anschließend schrieb er sich an der Uni in Mönchengladbach für das Fach Betriebswirtschaftslehre ein. Es war wohl der Unterschied von Theorie und Praxis, der in ihm nach eineinhalb Semestern den Wunsch reifen ließ, Personaldienstleistungskaufmann werden zu wollen. Gesagt – getan: Kreuzberg begann die PDK-Ausbildung und legte dabei einen echten Senkrechtstart hin. In nur eineinhalb Jahren absolvierte er die Ausbildung und schloss am Ende mit der Note „gut“ ab. Während dieser Zeit arbeitete er durchweg beim iGZ- Mitgliedsunternehmen InTime Personal-Dienstleistungen, wo er jetzt in Vollzeit tätig ist. „Ich wachse lang- sam aber sicher in alle Bereiche hinein, die ein modernes Personaldienstleistungsunternehmen bietet“, freut er sich über die vielen Tätigkeitsfelder. Und Kreuzberg hat bereits weitere Pläne für seine Karriere in der Zeitarbeitsbranche: „Im nächsten Jahr nehme ich die Weiterbildung zum Fachwirt in Angriff.“ ig-zeitarbeit.de/bildung/ausbildung/pdk zehn Studierende haben jeweils fünf Minuten Gesprächszeit, um miteinander Kontakt zu knüpfen.“ Danach werde allerdings regelmäßig auch die Chance für vertiefende Gespräche geboten – die Gesprächsteilnehmer werden danach jeweils noch einmal eingeladen. Diese Aktionen sollen ausgebaut werden, und dazu braucht es Unternehmen, die bereits sind, Studierenden das Praktikum zu ermöglichen. „Für diesen Brückenschlag lädt der Förderverein jährlich zum Kamingespräch, um über die Hintergründe aufzuklären und damit die Unternehmen an die Hochschule zu holen“, erklärt Ulrike Gewehr Konzept und Intention. Frische Kenntnisse und neueste Technologien Bei der Realisierung setzt die Unternehmerin auf Flexibilität – Anke Erhardt etwa absolviert ihr ausgedehntes Praxissemester von April bis Oktober als Teilzeitkraft im Unternehmen. In dieser Zeit schreibt sie ihre Bachelorarbeit. Den Mehrwert solcher Praktika weiß die Unternehmerin längst zu schätzen: „Das ist ein ganz anderer Input. Die Studierenden bringen frische Kenntnisse und neueste Technologien in die Firma. Es ist einfach super gut, wenn jemand völlig unbefangen hier hereinkommt und einen ganz anderen Blick auf die tägliche Routine richtet“, freut sie sich. Win-Win-Situation Sie arbeite gern mit jungen Leuten, habe bereits Betriebsabläufe geändert und damit optimiert. „Wir haben uns neu strukturiert und geordnet“, stellt sie dazu fest. Nun wolle sie mit den Studierenden gemeinsam Prozessbeschreibungen erstellen, richtet Gewehr den Blick nach vorn. „Wir können durch die Studierenden die Firma auf den neusten Stand bringen, ohne selbst studiert zu haben, und umgekehrt können die Studenten wertvolle Erfahrungen aus der Praxis mitnehmen“, zieht sie ein positives Fazit aus den Synergieeffekten. Wolfram Linke 15

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