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Z direkt! Hintergrund Foto: Anne Kreuz Online-Serie: Gastbeiträge der Personalwirtschaftsredaktion Personalwirtschaft im Wandel Die iGZ-Projektgruppe „Zeitarbeit 2030“ hat es als These in den Raum gestellt, das iGZ-Mittelstandsbarometer hat es schließlich bestätigt: In Zukunft werden Personaldienstleister in ihrem Angebotsportfolio weit mehr als nur Arbeitnehmerüberlassung für ihre Kunden vorhalten müssen. In einer Online- Serie hat Winfried Gertz, Redakteur beim Fachmagazin Personalwirtschaft, für den iGZ Beispiele und Hintergründe für vier dieser neuen Geschäftsfelder präsentiert. Rekrutierung: Personaldienstleister finden passende Mitarbeiter Neben der Arbeitnehmerüberlassung entdecken immer mehr Unternehmen die Zeitarbeit als effektives Instrument der Personalsuche und Gewinnung von Mitarbeitern. Um Fach- und sogar Führungskräfte zu rekrutieren, gehen die Verantwortlichen methodisch unterschiedlich vor. Zeitarbeit und Recruiting – das passt für Jürgen Seifert, Director HR, Customer Service & ICS der TNT Express GmbH in Troisdorf, hervorragend zusammen. Via Zeitarbeit lernt er viele Fachkräfte kennen, die bei entsprechender Leistung ein Übernahmeangebot bekommen. Diese Methode, Personal zu gewinnen, sei im Vergleich zu herkömmlichen Auswahlgesprächen „viel tragfähiger“. Es ist eben ein Unterschied, ob man jemanden lediglich von der Papierform und dem im Auswahlgespräch gewonnenen Eindruck beurteilt oder aufgrund längerer Beobachtung bei der täglichen Arbeit. „Für mich ist Zeitarbeit deshalb ein wichtiges Rekrutierungsinstrument geworden“, ist Seifert überzeugt. Personalvermittlung: Zeitarbeit bietet immer mehr Dienstleistungen Neben der Arbeitnehmerüberlassung als Kerngeschäft bieten Zeitarbeitsfirmen ihren Kunden weitere Dienstleistungen an, zum Beispiel die Personalvermittlung. Worauf es dabei ankommt, erläutert ein Recruiter, der selbst Erfahrungen in der Personaldienstleistung gesammelt hat. Was passiert, wenn ein Recruiter ein Stellenangebot im Internet schaltet? Blicken wir einfach Marc Mertens über die Schulter. Im Auftrag seines Arbeitgebers, der Firma Autrado in München, die auf webbasierte Vertriebssysteme für den Autohandel spezialisiert ist, sucht Mertens einen Webdesigner. Kaum ist die Anzeige online, klopfen schon die ersten Dienstleister an, um von ihnen betreute Kandidaten ins Gespräch zu bringen. Mertens stört das nicht. Im Gegenteil: Wie schnell die Personalvermittler die Initiative ergreifen, findet er beachtlich. „Networking zählt zu ihren Stärken“, sagt er. „Sie wollen schließlich Geld verdienen statt Geld versenken.“ Mertens scheut sich deshalb auch nicht, sich selbst bei Dienstleistern zu rühren. „Ehe ich die Arbeitsagentur anrufe, suche ich lieber das Gespräch mit einem Personalvermittler.“ Zum Artikel: www.ig-zeitarbeit.de/presse/ artikel/personaldienstleisterfinden-passende-mitarbeiter Zum Artikel: www.ig-zeitarbeit.de/presse/ artikel/zeitarbeit-bietet-immermehr-dienstleistungen 28

Z direkt! Managed Service Provider (MSP): Wie Unternehmen von externen Providern profitieren Wer mit zahlreichen Zeitarbeitsfirmen kooperiert, bindet angesichts des hohen Verwaltungsaufwands wichtige Ressourcen. Eine Alternative ist, wichtige Aufgaben an externe Provider zu delegieren. Unternehmen berichten über gemischte Erfahrungen. Früher kam sich Josef Weigl bisweilen vor wie in einem Ameisenhaufen. Als in Spitzenzeiten bei „Eurocopter“, heute „Airbus Helicopters“, rund 1.400 Zeitarbeitskräfte beschäftigt waren, gingen 70 Personaldienstleister am Stammsitz in Donauwörth ein und aus. Heute steuert der stellvertretende Arbeitsdirektor von einst als Managed Service Provider (MSP) rund 100 Firmen in der Zeitarbeit. Mit seiner Nachfolgerin auf Kundenseite, Andrea Kutschenreuter, spricht er sich täglich ab. Projektmanagement: Grundlage sind tragfähige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen Projekte zu managen, die dem Kunden viel Aufwand abverlangen würden, klingt für die Branche nach einer tragfähigen und zukunftsträchtigen neuen Dienstleistung. Tatsächlich herrscht unter Dienstleistern und Kunden Irritation darüber, was eigentlich unter Projektmanagement in der Zeitarbeit zu verstehen ist. Grundlage für solche zweifellos umsatzfördernden Angebote sind tragfähige, vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen. Sie ermöglichen dem Dienstleister Überzeugungsarbeit zu leisten, indem er Potenziale identifiziert. Damit werden kundeninterne Prozesse und seine Kooperation mit dem Kunden verbessert. Ein solcher Wissenstransfer stärkt das Vertrauensverhältnis und es schafft Mehrwert, indem es etwa zur Einsparung oder Vermeidung von Headcount beiträgt. So unterstreichen Personaldienstleister nicht nur ihre Flexibilität, sondern tragen auch zu höherer Wirtschaftlichkeit bei. Zum Artikel: www.ig-zeitarbeit.de/presse/ artikel/wie-unternehmen-vonexternen-providern-profitieren Zum Artikel: www.ig-zeitarbeit.de/presse/ artikel/mangelnde-klarheitueber-angebotsumfang 29

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