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Z direkt! Unterwegs Unterwegs Z direkt! iGZ-Bundeskongress 2017: Diskussion um Sozialpartnerschaft in der Zeitarbeit Sven Kramer: „Zeitarbeit Blaupause für Digitalisierung“ Von dem Pult, an dem schon Gerhard Schröder und Helmut Kohl sprachen, eröffnete der neu gewählte iGZ-Bundesvorsitzende Christian Baumann den iGZ-Bundeskongress im ehemaligen Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Bonn. Unter dem Motto „Zukunft hoch vier – Zeitarbeit hilft!“ beschäftigten sich die rund 550 Teilnehmer mit den kommenden Herausforderungen. der und Vorsitzender der iGZ-Tarifkommission in einer Diskussion mit Stefan Körzell, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). „Der Abschluss von Tarifverträgen im Jahr 2003 war absolut der richtige Schritt. Wir sind ja mit der untersten Entgeltstufe auch weit über dem gesetzlichen Mindestlohn und werden auch dadurch attraktiv für Mitarbeiter“, betonte Kramer. Experten verhandeln Körzell bestätigte, es sei immer richtig Tarifverträge abzuschließen. „Das muss man nicht dem Gesetzgeber überlassen, denn die Experten sitzen in den Verhandlungsgemeinschaften. Wir haben höchste Regelungskompetenz. Das ist maßgeschneidert, individuell angepasst und deshalb allgemein akzeptiert“, erläuterte das DGB-Vorstandsmitglied. Monitoring Davon machen gerade die Tarifverhandlungen einen wichtig Teil aus. „Wir haben Tarifverträge verhandelt, weil wir eine eigenständige Branche sind“, unterstrich Sven Kramer, stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzenden Tarifverhandlungszeiten führen. Nun müssen wir mal gemeinsam gucken, was die Tarifpartner zusammen regeln können“, schloss Körzell. Kramer indes verdeutlichte, es sei gut und billig, „wenn man sich in Verhandlungszeiten nicht an einem anderen Tisch trifft.“ Nicht verallgemeinern Der stellvertretende iGZ-Bundesvorsitzende erklärte, er hätte lieber mit Körzell und den Gewerkschaften, aber ohne Gesetzgeber verhandelt. Man dürfe nicht nur einen Missstand aufgreifen und ihn dann auf die ganze Branche verallgemeinern. „Aus solch einer Nummer kommt man dann auch schlecht wieder heraus, Ergebnis war denn ja auch die Koalitionsvereinbarung“, mahnte Kramer mehr Fairness im Umgang miteinander an. Digitalisierung gestalten Zum Thema Digitalisierung äußerte Körzell, die Gewerkschaften wollen die Digitalisierung gestalten. Die Frage sei nun: „Wie soll der Wechsel zwischen niedrig qualifizierter Arbeit hin zu qualifizierten Tätigkeiten laufen?“ Körzell: „In Berufsschulen entsteht manchmal der Eindruck, die Schüler haben Unterricht in einem deutschen Museum.“ Flexibler Wandel Kramer erklärte, durch die Digitalisierung würden ja nicht alle Arbeitsplätze wegfallen – es brauche Rahmenbedingungen, um Mitarbeiter in dieser Zeit vernünftig abzusichern, damit sie den Wandel flexibel schaffen. „Zeitarbeit ist eigentlich die Blaupause für die Digitalisierung. Wir brauchen Mitarbeiter und Helfer, die uns dabei unterstützen das zu realisieren“, stellte Kramer fest. Gesetzgeber nicht nötig Körzell folgerte: „Wenn wir das zwischen den Tarifparteien regeln können, braucht man auch keinen Gesetzgeber.“ Jetzt sei erstmal die Bundestagswahl abzuwarten, um zu schauen, wie sich die politische Situation weiterentwickele. Körzell: „Schau´n mer mal.“ Wolfram Linke Kramer reagierte: „Es wäre schön, wenn sich die Gewerkschaften auch so verhalten würden. Aber zuzulassen, dass mit der AÜG-Reform fragwürdige Anweisungen der Bundesagentur für Arbeit durchgewunken werden, ist schon kritisch. Ein vorheriges Monitoring wäre bitter nötig gewesen.“ Diskutierten über die Sozialpartnerschaft in der Zeitarbeit: Sven Kramer (l.), stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzender und Vorsitzender der iGZ-Tarifkommission, und Stefan Körzell, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Gemeinsam regeln Körzell unterstrich, „die Gewerkschaften haben da gesetzliche Regelung angemahnt, wo Zeitarbeit nicht mehr laut gesetzlicher Definition praktiziert wurde.“ Der iGZ und auch die Gewerkschaften seien denn auch heftig unterwegs gewesen, um das zu unterbinden. Wie sich die AÜG-Reform jetzt auswirke, bleibe abzuwarten. „Wenn die Zeitarbeit eine ganz normale Branche sein will, müssen wir auch Dialoge zwischen 34 35

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