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Z direkt 02-2016

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Z direkt! Titelthema iGZ-Bundesvorsitzende organisiert Praktikumsplätze für junge Flüchtlinge Einstieg in das Arbeitsleben 57,4 Prozent der Flüchtlinge in Deutschland sind unter 25 Jahre alt – knapp die Hälfte davon, 25,6 Prozent, sind zwischen 18 und 25 Jahre alt. Grund genug für die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian, ihr Augenmerk genau auf diese Gruppe zu richten und gemeinsam mit der Arbeitsagentur Karlsruhe- Rastatt ein Projekt zur Integration zu entwickeln: Unter dem Titel „Perspektive Einstiegsqualifizierung“ organisierte die Karlsruher Unternehmerin bislang 32 Praktikumsplätze, darunter 15 bei iGZ-Mitgliedsunternehmen. Von der BA und über die Jobbörse werden die Plätze nun an die jungen Flüchtlinge vermittelt. Wer einem Flüchtling eine solche Chance im Großraum Karlsruhe-Rastatt bieten möchte, kann sich direkt bei Ariane Durian (durian@ig-zeitarbeit.de) melden. Ziel ist die Akquise von insgesamt 50 Praktikumsplätzen. „Damit schaffen wir eine weitere Möglichkeit für Flüchtlinge, über die Arbeitswelt in Deutschland Fuß zu fassen“, erläutert Durian die Intention, mit diesem Angebot einen weiteren Integrationsbaustein zu schaffen. Um ihre Kompetenz als Ansprechpartnerin zu gewährleisten, absolvierte die iGZ-Bundesvorsitzende gemeinsam mit dem Geschäftsführer der CONNECT HR-Consulting GmbH, Benjamin Weiler, der auch Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren Karlsruhe ist, die IHK-Fortbildungsmaßnahme „Interkulturelles Training: Türen öffnen – Vielfalt leben vor Ort“. Die Industrieund Handelskammer Karlsruhe thematisiert dabei unter anderem den Umgang mit Verschiedenheit, die Sensibilisierung zum Thema Migration und Integration, das Verständnis von Kultur sowie Stereotype und Vorurteile. In dem interkulturellen Training beschäftigten sich die Teilnehmer beispielsweise auch mit den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen. Deutschland etwa werde als individualistische Kultur eingestuft, während die Flüchtlinge häufig aus kollektivistischen Kulturen kämen, in de- Ariane Durian, iGZ-Bundesvorsitzende. nen die Familie die Kerngruppe sei. Die Gruppe stehe über dem Individuum. Starten soll die Einstiegsqualifizierung der Praktikanten im Oktober 2016. In Teilzeit werden die Flüchtlinge dann ein halbes Jahr lang 25 Stunden in einem Ausbildungsbetrieb absolvieren, die sie auch vergütet bekommen. Außerdem werden sie während dieser Zeit in die Berufsschule geschickt und besuchen in der praktikumsfreien Zeit Deutschkurse mit je 15 Wochenstunden. Ziel dabei ist mindestens das Sprachlevel B1. Parallel dazu lernen die Flüchtlinge auch die kulturellen Besonderheiten des Arbeitslebens in Deutschland kennen. Im Idealfall erlangen sie während der Praktikumszeit die Ausbildungsreife – dann winkt ihnen eine verkürzte Berufsausbildung im jeweiligen Unternehmen. „Dabei“, so Durian, „werden auch Flüchtlinge berücksichtigt, die schon länger in Deutschland sind und eventuell auch Deutschkenntnisse haben.“ Wer der Sprache einigermaßen mächtig sei, habe auf jeden Fall bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt, stellt die iGZ-Bundesvorsitzende fest. Vor allem aber haben sie Anspruch auf ein Praktikumszeugnis. Ein idealer Weg, von dessen Synergieeffekten Arbeitgeber wie Flüchtlinge gleichermaßen profitieren: Allein in Karlsruhe blieben zum Ausbildungsbeginn in diesem Jahr 250 Lehrstellen unbesetzt. Andererseits warten 2.500 Flüchtlinge unter 25 Jahren in dieser Region auf ihre Chance am Arbeitsmarkt. Wolfram Linke 14

Titelthema Z direkt! iGZ-Lehrgang zur Beschäftigung von Flüchtlingen Schulung für Disponenten Die Integration von Flüchtlingen in Arbeit stellt Personaldisponenten vor zahlreiche Herausforderungen. Licht ins Dunkel bringt der dreitägige iGZ-Lehrgang „Integrations-Experten in Zeitarbeitsunternehmen“, an dessen Ende eine optionale TÜV-Zertifizierung in Form eines Multiple-Choice-Tests steht. „Personaldisponenten haben bereits viel Erfahrung im Umgang mit ausländischen Bewerbern und Mitarbeitern“, weiß Annette Messing, Leiterin des iGZ-Referates Bildung in der Zeitarbeit. „Flüchtlinge stellen jedoch nicht nur im juristischen Sinne eine besondere Gruppe dar.“ Neben den formellen Anforderungen komme hinzu, dass die Asylbewerber zumeist einen anderen kulturellen Hintergrund haben. „Dafür müssen Personaldisponenten sensibilisiert und geschult werden“, so Messing. Das Besondere am iGZ- Lehrgang zum Integrations-Experten sei neben den vielfältigen Schulungsinhalten die optionale TÜV-Zertifizierung „Damit sichern wir die hohe Qualität der Weiterbildung“, erklärt Messing. die daraus resultierenden Herausforderungen für die Belegschaft und den neuen Mitarbeiter werden besprochen. Abschließend geht es darum, wie in der eigenen Firma eine Willkommenskultur entwickelt werden kann. Maren Letterhaus Seminartermine Der dreitägige iGZ-Lehrgang „Integrations-Experten in Zeitarbeitsunternehmen“ kostet für iGZ-Mitglieder 1290 Euro zzgl. MwSt. inkl. Abendessen und Übernachtung. Derzeit sind folgende Termine geplant: Rechtliche Aspekte und Fördermittel Das Seminar beginnt mit einem Überblick über die rechtlichen Aspekte. Hier werden nicht nur die Beschäftigungsmöglichkeiten von Flüchtlingen, sondern auch von anderen Bewerbern mit Migrationshintergrund erläutert. Besonderes Augenmerk legen die iGZ-Referenten auf die nötigen Nachweise und Bescheinigungen, die ausländische Bewerber vorlegen müssen. Am zweiten Tag werden die Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgestellt, beispielsweise der Eingliederungszuschuss (EGZ) und die Einstiegsqualifizierung (EQ). Außerdem geht es darum, wie die Kompetenzen ausländischer Bewerber erfasst und bewertet werden können. 9. bis 11. August 2016 in Mainz 3. bis 5. November 2016 in Hamburg 17. bis 19. Januar 2017 in Münster igz-seminare.de Anzeige Kulturelle Unterschiede Wie Kultur das eigene Denken und Handeln beeinflusst, wird am dritten Seminartag behandelt. Am Beispiel der arabischen Kultur werden unter anderem die Unterschiede zwischen den Religionen, Hierarchieverständnissen und Arbeitsgewohnheiten erörtert. Auch Der Versicherungsspezialist für Personaldienstleister. Exklusives Sonderkonzept für Haftpflichtrisiken. 15

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