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Z direkt! 02-2015

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Z direkt! Unterwegs iGZ-Bundeskongress 2015 in Berlin: Extra-Ausgabe der Z direkt! Für die Zukunft wappnen Einen Blick in die Zukunft warfen die knapp 400 Teilnehmer des iGZ-Bundeskongresses im Maritim proArte Hotel in Berlin. Neben den geplanten Regulierungen der Zeitarbeitsbranche standen auch die möglichen Veränderungen des Arbeitsmarktes auf der Agenda. Die Z direkt! Extra-Ausgabe zum Bundeskongress 2015 gibt einen ausführlichen Rückblick auf den Kongresstag. „Tarifkurs halten“ appellierten die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian sowie der stellvertretende Bundesvorsitzende Sven Kramer (r.) und der iGZ-Hauptgeschäftsführer Werner Stolz (2.v.l.) an Reinhard Dombre (DGB). „Die Wirtschaft verändert sich, der Arbeitsmarkt verändert sich. Wie müssen wir uns als Branche verändern, um für die Zukunft gewappnet zu sein?“, fragte iGZ- Bundesvorsitzende Ariane Durian zu Beginn des Bundeskongresses. Es sei wichtig heute schon zu schauen, in welche Richtung die Reise gehen könnte und wie sich die Zeitarbeitsbranche darauf vorbereiten könne. Verschmelzung der Welten „Für die Industrie 4.0 brauchen wir auch einen Arbeitsmarkt 4.0“, drückte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), die Situation in seinen Worten aus. Industrie 4.0 – das bedeutet eine weitere Verschmelzung der digitalen mit der realen Welt. Mehr Computerarbeitsplätze, mehr „künstliche Intelligenz“, mehr robotergestützte Produktionen. Der Arbeitsmarkt 4.0 muss Experten bieten, die projektweise dort arbeiten, wo sie gerade gebraucht werden. Unternehmen werden Wissen dann einkaufen, wenn sie es benötigen. Veränderungen gibt es aber nicht nur auf Arbeitgeberseite. Der demografische Wandel dünnt den Fachkräftemarkt aus. Gleichzeitig wächst auf Seiten der Arbeitnehmer der Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten in einem sicheren Beschäftigungsverhältnis. „Flexicurity“ nannte Prof. Dr. Jutta Rump, Direktorin des Instituts für Beschäftigung und Employability, diese Mischung aus Flexibilität und Sicherheit. Zeitarbeit basiere auf derselben Grundidee. Umfassende Personaldienstleister Künftig werden Zeitarbeitsunternehmen also immer stärker als umfassende Personaldienstleister auftreten, fasste Prof. Dr. Dr. Joachim Möller, Direktor des Instituts 24

Z direkt! für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die Situation zusammen. Sie werden mit Weitblick selbst Personal ausbilden und projektweise an die Kundenunternehmen überlassen. Als Dienstleister suchen sie Folgeprojekte für ihre Mitarbeiter. Damit sind sie das Bindeglied zwischen Industrie 4.0 und Arbeitsmarkt 4.0. Bleibt die Frage, wie das mit den geplanten gesetzlichen Regulierungen in Einklang zu bringen ist. Zwar räumte Peer Steinbrück, Bundesminister a.D., ein, dass der iGZ in der Vergangenheit mit dem Ethik-Kodex und der Kontakt- und Schlichtungsstelle weitreichende Schritte zu mehr Selbstverantwortung gemacht habe. „Die Reform richtet sich an die Unternehmen, die nicht Mitglied im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen sind“, betonte er. Dennoch müssen im schlimmsten Fall auch die iGZ-Mitglieder mit den Problemen einer Höchstüberlassungsdauer und Equal Pay nach neun Monaten zurechtkommen. Handlungsspielraum lassen Reinhard Dombre, ehemaliger DGB-Verhandlungsführer Zeitarbeit, warnte ebenfalls vor zu viel politischem Eingreifen. Die Politik solle lediglich die Leitplanken festlegen. Die konkrete Ausgestaltung wolle man auch künftig selbst mit den Tarifpartnern der Zeitarbeit festlegen. Es bleibt also zu hoffen, dass die Bundesregierung diesem Wunsch entspricht und den Tarifpartnern ausreichend Handlungsspielraum lässt, um den Arbeitsmarkt 4.0 flexibel genug für die Industrie 4.0 auszugestalten. Die Zeitarbeit wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Maren Letterhaus Z direkt! Extra Extra iGZ-BUNDESKONGRESS 2015 Einen ausführlichen Rückblick auf den iGZ-Bundeskongress 2015 bietet das Z direkt!-Extra – erhältlich als Printversion oder als Online-Blätterkatalog unter: iGZ-Bundeskongress 2015 www.ig-zeitarbeit.de/presse/artikel/z-direktextra-zum-igz-bundeskongress 25

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