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Z direkt! 02-2014

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Z direkt! Editorial Aus Europa für Deutschland lernen Die Europawahl liegt hinter uns. Doch während die Journalistenkarawane weiter zum nächsten Thema zieht, bleibt Europa für uns dauerhaft relevant. Denn die Zeitarbeitsbranche hat sich in den meisten unserer Nachbarländer in den vergangenen Jahren – auch unter dem Einfluss der Wirtschaftskrise – sehr deutlich verändert. Auch wenn wir in Deutschland bislang von dieser Entwicklung verschont geblieben sind: Es wäre aus meiner Sicht geradezu fahrlässig, nicht dennoch den aufmerksamen Blick über die Grenzen zu werfen! Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern haben sich in Deutschland Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter gemeinsam auf die wesentlichen Rahmenbedingungen der Zeitarbeit geeinigt. Hier gilt Tarif vor Gesetz. Das führt dazu, dass Mitarbeiter der Zeitarbeit in Deutschland sozial so gut abgesichert sind wie in keinem anderen europäischen Land. Auch wenn wir bestrebt sind, dieses Prinzip weiter festzuschreiben, sollten wir vorbereitet sein: Was kann die Zeitarbeit in Deutschland von anderen Ländern lernen? Auf welche Entwicklungen in unserer Branche und unseren Unternehmen können wir uns schon heute mit einem Blick über die Grenzen vorbereiten? Mit diesen und anderen Fragen haben wir uns beim iGZ-Landeskongress für Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland beschäftigt. Herausgekommen sind dabei interessante Ergebnisse. So ist unter anderem klar geworden: In einem Europa, in dem wir wirtschaftlich immer enger zusammenrücken, werden die Anforderungen an Flexibilität und Dynamik größer. Dies betrifft einerseits die arbeitsorganisatorischen Anforderungen beim Kunden, andererseits die Bereitschaft der Mitarbeiter zur räumlichen Flexibilität. Beides wird zunehmen. Wenn wir den Wirtschaftsstandort Deutschland im europäischen Zusammenhang weiter stärken wollen, muss die Zeitarbeit als wesentlicher Dienstleister für die betriebliche Flexibilität erhalten bleiben und gestärkt werden. Das haben wir nicht nur für uns erkannt, sondern es auch dringend und deutlich an die Politik weitergegeben. Leider gehen die aktuellen Ansätze der Großen Koalition in die falsche Richtung. Darum müssen wir bei der Umsetzung der Vorgaben darauf achten, dass der Jobmotor nicht abgewürgt wird und die Tarifautonomie unserer Branche erhalten bleibt. Die immer wieder geforderte Rückführung der Zeitarbeit auf ihre „Kernfunktion“ ist dabei schon ein starkes Stück der Politik: Will sie den Unternehmen nun vorschreiben, wann und wie sie ihre eigene Flexibilität organisieren sollen? Jüngst hat sich Südwestmetall-Präsident Dr. Stefan Wolf in diesem Zusammenhang darüber beklagt, dass die Politik den Unternehmen in den Rücken falle. Unter strengeren Regeln für die Zeitarbeit würden jedoch nicht nur die Einsatzbetriebe leiden, sondern auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die Zeitarbeit den Einstieg in den Arbeitsmarkt bedeutet. Jahr für Jahr zeigt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit, dass zwei Drittel aller Mitarbeiter in der Zeitarbeit zuvor ohne Job waren. Nicht nur das ist übrigens im europäischen Vergleich ein Spitzenwert. Auch bei der Nachhaltigkeit der Integrationsleistung unserer Mitarbeiter am Arbeitsmarkt stehen wir besonders gut da. Die Herausforderungen, denen wir uns auch weiterhin stellen müssen und auch stellen wollen, werden auch in Zukunft nicht kleiner. Ich bin mir jedoch sicher, dass wir mit dem iGZ als starkem Partner an unserer Seite gut vorbereitet und aufgestellt sind, wenn es darum geht, diesen Herausforderungen zu begegnen. Ariane Durian iGZ-Bundesvorsitzende 2

Inhalt Z direkt! Inhaltsverzeichnis Editorial Aus Europa für Deutschland lernen 2 Kurz berichtet Interview Zehn Fragen an den Vorsitzenden der IG BCE, Michael Vassiliadis Titelthema: Zeitarbeit in Europa Wirtschaftskraft bestimmt Nachfrage nach Zeitarbeit Zeitarbeitsbranche wartet auf das EUGH-Urteil Blick auf Europa Deutschland vermehrt auf Zuwanderung angewiesen PDK-Azubis nutzen Auslandspraktika Reportage Eine Online-Suchseite für Unterkünfte Interview Zwei Jahre KuSS – Torsten Oelmann zieht Bilanz Aktiv iGZ-Projektgruppe "Zeitarbeit 2030" Aus dem Verband Unterwegs iGZ-Bundeskongress in Karlsruhe iGZ-Mitglieder wählten Bundesvorstand Service iGZ-Seminarprogramm - jetzt mit E-Learning 4 6 – 7 8 – 9 10 – 11 12 – 13 14 – 15 16 – 19 20 – 21 22 – 23 24 – 25 26 – 27 28 – 29 30 – 31 32 – 33 Gastbeitrag Holger Schäfer 34– 35 3

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