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im Zeichen guter

im Zeichen guter zeitarbeit Bundeskongress und Mitgliederversammlung in potsdam rückblick Am 27. und 28. März blickte die Zeitarbeitsbranche nach Potsdam – denn dort fand der Bundeskongress des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) mitsamt einer Mitgliederversammlung statt, während der über den iGZ-Ethik-Kodex abgestimmt wurde. Mit großer Mehrheit nahmen die iGZ-Mitglieder dieses neue Instrumentarium an, das die längst gelebten Qualitätsstandards der iGZ- Mitgliedsunternehmen in Worte fasst. Der Ethik-Kodex formuliert nicht nur wie sich Zeitarbeitsfirmen als Arbeitgeber verhalten sollten, sondern setzt auch ethische Grundsätze für das Agieren als Auftragnehmer, im Wettbewerb mit anderen Zeitarbeitsfirmen und im Verhältnis zu Sozialpartnern, Behörden und der Öffentlichkeit. Doch der iGZ-Ethik-Kodex war nicht das einzige Thema, das die Mitglieder beim Bundeskongress bewegte. Denn die Liste der „Zeichen guter Zeitarbeit“, die der iGZ in Potsdam präsentierte, ist lang. „Ethik-Kodex, Mindestlohn, Kompetenzpass, Weiterbildung und das Mittelstandsbarometer – Der iGZ hat sich selbst große Ziele gesetzt und Taten folgen lassen“, begrüßte Ariane Durian, iGZ-Bundesvorsitzende, die rund 400 Teilnehmer der öffentlichen Veranstaltung. Seit jeher habe sich der iGZ der guten Zeitarbeit verschrieben und sich für Fairness und Transparenz eingesetzt. Jetzt sei es Zeit, die Ergebnisse zu präsentieren. Da ist neben dem iGZ-Ethik-Kodex zum Beispiel der neue Kompetenzpass, den der stellvertretende Bundesvorsitzende Sven Kramer den Mitgliedern vorstellte. Damit können Zeitarbeitnehmer künftig sowohl ihre Kompetenzen in den Arbeitseinsätzen, als auch ihre absolvierten Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen in einem Dokument pflegen. Kramer betonte, dieser Kompetenzpass sei objektiver als ein Arbeitszeugnis, und die Mitarbeiterbeurteilung im Bewerbungsfall werde objektiver und somit auch gerechter. Der Pass wird nun fertig entwickelt und realisiert. Von den geladenen Gästen und Rednern gab es in Potsdam viel Lob. Ulf Posé, Präsident des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft, zeigte sich von dem Ethik-Kodex begeistert: „In meiner Wahrnehmung haben Sie eine sehr, sehr gute Arbeit geleistet“. Besonders schätzte er, dass mit der Kontakt- und Schlichtungsstelle (KuSS) eine Möglichkeit geschaffen wurde, Sanktionen zu verhängen. Das sei selten, berichtete Posé aus seiner langjährigen Erfahrung. In dem iGZ-Ethik-Kodex stecke unheimlich viel Klarheit. „Darauf können Sie stolz sein“. MdB Dr. Ralf Brauksiepe, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, überbrachte Grüße aus dem Ministerium: „Auch im Namen von Bundesarbeitsministerin Dr. Ursula von der Leyen möchte ich einen ausdrücklichen Dank für das bisherige Engagement des iGZ aussprechen“. Der iGZ habe in der Vergangenheit Meilensteine gesetzt. Auch in Zukunft wolle das Ministerium daher gemeinsam mit dem iGZ gute Zeitarbeit vorantreiben. Den Ethik-Kodex nannte er ein weiteres Qualitätsmerkmal des Verbandes. Zu den laufenden Tarifverhandlungen äußerte sich Wolfgang Clement, ehemaliger Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit. „Lohnfindung ist Sache der Tarifpartner und ich finde es gut, wenn es dabei bleibt“, stellte er fest und unterstrich, er verstehe den ständigen Ruf der Gewerkschaften nach gesetzlicher Regelung im Bereich der Löhne nicht. Er sei überzeugt, die Zeitarbeit werde gebraucht. Im Anschluss bat Daniel Goffart, Leiter des Wirtschaft- und Politikressorts beim Handelsblatt, Bundespolitiker auf die Bühne. In Kurzinterviews befragte er Beate Müller-Gemmecke (Grüne), Heinrich Kolb (FDP), Josip Juratovic (SPD) und Gitta Connemann (CDU) zu den „Zeichen guter Zeitarbeit“, die der iGZ in den vergangenen Jahren gesetzt hat. Abgerundet wurde der Kongress von einer lebhaften Podiumsdiskussion. Unter der Moderation von Erwin Stickling, Chefredakteur des Fachmagazins Personalwirtschaft, diskutierten Wolfgang Clement, Holger Piening, Leiter der iGZ-Tarifkommission, Martin Kamp, CDA- Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Peter Schüren, Direktor des Instituts für Arbeit-, Sozial- und Wirtschaftsrecht der Universität Münster und Matthias Seidel, Bertelsmann AG zum Thema „Zeitarbeit in der tariflichen Sackgasse?“. Mit einem Vortrag von Klaus Eck, Social-Media- Experte, schloss der inhaltliche Teil des Bundeskongresses ab. In seinem Schlusswort betonte Werner Stolz, iGZ-Hauptgeschäftsführer, dass der iGZ sich selbst stets hohe Ziele setzt und bereits einige gute Erfolge aufweisen kann. Auch in Zukunft werde sich der iGZ darum bemühen, die Branche weiterzuentwickeln. „Das Gängelband der Politik sind wir jedoch nicht“, betonte er. Maren Letterhaus 4 5

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