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Z direkt 01-2018

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Z direkt! Aktiv Aktiv Z direkt! VBG bietet Prämie für AMS-Begutachtung Arbeitsschutz mit System vermeidet Betriebsunfälle Die Automatisierung hat die Gefahren am Arbeitsplatz reduziert, es gibt strengere Vorschriften, bessere Schutzkleidung und mehr Beschilderung – dennoch passieren noch immer Unfälle, die vermeidbar sind. Mit Hilfe der Bescheinigung AMS (Arbeitsschutz mit System) können Zeitarbeitsunternehmen ihre Prozesse optimieren und dafür eine Prämie erhalten. Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) bietet dieses Programm für die Sparte Personaldienstleister an, um den Arbeitsschutz in Unternehmen systematisch zu organisieren und gleichzeitig langfristig zu verbessern. Guter Arbeitsschutz führt zu einer hohen Qualität der Arbeit, fördert die Produktivität, die Leistungsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft der Beschäftigten. Prävention Arbeitsschutz ist viel mehr als das Bereitstellen der persönlichen Schutzausrüstung, das Beachten des Arbeitszeitgesetzes, Unterweisungen oder eine konsequente Arbeitsplatzbegehung. Im Fokus stehen präventive Handlungen und Maßnahmen, welche über die arbeitsmedizinische Vorsorge beziehungsweise Eignungsuntersuchungen hinausgehen. Wichtig ist an dieser Stelle eine risikoorientierte Gefährdungsbeurteilung, um die Höhe und Art der Belastungen der Zeitarbeitnehmer zu erfassen und zu verbessern. Überschaubarer Aufwand Doch der Aufwand ist für jedes Unternehmen, das den Arbeitsschutz auch ohne formale Bescheinigung ernst genommen hat, überschaubar. Auch bestehende andere Zertifizierungen wie OHSAS oder ISO 9001 verkürzen den AMS-Prozess. AMS gibt ein Handbuch vor, um die unterschiedlichen Aspekte und Dokumente aus dem Bereich Arbeitsschutz in eine Struktur zu bringen und zusammenzuführen. Zertifizierungsprozess Das iGZ-Mitgliedsunternehmen Pro Tec Service mit den vier Firmensitzen in Nordhorn, Lingen, Rheine und Damme ist ein positives Beispiel für Arbeitssicherheit am Arbeitsplatz und hat erfolgreich den Begutachtungsprozess durchlaufen. Unfälle vermeiden Irene Schubert, Geschäftsführerin der Pro Tec Gruppe und Arbeitssicherheitsmanagement-Beauftragte, erklärt, worauf es ankommt: „Ziel ist es, Arbeitsunfälle zu vermeiden und das Wohlbefinden der Mitarbeiter im Arbeitsalltag zu stärken. Wir sind seit 2012 nach OHSAS 18001 zertifiziert und haben 2016 AMS integriert. Zu Beginn haben wir Verantwortliche benannt und aufgelistet, was im Bereich Arbeitssicherheit schon geleistet wird und wo noch Defizite vorliegen.“ Bewertungen Hierbei orientiere sich das Unternehmen am Regelwerk des Arbeitssicherheitsmanagementsystems. Im zweiten Schritt beginne das System zu leben. Wo am Anfang die mechanischen Gefährdungen wie Lärm oder Lastenschutz beurteilt wurden, werden laut Schubert nach und nach immer mehr organisatorische und menschliche Gefährdungen bewertet. „Mittlerweile umfasst unsere Gefährdungsbeurteilung 98 Positionen, die jährlich ausgewertet werden. Dazu leiten wir Maßnahmen ab und kontrollieren diese auf ihre Wirksamkeit“, erläutert die Geschäftsführerin. Gelebte Praxis „Wir leben AMS“, betont auch Wolfgang Klausmeier, Geschäftsführer des iGZ-Mitglieds at-work Fachpersonal GmbH & Co KG. Die erste Bescheinigung für Arbeitssicherheit erhielt das Zeitarbeitsunternehmen aus Münster 2012. Ein Handbuch haben sie selbst erstellt. Neben der Unternehmensphilosophie befinden sich darin verschiedene Dokumente, die jedes Jahr aktualisiert werden. „Nach und nach fügt sich jeder Schritt in den Alltag ein und fließt in alle Prozesse. Mittlerweile ist Arbeitssicherheit bei uns gelebte Praxis“, betont Andreas Wenzel, Niederlassungsleiter bei at-work in Oelde. Sinkende Unfallzahlen Für Zeitarbeitsunternehmen gibt es besondere Herausforderungen, die sich durch das Wesen der Zeitarbeit mit wechselnden Tätigkeiten ergeben. Durch das System AMS und andere dieser Art wie SCP und SSP ist es gelungen, die Arbeitsunfälle deutlich zu reduzieren. Seit Jahren sinken die Unfallzahlen. Kamen im Jahr 2007 noch mehr als 34 Arbeitsunfälle auf 1.000 Beschäftigte, liegt die Zahl im Jahr 2014 unter 25. AMS: Der iGZ unterstützt Kristin Woltering Der iGZ unterstützt seine Mitglieder auf dem Weg zum AMS. Der Verband bietet ein Kontaktnetz mit Fachkräften für Arbeitssicherheit an, die gerne bei dem Weg zum AMS unterstützen. Der iGZ hält zudem Unterlagen für die Fachleute bereit, mit denen der Weg zum AMS effizient beschritten werden kann. Alle Informationen zum AMS und zum Prämienverfahren hat der iGZ auf einer eigenen Internetseite zusammengefasst. ig-zeitarbeit.de/ams-arbeitsschutz-mit-system 24 25

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