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Z direkt 01-2016

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Z direkt! Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Editorial Mehrwert iGZ-Kompetenz 3 Kurz berichtet 4 Nachgefragt „Zeitarbeitsunternehmen sind Integrations-Profis“ 6 Titelthema: AÜG-Reform Nicht über die Bande spielen Weitere Nachbesserung ist dringend erforderlich Zeitarbeitskräfte erwarten fatale finanzielle Folgen „Gründe für Zeitarbeit fallen durch Gesetz nicht weg“ 9 10 12 15 Recht direkt! Minijobber in Zeitarbeit sind rechtlich gleichgestellt 18 Hintergrund iGZ-Mittelstandsbarometer: PDK-Ausbildung beliebt Echter Mehrwert für die Ausbildungsvorbereitung 20 22 Aktiv Top-News der Zeitarbeitswelt nun direkt aufs Smartphone 24 Unterwegs Visionärer Blick in die Zukunft der Zeitarbeit iGZ-Landeskongress NRW: Flüchtlinge im Fokus 26 28 Gastbeitrag Torsten Oelmann 30 Impressum 2 Herausgeber iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V. iGZ-Bundesgeschäftsstelle PortAL 10 I Albersloher Weg 10 48155 Münster E-Mail: presse@ig-zeitarbeit.de www.ig-zeitarbeit.de Verantwortlich RA Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer Chefredaktion Wolfram Linke Redaktion Maren Letterhaus Texte Maren Letterhaus, Wolfram Linke, Marcel Speker, RAin Christiane Uhlenbrock Titelbildidee Maren Letterhaus, Wolfram Linke Fotos Maren Letterhaus, Wolfram Linke, www.fotolia.de Gestaltung, Layout und Satz Maren Letterhaus, Wolfram Linke Druck IVD GmbH & Co. KG Wilhelmstraße 240 49475 Ibbenbüren www.ivd.de

Editorial Z direkt! Mehrwert iGZ-Kompetenz Es ist, als habe man ein Déjà-vu: Immer wenn der Arbeitsmarkt in Deutschland vor großen Herausforderungen steht, besinnt man sich gerne auf die Zeitarbeit. Das war beispielsweise im Jahr 2002 so, als eine hohe Arbeitslosigkeit Bundeskanzler Gerhard Schröder zum programmatischen Handeln zwang. Und das ist aktuell mit Blick auf die notwendige Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt nicht anders. Der bemerkenswerte Unterschied ist allerdings: Der Branche wurde damals nicht nur „Sicherheit“ über Tarifverträge auferlegt, sondern auch weitgehende Flexibilität durch den Wegfall bürokratischer Hemmnisse ermöglicht. Insoweit war die Zeitarbeit in der Lage, ihre Stärken voll zu entfalten. Heute sind die politischen Vorzeichen leider etwas anders. Re-Regulierungen stehen leider wieder im Fokus der Debatte. Gesetzliche Equal Pay-Ansätze oder Beschränkungen der Höchstüberlassungsdauer machen flexible Beschäftigungsformen bei einer Umsetzung ohne tarifliche Öffnungsklauseln wieder starrer. Zwar sind sich Politik, Bundesagentur für Arbeit und auch Gewerkschaften weitestgehend einig, dass die Zeitarbeit eine wichtige Rolle auch bei der Arbeitsintegration der Flüchtlinge übernehmen soll. Die Aufgabe vieler Errungenschaften aus der Agenda 2010 wäre hierfür aber kontraproduktiv. Hinzu kommt: Immer noch ist die Zeitarbeit den übrigen Wirtschaftsbranchen als Arbeitgeber nicht gleichgestellt, wenn es um die rechtlichen Möglichkeiten der Beschäftigung sogenannter Drittstaatler geht. Die Herausnahme der Zeitarbeit aus der Vorrangprüfung und der legale Einsatz faktisch erst nach 15 Monaten ist in diesem Zusammenhang eine sachfremde Diskriminierung der Branche. Dies sollte die Bundesregierung alsbald korrigieren. Für uns als iGZ wird es daher immer wichtiger, das weite Feld der Arbeitsmarktpolitik nebst Integration wichtiger Zielgruppen zentral als Verband auch in der Bundesgeschäftsstelle noch systematischer und gezielter aufzubereiten. Hierbei wollen wir Kontaktnetze etwa zur Bundesagentur für Arbeit und zu anderen Institutionen ausbauen, Umsetzungs-Defizite aufspüren bzw. innovative Handlungsansätze entwickeln und das gewonnene Fachwissen unseren Mitgliedsunternehmen exklusiv zur Verfügung stellen. Haben wir diese Inhalte in der Vergangenheit eher als Querschnittsaufgabe in der Bundesgeschäftsstelle umgesetzt und auf verschiedene Schultern verteilt, gibt es nun seit dem 1. März ein eigenständiges iGZ-Referat „Arbeitsmarktpolitik/Integration“. Wir werden mit diesen neuen hauptamtlichen Kapazitäten noch intensiver als bisher unterstreichen bzw. dokumentieren, dass die Zeitarbeit wie keine andere Branche Menschen helfen kann schnell Arbeit zu finden, auch wenn sie gegebenenfalls Vermittlungshemmnisse mitbringen. Dies belegen nicht zuletzt die allseits anerkannten Branchenerfolge bei der Integration etwa von Menschen mit Migrationshintergrund, älteren erwerbsfähigen Personen oder auch Frauen und Männern nach der Elternzeit. Damit das aber so bleibt und noch weiter ausgebaut werden kann, müssen die gesetzlichen und tariflichen Rahmenbedingungen passend und nicht leistungshemmend ausgestaltet sein. Hierzu wollen wir auch zukünftig aktiv unseren iGZ-Beitrag leisten. Marcel Speker Leiter iGZ-Kommunikation und Arbeitsmarktpolitik 3

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