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CSR-Leitfaden-2020

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26 STRATEGIE FÜR EIN

26 STRATEGIE FÜR EIN CSR-MANAGEMENT IN DER ZEITARBEIT Herangehensweise Unternehmen, die sich an das Thema „Unternehmerische Verantwortung/Corporate Social Responsibility“ herantasten, sollten sich von der Informationsflut im Netz nicht abschrecken lassen. Gerade zu Beginn können sie sich kommunikativ auf ihre Stärken konzentrieren und „low-hanging fruits“ z.B. bei Effizienz- und Einsparpotenzialen ausschöpfen. 1. Selbsteinschätzung Eine erste Annäherung kann mithilfe folgender Fragen erfolgen: Über welche CSR-Themen berichten andere Unternehmen der Zeitarbeitsbranche? Wie positionieren sie sich? Welche Bedeutung hat CSR aktuell im eigenen Unternehmen? Und wieviel Überzeugungsarbeit muss geleistet werden? Der Self-Check des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (www.csr-in-deutschland.de/ DE/Unternehmen/CSR-Self-Check/form_node. html), hilft, sich Klarheit über Anknüpfungspunkte, Chancen und Herausforderungen für ein CSR-Management im eigenen Unternehmen zu verschaffen.

Zeitarbeit mit Verantwortung – Ein Leitfaden für iGZ-Mitglieder STRATEGIE FÜR EIN CSR-MANAGEMENT IN DER ZEITARBEIT 27 Themen, die von Anspruchsgruppen generell als wichtig bewertet werden: Unternehmensbelange Arbeitnehmerbelange Sozialbelange Umweltbelange Digitalisierung, Informationssicherheit & Datenschutz Arbeits- und Gesundheitsschutz Gesellschaftliches Engagement Abfallmanagement und Kreislaufwirtschaft Einhaltung sozialer und ethischer Standards Gesundheits-, Sicherheits-, Notfallund Risikomanagement Lieferantenmanagement Biologische Vielfalt (Biodiversität) Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien Mitarbeitereinbeziehung Menschenrechte Energiemanagement Korruptionsbekämpfung Mitarbeiterentwicklung Stakeholder-Dialog Erneuerbare Energien Kundenorientierung Produktentwicklung und Innovationen Vielfalt und Chancengleichheit Ressourceneffizienz Treibhausgase und andere Emissionen Unternehmensführung Wassermanagement Quelle: Stakeholder Reporting GmbH. 2. Wesentliche CSR-Themen bestimmen In den vergangenen Jahren hat sich die CSR-Berichterstattung zunehmend standardisiert. Unter anderem hat sich ein Ansatz zur Bestimmung wesentlicher Themen durchgesetzt, der auch für die strategische Ausrichtung und das Management von CSR bedeutsam ist: die sogenannte Wesentlichkeitsanalyse. Sie dient dazu, Themen mit gesellschaftlicher Relevanz für das Unternehmen zu identifizieren und sich mit der Frage auseinanderzusetzen, welchen Einfluss das Unternehmen auf die Gesellschaft hat. Um die relevanten Themen für das eigene Unternehmen zu bestimmen und in eine Rangfolge zu bringen, sollten zunächst die Anspruchsgruppen (Stakeholder) des Unternehmens identifiziert werden. Zu ihnen zählen beispielsweise die internen Beschäftigten und Zeitarbeitskräfte sowie externe Gruppen wie Geschäftskunden, Lieferanten, Medien, politische Vertreter oder Projektpartner im Bereich des gesellschaftlichen Engagements. Im Vorfeld der Wesentlichkeitsanalyse sollten zunächst die möglichen Themen so formuliert werden, dass sie konkret greifbar (z.B. über Kennzahlen steuerbar) sind. Anschließend sollten sie bewertet und eingestuft werden, beispielsweise über Literaturrecherchen, Interviews, Online-Befragungen oder interne und externe Experten-Workshops. Eine Auswahl und Schwerpunktsetzung der CSR-Themen ist wichtig, weil mit ihr strategische Weichen für eine erfolgreiche CSR-Arbeit gestellt werden. Hier unterstützt der iGZ seine Mitglieder, indem er zusammen mit dem CSR-Dienstleister Stakeholder Reporting branchenrelevante und messbare Themen erarbeitet und sie mit den sogenannten Anspruchsgruppen diskutiert. In dem Musterreport, der sich an diesen Leitfaden anschließt, stellt der Verband unter anderem die Ergebnisse zur Verfügung. Das heißt, iGZ-Mitgliedsunternehmen können die Daten für ihr eigenes CSR-Management nutzen und bequem darauf aufbauen.

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