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Ausgabe 4/2009:

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OHNE ARBEITSSCHUTZ GEHT

OHNE ARBEITSSCHUTZ GEHT NICHTS! PDK-AZUBIS WERDEN IN SICHERHEITS- UND GESUNDHEITSFRAGEN GESCHULT PDK Arbeitsschutz und -sicherheit sind wichtige Themen im Berufsalltag eines Personaldienstleisters. Deshalb wurde dieses Aufgabenfeld auch in den Rahmenlehrplan der Ausbildung zu Personal- dienstleistungskaufleuten aufgenommen. Auf Anregung von Martin Gehrke, im iGZ-Bundesvorstand Fachmann für den Bereich VBG, richtete die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft in ihrer Funktion als gesetzliche Un- fallversicherung eine Seminarreihe mit dem Titel „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit“ ein. Im Unterricht, an dessen Ende ein Zertifikat steht, werden alle Aspekte des Arbeitsschutzes anhand von Beispielen aus der täglichen Praxis vermittelt. Die Z direkt! hat mit zwei PDK-Auszubildenden gesprochen, die an drei Tagen in der VBG-Akademie Gevelinghausen (Sauerland) ihren ersten Seminarblock absolvierten. Anna Piosecka (21) ist Auszubildende in einer Manpower-Nieder- lassung, Rudolf Kuhn (17) ist Auszubildender im iGZ-Unternehmen S & D Service Dienstleistungen GmbH. Beide besuchen das Berufskolleg im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge. Wie gefällt Ihnen Ihre Ausbildung zum PDK und was sind Ihre Aufgaben? Rudolf Kuhn: Meine Ausbildung gefällt mir, weil sie sehr abwechslungsreich ist. Vom Rechnungen schreiben über normale Bürotätigkeiten bis hin zu Bewerbergesprächen durfte ich schon alles machen. Anna Piosecka: Das kann ich bestätigen – die Ausbildung macht mir wirklich Spaß. Mir persönlich ist es wichtig, dass das Aufgabengebiet umfangreich und kein bisschen eintönig ist. Ich übernehme zum Beispiel auch Rekruitingaufgaben, entscheide bei der Bewerberauswahl mit und darf dann auch selbst Vorstellungsgespräche führen. Was war bisher das schönste oder das spannendste Erlebnis in Ihrem Berufsalltag? Anna Piosecka: Die Zusammenarbeit mit Menschen ist generell ganz toll in unserem Beruf. Man hört zum Beispiel ganz unterschiedliche Lebensgeschichten. Da ist schon mal etwas Witziges oder ganz Außergewöhnliches dabei. Spannend ist es auch, wenn wir ein Kundenunternehmen besuchen. Das ist für das passende Matching von Arbeitnehmer und Kundenbetrieb ganz wichtig. Ich finde, man kann erst effek- tiv einen Bewerber suchen, wenn man den Kunden persönlich kennen gelernt hat. Rudolf Kuhn: „Das“ Schönste oder Spannendste kann ich gar nicht im Einzelnen nennen. Jeden Tag passiert etwas Spannendes. Ich finde es im- mer interessant, mit einem Kandidaten im Vorstellungsgespräch zu sitzen. Haben Sie im Berufsalltag häufig mit Fragen des Arbeitsschutzes zu tun? Rudolf Kuhn: Ja klar, wir haben jeden Tag damit zu tun. Jeder Arbeitnehmer wird von uns entsprechend eingewiesen bevor er in einen Kundenbetrieb geht und erhält, falls nötig, seine Arbeitsschutzkleidung. Wir haben schließlich dafür Sorge zu tragen, dass alles stimmt. Ich finde es gut, dass wir PDK-Azubis hier von der VBG sehr anwendungsorientiert geschult werden. Und ein zusätzliches Zertifikat in der Tasche zu haben, ist natürlich auch nicht schlecht. Anna Piotecka: Jeder Bewerber bekommt von uns einen Bogen von der VBG mit einer Art „Einstiegstest“. Das sind – ähnlich wie in der Fahrschule – Fragen zur Arbeitssicherheit. Man kann da nicht durchfallen, aber wir können Lücken feststellen und dann den Arbeitnehmer noch einmal einweisen. Der Bereich Arbeitsschutz ist ja ein sehr umfassendes Thema und wir haben täglich mit verschiedenen Menschen und beruflichen Situationen zu tun. Insofern finde ich es wichtig, dass wir hier auf alle Eventualitäten vorbereitet werden. Wie gehen Ihrer Meinung nach Arbeitnehmer mit dem Thema um? Rudolf Kuhn: Im Grunde kann man sagen, dass unsere Bewerber das Thema ernst nehmen. Wenn sich jemand nicht richtig auskennt, fragt er meistens schon selbst nach den Arbeitsschutzbestimmungen. Anna Piotecka: Ich würde auch sagen, dass sich 90 Prozent der Arbeitnehmer vorbildlich verhalten und sich mit dem Arbeitsschutz in ihrem Job auskennen. Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor? Anna Piotecka: Ich möchte auf jeden Fall nach meiner Ausbildung weiter arbeiten und nicht studieren. Ob ich im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung bleibe oder in Richtung Personalvermittlung gehe, weiß ich noch nicht. Bei Manpower habe ich sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten. Rudolf Kuhn: Ich bin über meine Verwandtschaft zu S & D gekommen. Da ich ja noch ziemlich jung bin, kann ich jetzt noch nicht genau sagen wie meine berufliche Zukunft aussieht. Ich denke, mit dem PDK habe ich auf jeden Fall eine gute Basis. Dr. Jenny Rohlmann 15 16

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