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Ausgabe 4/2006:

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| 4 5 | ccjvhyxcvyxcjvhj Zeitarbeit im Gesundheitswesen ZEITARBEIT FORTE Flexible Personaldienstleistungen als Medizin für die Gesundheitswirtschaft Die Zeitarbeit boomt stärker als der Rest der Wirtschaft. Und innerhalb der Zeitarbeit entwickelt sich der Gesundheitsbereich noch rasanter, als die Branche selbst. Im vergangenen Jahr verzeichnete diese Sparte ein Plus von 70,9 Prozent. Zum Vergleich: Die gesamte Zeitarbeitsbranche nahm in diesem Zeitraum „nur“ um 19,5 Prozent zu. Und auch im Zehn-Jahres-Vergleich schneidet der Gesundheitsbereich imposant ab: Seit 1995 stieg die Zahl der Zeitarbeitnehmer, die in Berufen des Gesundheitsdienstes eingesetzt wurden, um 390 Prozent, während sich die gesamte Zeitarbeit um immer noch imposante 186 Prozent steigerte. Bei einem Blick auf die absoluten Zahlen relativieren sich diese Werte ein wenig, denn der Gesundheitsbereich steigert sich von niedrigem Niveau: Die aktuellsten Zahlen weisen etwas mehr als 6.000 Zeitarbeitnehmer im Gesundheitswesen aus, das sind gerade einmal 1,3 Prozent aller Zeitarbeitnehmer. „Dennoch machen gerade die Steigerungsraten deutlich, dass es hier noch große ungehobene Potenziale gibt“, erklärt iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz. Solange sich die Steigerungspotenziale in dieser Größenordnung weiter entwickeln, sei mit der Zeitarbeit im Gesundheitswesen zu rechnen. Und es gebe eine Reihe von sachlichen Gründen, die dies besonders wahrscheinlich erscheinen lassen, so Stolz. Steigender Personal-, Flexibilisierungs- und Konsolidierungsbedarf sind nachgewiesen. So mache es keinen erkennbaren Sinn, wenn Krankenhäuser, die teilweise noch in Sichtweite zueinander liegen, jeweils für eine Vollauslastung komplette OP-Teams und weitere Mitarbeiter bereithalten. Dies könne über flexible Personalpools ebenso effektiv abgefangen werden. Entsprechende Angebote gibt es bereits heute auf dem Personaldienstleistungsmarkt. Zeitarbeitnehmer im OP sind somit keine Vision mehr, sondern schon heute Realität. Warten auf Verstärkung: Zeitarbeit kann auch im Gesundheitsbereich Personalengpässe beheben. Gleiches gilt für den Pflegebereich. In kleineren Abteilungen hängen die Personalstrukturen oftmals an einzelnen zu pflegenden Menschen mit hoher Pflegestufe. Gibt es hier Veränderungen, hat dies oftmals direkt Auswirkungen auf den geförderten Personalschlüssel. Dann können gerade kleinere Häuser oft genug nicht in der gebotenen Flexibilität reagieren, während größere Einrichtungen dies durch Umschichtungen in ihren Abteilungen bewältigen können. Pflegekräfte, die über Zeitarbeit eingesetzt werden, bieten hier die Möglichkeit zur angemessenen Reaktion. So weit ist die Gesundheitsbranche in Deutschland jedoch noch nicht: „Die gesellschaftliche und gesetzliche Entwicklung der Zeitarbeit ist in unseren Nachbarländern generell weiter. Aber auch im deutschen Gesundheitswesen halten sich die Personalverantwortlichen mit Zeitarbeit noch zurück“, beschreibt Werner Stolz den aktuellen Zustand. Die Gründe dafür sieht er in der zumeist starren Tarifstruktur der öffentlichen Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen und dem noch fehlenden Vertrauen der Personalverantwortlichen gegenüber der Qualität in der Zeitarbeit. Im Moment sei Zeitarbeit im Gesundheitswesen ein Trend, so der iGZ-Bundesgeschäftsführer, der sich erkennbar seinen Weg sucht: „Die bisherige Entwicklung spricht da ganz deutlich für sich.“ Auch wenn sich der Gesundheitsbereich momentan noch an den klassischen Bereichen der Zeitarbeit orientiert und flexibles Personal zunächst überwiegend in Randbereichen wie Technik und Verwaltung zum Einsatz kommt, ist Stolz zuversichtlich: Die Gesundheitswirtschaft wird aus Struktur- und Kostengründen dauerhaft nicht um eine Flexibilisierung ihres Personalbereiches umhin kommen. Qualifiziertes, auch ärztliches Personal, steht hierfür bereit. „Die Zeitarbeit befindet sich in Rufbereitschaft und kann bei einer Alarmierung sofort vor Ort sein“, so Werner Stolz. Die Gesundheitswirtschaft kränkelt - In der ambulanten Pflege wurden 2003 etwa 8 Millionen Überstunden geleistet. Das entspricht laut Pflegebarometer des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. 4.500 Vollzeitstellen. - Der Krankenstand im Gesundheitswesen liegt im Branchenvergleich über dem Durchschnitt. Er liegt in der stationä ren Pflege laut DAK-BGW Gesundheitsreport 2005 in 2004 bei 3,9 % (zum Vergleich: Branchendurchschnitt 3,5 %). - Aus betriebswirtschaftlichen Gründen werden ca. 12.000 offene Stellen in Krankenhäusern sowie etwa 30.000 Stellen in der Seniorenwirtschaft nicht neu besetzt, sagt eine Erhebung des Deutschen Instituts für angewandte Pflegefor schung an der Universität Witten/ Herdecke (dip) e.V.. Eine Verschärfung innerhalb der nächsten Jahre wird erwartet. - Das dip hat ebenfalls herausgefunden: 52 % der befragten Führungskräfte in der Gesundheitswirtschaft beurteilen die Personalsituation in Kliniken sowie Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege als angespannt. - Die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter im Gesundheitsbereich ist nach Umfragen der Bergischen Universität Wuppertal überproportional gering. Mehr als 50 % aller Pflegekräfte denken mehrmals im Jahr, 18 % sogar mehrmals im Monat über einen Berufsausstieg nach. Das Zahlenmaterial wurde zusammengestellt vom Trainingszentrum Zeitarbeit in Dortmund. www.t-z-z-.de. Z direkt! Z direkt!

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