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Ausgabe 3/2010:

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Oberstes gebot: Arbeits-

Oberstes gebot: Arbeits- und Gesundheitsschutz Zur täglichen Routine von Personaldienstleistungskaufleuten gehört auch das breite Feld von Arbeits- und Gesundheitsschutz der Zeitarbeitnehmer. Die VBG bietet dazu ein vierteiliges Seminar für PDK-Azubis an, das auch prüfungsrelevant ist. Die Teilnahme ist für Disponenten nicht verpflichtend, „aber es sollte jeder daran teilnehmen“, sind sich Isabella Adam und Manuel Miguel Staak, PDK-Auszubildende im dritten Lehrjahr, einig. Beide haben die Seminarreihe absolviert und sind nun als Sicherheitsbeauftragte zertifiziert. Manuel Miguel Staak ist als PDK-Umschüler im dritten Lehrjahr. Der 28- Jährige absolvierte in seiner achtjährigen Amtszeit bei der Bundeswehr eine Ausbildung zum Koch. Staak stammt gebürtig aus Bremen und ist jetzt bei der iGZ-Mitgliedsfirma Knop Facharbeit GmbH in Verden beschäftigt, die ihm bereits Interesse an einer Weiterbeschäftigung signalisiert hat. Isabella Adam ist PDK- Umschülerin im dritten Lehrjahr. Die 27-jährige Bremerin ist ausgebildete zahnmedizinische Fachangestellte, Friseurin und Stylistin. Sie ist im iGZ- Mitgliedsunternehmen plan b personal GmbH in Bremen beschäftigt und wird nach ihrer Ausbildung fest in den Betrieb übernommen. Warum sollte denn jeder Personaldisponent an diesen Seminaren teilnehmen? Staak: Uns wurde Basiswissen in Theorie und Praxis vermittelt, das wir jetzt unmittelbar an die Mitarbeiter weitergeben können. Adam: In einer Übungsfirma wurden uns mehrere Berufsfelder in der Praxis vorgestellt. Wir durften beispielsweise MAG-Schweißen und Stapler fahren, wobei der Arbeitsschutz zentrales Thema war – uns wurde auch eindrucksvoll demonstriert, was man bei diesen Tätigkeiten alles falsch machen kann. Und wie sieht der Alltag des zertifizierten Sicherheitsbeauftragten in der Praxis aus? Staak: Wir teilen den Zeitarbeitnehmern mit, welche persönliche Schutzausrüstung sie benötigen – jeder Beruf hat andere Voraussetzungen – und kümmern uns um die Sicherheitseinweisung sowie die Gesundheitsuntersuchung des Zeitarbeitnehmers, die übrigens, je nach Einsatz, ebenfalls unterschiedlich ist. Weiteres wesentliches Element ist der Arbeitsschutz im Kundenunternehmen: Wir weisen unsere interview Kunden auf eventuelle Gefährdungen hin und teilen ihnen mit, dass ein Schutz unbedingt notwendig ist. Adam: Mit der Zertifizierung dürfen wir die Zeitarbeitnehmer unterweisen und schulen. Außerdem ist sie Voraussetzung, wenn ein Zeitarbeitsunternehmen die AMS-Zertifizierung anstrebt. Gibt es Möglichkeiten, das Fachwissen zum Arbeitsschutz weiter zu vertiefen? Staak: Ja, es gibt Angebote, die Qualifizierung noch weiter zu spezialisieren, wie etwa für die Metallbaubranche. Adam: Wenn möglich, wollen wir uns beide weiter qualifizieren. Existiert eine Erfolgskontrolle für die Zertifizierung? Staak: Die Teile 1 bis 3 der Seminarreihe schließen jeweils mit einem Test ab, der bestanden werden muss. Die Fragen sind übrigens auch fester Bestandteil der PDK-Prüfung, obwohl das Seminar bislang nicht Pflichtbestandteil der Ausbildung ist. Es ist aber unabdingbar und sollte auf jeden Fall zur Pflicht werden. Adam: Da die Reihe untereinander aufbaut, bekommen wir auch Hausaufgaben wie zum Beispiel das Erstellen von Arbeitsplatzprotokollen und -begehungen, die dann im Folgeseminar abgefragt werden. Warum sollte das Seminar Pflicht für Disponenten und PDK-Azubis werden? Staak: Das Auswahlverfahren für Zeitarbeitnehmer trifft die Dispo. Vermittelt ein Disponent den Zeitarbeitnehmer in den falschen Job und es passiert ein Unfall, haftet der Disponent. Mit dem im Seminar vermittelten Wissen wird also nicht nur das Unfallrisiko des Zeitarbeitnehmers verringert, sondern auch das Auswahlverschulden des Disponenten reduziert. Adam: Die Zertifizierung ist ein ganz großer Schritt für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Wir können nur dringend raten, das Seminarangebot wahrzunehmen. Wolfram Linke Speziell für Personaldienstleistungskaufleute bietet die VBG ein vierteiliges, aufeinander aufbauendes Seminar an, dessen Inhalt auch Bestandteil der PDK-Prüfung ist: Teil 1: Einführung in die Grundlagen des Arbeitsschutzes; Dienstleistungen der VBG; Betrieblicher Arbeitsschutz; Erkennen von Gefährdungen und Belastungen; Gesprächsführung im Arbeitsschutz; erste Schritte im Unternehmen. Teil 2: Die Rolle der Personaldienstleistungskauffrau / des Personaldienstleistungskaufmanns und deren Verantwortung; Bedingungen für eine erfolgreiche Dienstleistung Zeitarbeit; das Arbeitssystem des Kunden; Beurteilung des Arbeitssystems des Kunden; Aufgabenstellung für die Praxisphase. Teil 3: Aufarbeitung der Praxisaufgabe aus Teil 2; Integration des Arbeitsschutzes in den Überlassungsprozess; Arbeitsschritte des Überlassungsprozesses und Arbeitsschutzelemente; Unterweisung; Erste Hilfe; Umgang mit Störungen bei der Überlassung; Gruppenarbeiten anhand von Praxisbeispielen; Gesprächsführung: Kommunikation mit Kunden. Teil 4: Überlassungsfelder der Zeitarbeit: Überblick und Informationsmöglichkeiten zu Berufsbildern; Ausgewählte Tätigkeitsfelder in der Metall- und Holzbearbeitung, Überblick über Berufsgruppen und Tätigkeitsfelder in der Metall- und Holzbearbeitung, vertiefte Informationen zu ausgewählten Tätigkeitsfeldern, Gruppenarbeit und Präsentation; Werkstattbesuch, Auswertung des Werkstattbesuchs; Vorstellung weiterer Tätigkeitsfelder. anzeige Andere sagen – wir tun! E S Softwarelösung für Personaldienstleister: innovativ, web-basierend, modular, integriert, flexibel. 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