Aufrufe
vor 3 Jahren

Ausgabe 3/2008:

  • Text
  • Zeitarbeit
  • Arbeit
  • Branche
  • Unternehmen
  • Zeitarbeitsbranche
  • Zeitarbeitsunternehmen
  • Zeitarbeitnehmer
  • Olaf
  • Zeit
  • Bettina
  • Licht

seminar seminar Der

seminar seminar Der „Richtige“ Leserbrief Nettoleistungen in der Zeitarbeit Weitere Tipps und Tricks zur Öffentlichkeitsarbeit gibt´s in den Presseseminaren für Anfänger und Fortgeschrittene, die entweder einzeln, oder als zweitägiger Workshop gebucht werden können. Termine: 28./29.10.08: Köln 12./13.11.08: Stuttgart 03./04.12.08: Berlin Dieser Leserbrief erschien als Reaktion auf die Berichterstattung über die Verleihung des Journalistenpreises „Das Blaue Z“ in den Westfälischen Nachrichten. Ganz offensichtlich befasst sich der Autor allerdings nicht mit dem Bericht über das Ereignis, sondern nimmt es zum Anlass, die Zeitarbeitsbranche an sich zu verurteilen. Thema verfehlt - eigentlich hätte der Leserbrief gar nicht erscheinen dürfen. Redaktionen sind jedoch für jede Reaktion aus der Leserschaft dankbar. Daraus ergibt sich die gute Chance, selbst mit einer Antwort darauf ins Blatt zu kommen. Ganz wichtig dabei ist eine möglichst sachliche und objektive Formulierung des Schreibens - wobei kleine (ironische) Spitzfindigkeiten meist ein positives Echo hervorrufen: Die Zeitarbeit wird Gesprächsund damit Diskussionsthema an den Arbeitsplätzen - man redet darüber! Besonders ist aber darauf zu achten, dass der Brief weder persönliche Angriffe, noch Verbalattacken an sich enthält. Seriöse Aufklärung über die Zeitarbeitsbranche, ihre Intention, Motivation, Ziele und Erreichtes bewirkt wesentlich mehr, als bloßes „Draufhauen“. Die Leserschaft fühlt sich damit informiert und aufgeklärt, Vorurteile werden abgebaut. Fakten (Zahlen zur Branche verdeutlichen, die Zeitarbeit ist der Jobmotor der deutschen Wirtschaft, Aufschwung dank Zeitarbeit) untermauern den Effekt zusätzlich. „Was immer du schreibst - schreibe kurz und sie werden es lesen, schreibe klar, und sie werden es verstehen, schreibe bildhaft und sie werden es im Gedächtnis behalten“ (Joseph Pulitzer). Damit landet auch der ursprüngliche Autor im Aus - im besten Fall kann auch er überzeugt werden. Mit der richtigen Argumentationskette entwickelt sich eventuell auch eine muntere Leserbriefdebatte, die sich über einen längeren Zeitraum hinzieht - die Leser diskutieren via Brief die Thematik, Zeitarbeit wird Stadtgespräch! Ganz wichtig: Grundsätzlich immer die vollständige Anschrift angeben - wenn möglich auch mit Telefonnummer. Viele Redaktionen melden sich zwecks Überprüfung der Authentizität eines Briefes/Autors. Natürlich gibt es auch eine Alternative: gar nicht reagieren - nichts ist so alt wie die Zeitung von morgen - ein Leserbrief gerät schnell in Vergessenheit, wenn er nicht mindestens exzellent geschrieben ist und darin ein absolut heißes Eisen angefasst wird. Die Zahlung steuerfreier Leistungen wie Fahrtgelder, Verpflegungsmehraufwendungen und Unterkunftskosten ist seit dem 01.01.2008 nicht mehr ohne Weiteres möglich. Viele Zeitarbeitunternehmen sehen aufgrund der neuen Rechtslage mit Schrecken, dass Ihnen ein wichtiges Werbeinstrument für neue Mitarbeiter droht aus der Hand genommen zu werden. Die Gleichung Zeitarbeit = Einsatzwechseltätigkeit = Zahlung steuerfreier Reisekosten gilt seit diesem Jahr nicht mehr. Neuerdings ist für die Frage der Zahlung steuerfreier Reisepauschalen allein entscheidend, ob die Tätigkeit im Entleihbetrieb auf Dauer angelegt ist oder nicht. Jedoch geben weder die Lohnsteuerrichtlinien noch Erlasse des Bundesministeriums der Finanzen hier eine Auslegungshilfe. Rechtssicherheit kann derzeit nur im Wege einer Anrufungsauskunft beim örtlich zuständigen Betriebsstättenfinanzamt geschaffen werden. Die so genannte Anrufungsauskunft gemäß § 42e Einkommenssteuergesetz ist rechtlich verbindlich. Es besteht Anspruch auf eine klare und eindeutige Antwort seitens des Finanzamts. Es können jedoch nur konkrete Sachverhalte einer Klärung zugeführt werden. Ein Anspruch auf eine allgemeine Rechtsauskunft besteht nicht und hilft dem Unternehmen auch nicht weiter. Entscheidend ist, dass seitens des anrufenden Unternehmens herausgearbeitet wird, dass die Tätigkeit im Entleihbetrieb nicht auf Dauer angelegt ist. Dies ist wiederum an der Vertragsgestaltung festzumachen. Die Arbeitnehmerüberlassungsverträge sollten z.B. -wenn möglich- nicht mehr unbefristet abgeschlossen werden. Im Rahmen des Seminars Reisekostenrecht in der Zeitarbeit werden Ihnen entsprechende Formulierungshilfen sowie Information u.a. zu folgenden Aspekten an die Hand gegeben: . regelmäßige Arbeitsstätte . Verpflegungsmehraufwand . Übernachtungspauschalen . Steuerfreie Sachzuwendungen . Auslandspauschalen . Fahrtkosten . Auswärtstätigkeit . Entfernungspauschale, 20-km-Regelung . relevante Rechtsprechung iGZ-Seminare: Reisekostenrecht – auch 2009 wieder im Programm. Achten Sie auf unsere Hinweise im Internet unter www.ig-zeitarbeit.de RA Stefan Sudmann (links) und RA Dr. Martin Dreyer, Referat Arbeits- und Tarifrecht 14 15

Z direkt!

© 2017, Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.