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Ausgabe 3/2008:

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iGZ-Bundeskongress

iGZ-Bundeskongress 2008: Zehn Jahre im Dienst der Branche bundeskongress Der iGZ-Landesbeauftragte für Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Olaf Richter, setzte sich bei den Wahlen zum iGZ-Bundesvorsitzenden im Rahmen der Mitgliederversammlung im Juni in Hamburg durch und löste in dieser Funktion Volker Homburg ab. Einer der Höhepunkte des iGZ-Bundeskongresses im Juni war der Besuch des Bundesarbeitsministers Olaf Scholz. Olaf Richter, neuer iGZ-Bundesvorsitzender Als Vertreter wurden Georg Sommer (Augsburg) und Ariane Durian (Karlsruhe) in ihren Ämtern bestätigt. Zu Beisitzern wurden Martin Gehrke (Duisburg), Dr. Ansgar Lauterbach (Berlin), Jürgen Nodop (Hamburg) und Bettina Schiller (Bremen) gewählt. „Mich finden sie auf der Seite der Zeitarbeitsbranche!“ – das klare Bekenntnis des Bundesarbeitsministers Olaf Scholz verdeutlicht den hohen Stellenwert, den die Zeitarbeitsunternehmen in der deutschen Wirtschaft haben. Der Minister sprach sich in seiner Festrede zum zehnjährigen iGZ-Bestehen vehement für die Einführung vor allem branchenbezogener Tarif-Mindestlöhne aus. In seiner engagierten Rede führte er Großbritannien als Beispiel für die positiven Auswirkungen der Mindestlohnregelung an – das Land hat Vollbeschäftigung“, stellte Scholz fest. Es spreche also recht wenig dafür, dass Mindestlöhne Arbeitsplätze kosten. Formal seien in Deutschland nun alle Voraussetzungen für die Aufnahme der Zeitarbeitsbranche in das Arbeitnehmer-Entsendegesetz erfüllt, so wie es die Bundesregierung vor einigen Monaten verabredet habe. Die notwendigen Anträge seien von den Arbeitgeberverbänden iGZ und BZA sowie den DGB- Gewerkschaften gestellt. „Ich bin sicher, dass sich die Vernunft bei allen Beteiligten am Ende durchsetzt“, setzte der Minister ein Signal – und bekam dafür vom iGZ-Bundesvorsitzenden Olaf Richter als optische Unterstützung symbolisch eine Kelle mit dem Hinweis „Grünes Licht für den überfälligen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche“ überreicht. Bereits am Tag zuvor feierte der iGZ seinen runden Geburtstag mit einem lockeren Mix aus Talk und Unterhaltung. Die Journalistin Angela Michael moderierte mehrere Gesprächsrunden zur Entstehung, Entwicklung und Geschichte des Verbandes. Das Hamburger Scharlatan-Theater servierte nicht nur launige Comedy, sondern den verdutzten Gästen auch die Getränke. Für den geselligen Teil des Abends zeichnete die Live-Band „Heartbeats“ mit Bettina Schiller als Frontfrau verantwortlich. Mit einer beeindruckenden Rede positionierte er sich klar auf der Seite der Zeitarbeitsbranche: „Ich bin aber ganz sicher, am Ende werden Tarifhoheit und Vernunft den Sieg davon tragen. Mich finden Sie dabei auf der Seite der Zeitarbeitsbranche“. Auch zur Entwicklung hin zu einem festen Faktor der deutschen Wirtschaft nahm Scholz Stellung: „Die 2002 verabschiedete und 2004 in Kraft getretene Reform des Gesetzes zur Arbeitnehmerüberlassung brachte die Wende. Und zwar wegen der Art der Regelungen ebenso, wie durch die Entstehungsgeschichte des Gesetzes. Denn es bietet ein gutes, ein anschauliches Beispiel, wie das Zusammenspiel von Sozialpartnern und Politik funktionieren kann“. Die Sozialpartnerschaft sei in seinen Augen der erfolgreichste Weg, um die Arbeitswelt so an die Erfordernisse anzupassen, dass die berechtigten Interessen von Arbeitgebern berücksichtigt werden und gleichzeitig die Arbeitnehmer angemessen sozial geschützt werden. Bei der Reform der Arbeitnehmerüberlassung sei allen Beteiligten bewusst gewesen, dass nur aus einem fairen Interessenausgleich eine Win-Win-Situation erwachsen könne. „Das ist Sozialpartnern und Bundesregierung gelungen.“ Und damit begann – so Scholz - auch ein Siegeszug: „Die Zeitarbeit schreibt seit der Reform des AÜG eine Erfolgsgeschichte. Ihr Image hat sich zweifelsohne verbessert. Dieser Faktor ist gar nicht zu überschätzen, wenn man wie Sie erfolgreich um qualifizierte Arbeitnehmer werben möchte.“ Seit der Reform habe sich die Zahl der überlassenen Leiharbeitnehmer um über 400.000 erhöht. Das sei eine Steigerung von über 120 Prozent. „Ende Juni 2007 waren über 730.000 Leiharbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer in der Zeitarbeit beschäftigt. Damit trägt die Zeitarbeit zur insgesamt guten Entwicklung am Arbeitsmarkt bei.“ Die Entwicklung sei beachtlich: „Wir haben rund 1,6 Millionen Arbeitslose weniger als vor drei Jahren. Die Zahl der Erwerbstätigen liegt bei knapp 40 Millionen, und über 27 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind sozialversicherungspflichtig beschäftigt.“ Die Zeitarbeitsbranche habe einen messbaren Anteil an der guten Entwicklung - auch weil die Zeitarbeit mithelfe, dass sich Wirtschaftswachstum schneller als früher in mehr Beschäftigung niederschlagen könne. „In der Zeitarbeit entstehen viele Arbeitsplätze, es ist eine Branche, die noch erhebliches Potenzial haben kann. Mit der Reform der Arbeitnehmerüberlassung, dem Einsatz für gute Arbeit und dem kommenden Mindestlohn in der Zeitarbeit schlugen und schlagen wir Pflöcke ein, damit diese gute Entwicklung weitergehen kann. Zum Nutzen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Darum gilt es, die Reform gemeinsam zu verteidigen und Notwendiges gemeinsam aufs Gleis zu setzen, um die Branche im Interesse aller Beteiligten vor Auswüchsen und Missbrauch zu schützen. Ich helfe dabei gerne.“ Olaf Scholz, Bundesminister für Arbeit und Soziales „iGZ fairändert Zeitarbeit“ – im Rahmen des Bundeskongresses feierte der Arbeitgeberverband auch sein zehnjähriges Bestehen. Podiumsdiskussionen und ein Blick auf die zehnjährige Erfolgsgeschichte des größten Zeitarbeitsbranchenverbandes iGZ gehörten ebenfalls zum Kongressprogramm. 10 11

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