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Ausgabe 2/2009:

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presseschau zeitarbeit

presseschau zeitarbeit schwarz auf weiß iGZ im spiegel der Presse Zeitarbeitsbranche das Barometer der deutschen Wirtschaft Erhebliches rechtliches Risiko Ariane Durian Mittel- und langfristig hat die Zeitarbeitsbranche eine große Zukunft. Unsere Mitarbeiter werden die ersten sein, die wieder gefragt sind, wenn wir aus der Wirtschaftskrise herausgehen. Kundenunternehmen werden sich erst einmal zurückhalten mit Neueinstellungen fester Mitarbeiter, erklärte die iGZ-Bundesvorsitzende Ariane Durian. Olaf Scholz Das Urteil des Berliner Arbeitsgerichts hat, wenn es auf dem Instanzenweg bestätigt wird, weitreichende Konsequenzen. Allerdings überrascht mich das Urteil nicht, sagte Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD). Tarifverträge, insbesondere solche die gesetzliche Rechte (equal pay) der Arbeitnehmer beschränken, können nur auf Akzeptanz stoßen, wenn hinter ihnen starke, verhandlungsfähige Gewerkschaften stehen. Wer Tarifverträge mit Gewerkschaften abschließt, deren Mitgliederzahl gering und unbekannt ist, ist deshalb schon immer ein erhebliches rechtliches Risiko eingegangen. Ich will gar nicht verhehlen, dass ich ein Ende des Lohndumpings in der Zeitarbeitsbranche sehr gut fände. Mit Kündigungen rechnen Einsatzbereitschaft und Flexibilität entscheidend In den Bereichen, betonte iGZ-Bundesgeschäftsführer RA Werner Stolz, wo ganze Branchen keine Möglichkeit mehr haben, Stichwort Automobilindustrie, hat die Zeitarbeit auch keine Chancen für anderweitige Einsätze und als ultima ratio muss man leider auch mit Kündigungen rechnen. Die Zeitarbeit ist eine große Chance für Menschen, die woanders keine Arbeit bekommen. In der Zeitarbeitsbranche – so Bettina Schiller, iGZ-Vorstandmitglied und Landesbeauftragte für Bremen - spielt das Alter keine Rolle, die Einsatzbereitschaft und die Flexibilität sind entscheidend. Die Zeitarbeitnehmer haben bei uns die gleichen Rechte und denselben gesetzlichen Schutz wie jeder andere Arbeitnehmer in Deutschland auch. Werner Stolz Bettina Schiller Zeit für Weiterqualifizierung nutzen Zeitarbeit eine doppelte Chance Wir haben die höchste Arbeitslosigkeit in NRW. Wir nutzen jetzt die Krisenzeit, um unsere Mitarbeiter weiter zu qualifizieren. Dann können sie deutlich bessere qualifizierte Arbeit leisten und kommen auch in höhere Lohngruppen. Eine Marktbereinigung würde ich mir natürlich in der Form wünschen – so Anne Rosner, iGZ-Landesbeauftrage NRW, dass die Unternehmen nicht mehr auf dem Markt sind, die mit unfairen Mitteln arbeiten, die ihre Leute nicht vernünftig entlohnen und die immer nur an den Profit gedacht haben. Das Ende des Vollzeit-Jobs wie wir ihn kennen, ist absehbar und wird durch die Wirtschaftskrise noch beschleunigt. Dafür sind - erläuterte Othmar Hill, Wirtschaftspsychologe und Personalstratege - im wesentlichen drei Faktoren ausschlaggebend: Die Globalisierung, das Internet und der Werteverfall. Jeder schaut selbst, wie er durchkommt. Ich halte die Zeitarbeit auch für sinnvoll. Einerseits wird dadurch vielen der (Wieder-) Einstieg ins Berufsleben ermöglicht und andererseits finden viele eine Arbeit, die es sonst vielleicht schwer hätten. Anne Rosner Othmar Hill Modell Zeitarbeit in der Krise bewährt Wichtiges Signal Prof. Dr. Burkhard Boemke Sobald die Konjunktur wieder anzieht, ist sich Prof. Dr. Burkhard Boemke (Inhaber des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Arbeits- und Sozialrecht an der Universität Leipzig) sicher, werden in Deutschland mehr Zeitarbeitnehmer beschäftigt werden als zuvor. Für viele Kundenbetriebe hat sich das flexible Modell Zeitarbeit gerade jetzt in der Krise bewährt. Diese Unternehmen werden deshalb zukünftig noch stärker auf die flexiblen Möglichkeiten der Personaldienstleister zurückgreifen. Schließlich ist Flexibilität immer ein Wettbewerbsvorteil – in guten wie in schlechten Zeiten. Dagmar Ziegler Ich begrüße die jüngste Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Berlin-Brandenburg, der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen die Tariffähigkeit abzusprechen, sagte Dagmar Ziegler (SPD), Arbeitsministerin in Brandenburg. Dies ist ein wichtiges Signal auf dem Weg zu Löhnen, von denen man leben kann. Die Tarifabschlüsse, die bisher von dieser Gewerkschaft ausgehandelt wurden, bewegen sich zum größten Teil auf so niedrigem Lohnniveau, dass dies schon an Sittenwidrigkeit grenzt. Darüber hinaus hätten sich diese Abschlüsse auch negativ auf die Tarifgestaltung in der Zeitarbeit durch andere Gewerkschaften ausgewirkt. Sollte die jetzige Gerichtsentscheidung Bestand haben, wäre dem ein Riegel vorgeschoben. 22 23

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