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Ausgabe 2/2008:

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iGZ FAIRÄNDERT

iGZ FAIRÄNDERT ZEITARBEIT CHRONIK 1998-2008 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2003 1. Januar „Hartz-Gesetze I und II“ treten in Kraft 6. Januar Annette Messing neue iGZ-Verbandsassistentin 15. Januar Dr. Jenny Rohlmann neue iGZ-Referentin für Presse und Marketing 29. Januar# Die vorläufige Tarifgemeinschaft zwischen iGZ und BZA scheitert 17.-19. Februar iGZ-Tarifverhandlungsrunde in Wiesbaden 19. März iGZ-Tarifverhandlungsrunde beim DGB in Düsseldorf 6.-7. Mai iGZ-Tarifverhandlungsrunde in Frankfurt – Entgelttabelle verabschiedet 29. Mai iGZ-Tarifkommission unterzeichnet Tarifwerk mit der Tarifgemeinschaft Zeitarbeit beim DGB 3. Juni EU-Richtline zur Zeitarbeit vorerst gescheitert. 11. Juni Einmütiges Votum der Mitgliederversammlung für den iGZ-DGB- Tarifvertrag 9. Juli Start der ersten iGZ-Seminarreihe zur Anwendung des Tarifvertrags Oktober Gründung des iGZ-Arbeitskreises Tarifpolitik 17. Oktober Erfolg der iGZ- Lobbyarbeit: Vermittlungsprovision wird im AÜG legalisiert 15. Dezember iGZ unterzeichnet neue Qualitätsstandards für die private Arbeitsvermittlung 22. Dezember iGZ-Mitgliederzahl auf 530 Unternehmen gestiegen Equal Pay mit Tarifvorbehalt in Kraft Mit Inkrafttreten des Ersten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt gilt nun der Grundsatz des Equal Pay, allerdings mit der Möglichkeit tarifvertraglicher Abweichung. Die Regelung ruft großen Protest bei Teilen der Branche hervor. Der Bundesverband Zeitarbeit und die Mittelstandsvereinigung Zeitarbeit legen Verfassungsbeschwerde ein. Agenda 2010 „Wir werden Leistungen des Staates kürzen, Eigenverantwortung fördern und mehr Eigenleistung von jedem Einzelnen abfordern müssen." Mit diesen Worten wollte Bundeskanzler Gerhard Schröder Deutschland im Frühjahr 2003 auf Reformkurs bringen. Hinter der damals noch unbekannten Chiffre "Agenda 2010" verbarg sich ein Maßnahmenbündel, mit dem die Sozialsysteme saniert, die Lohnnebenkosten auf unter 40 Prozent gesenkt, die öffentlichen Finanzen konsolidiert und vor allem der Arbeitsmarkt flexibler gestaltet und werden sollten. Letzteres wurde in erster Linie durch die „Hartz- Gesetzgebung“ umgesetzt. Erster kompletter Flächentarif für die Zeitarbeit steht Nachdem der iGZ aus der vorläufigen Tarifgemeinschaft mit dem BZA wegen unüberbrückbarer Differenzen über die Praktikabilität des DGB-Vorschlags für kleine und mittelständische Unternehmen ausgestiegen war, verhandelte er selbstständig mit den DGB-Gewerkschaften weiter. Das Ergebnis nach zähem Ringen: Ein eigenständiges Tarifwerk mit eigenen Entgelttabellen. „Dies entspricht unserem Selbstverständnis, eigenständiger Arbeitgeberverband zu sein und war eine der wichtigsten Forderungen der iGZ-Mitgliedsunternehmen an ihre Tarifkommission“, so der iGZ-Verhandlungsführer Holger Piening nach Abschluss des Vertrag. Der iGZ hatte sich bereits lange vor den Diskussionen um die Hartz-Vorschläge und der veränderten Rechtslage für eine Tarifierung stark gemacht und dafür viel Kritik der anderen Verbände geerntet, die damit das „Ende der Zeitarbeit“, befürchteten. Holger Piening (iGZ-Verhandlungsführer, l.) und Armin Schild (IG Metall, DGB- Verhandlungsführer) bei der mitternächtlichen Unterzeichnung im DGB-Haus. 99 Prozent stimmen für iGZ- DGB-Tarifvertrag (iGZ-Mitgliederversammlung mit fast 400 Teilnehmern am 11. Juni in Hannover ) iGZ: PSA mehr Mogelpackung als Wundertüte In einer Pressemitteilung kritisiert iGZ- Bundesgeschäftsführer Werner Stolz die unseriöse Praxis der mit der Hartz- Gesetzgebung neu eingerichteten Personal-Service-Agenturen (PSA). Aus mehreren Bezirken in Deutschland liegen dem Bundesverband PSA-Offerten vor, die mit Verrechnungssätzen von 7,99 Euro pro Helferstunde oder 12,25 Euro pro Facharbeiterstunde offensiv werben. „Dies ist massives Preisdumping zum Nachteil der anderen regionalen Zeitarbeitsanbieter“, kritisiert Stolz dieses allein durch öffentliche Subventionen ermöglichte Wettbewerbsverhalten. Erfolg der iGZ-Lobbyarbeit: Vermittlungsprovision wird im AÜG legalisiert Mit der Verabschiedung des Dritten Gesetzes für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (Hartz III) wird die Vermittlungsprovision im AÜG auf Bestreben des iGZ legalisiert. Von nun an können Vereinbarungen zwischen Verleiher und Entleiher die Abwerbung von Mitarbeitern sowie die Festelegung angemessener Vermittlungsprovisionen enthalten. Die Gesetzesänderung korrigiert damit die Entscheidung des BGH vom 3. Juli. Arbeitskreis Tarifpolitik Im Oktober wird der Arbeitskreis Tarifpolitik unter Leitung von Holger Piening ins Leben gerufen. Er trifft sich regelmäßig, um über allgemeine politische Fragen und Weiterentwicklungen des iGZ- DGB-Tarifvertrags zu sprechen. Neue Qualitätsstandards für die private Arbeitsvermittlung Der kommissarische iGZ-Bundesvorsitzende Norbert Fuhrmann (7.v.r.) unterzeichnet für den iGZ neue Qualitätsstandards für die Arbeitsvermittlung Unter der Moderation des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit vereinbaren 17 Verbände, die alle die u. die Interessen privater Arbeitsvermittler vertreten, neue Qualitätsstandards für die private Arbeitsvermittlung. Dazu gehören neben persönlichen Voraussetzungen, die ein Arbeitsvermittler erfüllen muss, fachlich e Voraussetzungen, wie ein Befähigungsausweis, Rechtskenntnis sowie institutionelle Rahmenbedingungen. Darüber hinaus legen die Qualitätsstandards eine Definition des Vermittlungsprozesses fest. Die Verbände verpflichten sich außerdem dazu, für die Kunden ihrer Mitglieder ein Beschwerdemanagementsystem sicherzustellen. Tarifierung bringt neuen Mitgliederrekord Der Tarifabschluss beschert dem iGZ einen explosionsartigen Mitgliederzuwachs. Zahlreiche Unternehmen zeigen sich von dem ausgehandelten Tarifvertrag überzeugt und treten dem iGZ bei – auch um in den Genuss der umfassenden Rechtsberatung über die Auslegung und Anwendung des Tarifwerks zu kommen. Neue iGZ-Referentin für Presse und Marketing: Dr. Jenny Rohlmann Annette Messing verstärkt die iGZ- Geschäftsstelle Bestand an Zeitarbeitnehmern insgesamt (ohne Berücksichtigung der Mischbetriebe): 276.195 Start der ersten iGZ-Seminarreihe Überschatten den Bundeskongress in Hannover: Demos gegen die iGZ-DGB- Zeitarbeitstarifverträge 12 13

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