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Ausgabe 2/2007:

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2 | Editorial 2 | Editorial Editorial | 3 Volker Homburg Liebe Z direkt!- Leserinnen und –Leser! Sicher haben Sie auch am 19. Juni mit Spannung den Ausgang der abschließenden Beratung des Koalitionsausschusses in Berlin erwartet. Was wird die Vereinbarung für unsere Branche bringen, die mit harten Bandagen für einen Mindestlohn in der Zeitarbeit gekämpft hat? Können die Gegner der von uns favorisierten Branchenlösung über ihren ideologischen Schatten springen? Die Entscheidung ist den Koalitionsspitzen wohl nicht leicht gefallen. Aber das Ergebnis, das am frühen Morgen nach nächtlichem Gerangel um Kompromisse bekannt gegeben wurde, kann uns zuversichtlich stimmen. Die politischen Weichen für den Gesetzgeber sind nunmehr gestellt und wir haben als Branche mit unserem Mindestlohntarifvertrag das Soll erfüllt. Jetzt muss der Gesetzgeber endlich schnell handeln. Denn ein allgemeinverbindlicher Mindestlohn in der Zeitarbeit ist nicht nur eine Frage der Wettbewerbsfairness und Sozialverträglichkeit, sondern auch der Qualitätssicherung und Mitarbeiterbindung. Unsere Mitarbeiter stellen ihre Arbeitskraft, ihr Know-How und ihre Erfahrung unseren Kundenunternehmen zur Verfügung. Sie beweisen bei ihren wechselnden Einsätzen ein Höchstmaß an Flexibilität, Lernbereitschaft und sozialer Kompetenz und erwarten dafür zu Recht eine angemessene Bezahlung. Personalqualität hat nun einmal ihren Preis. Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Kunden bereit sind, marktgerechte Preise für qualitative Arbeitskraft zu zahlen. Der iGZ wird sich deshalb auf allen politischen Bühnen für die rasche Umsetzung des Koalitionsbeschlusses stark machen. Als Personalprofis verstehen wir iGZ-Unternehmer das dynamische Wachstum unserer Branche auch als große Verantwortung unseren vielen neuen Mitarbeitern gegenüber. Nur durch gute Arbeitsbedingungen, zu denen neben den finanziellen Rahmenbedingungen auch Fragen der Kompetenzentwicklung gehören, können wir unsere Mitarbeiter zu guten Leistungen motivieren und auch längerfristig an uns binden. Bessere Werbeträger für unsere Branche gibt es wohl kaum! Die neue Z direkt! befasst sich daher schwerpunktmäßig mit den Chancen für einen branchenspezifischen Mindestlohn in der Zeitarbeit (ab Seite 4). Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre! Herzlichst Ihr Volker Homburg Der iGZ-Fragebogen zu Zeit & Arbeit Zeit und Arbeit – ein Begriffspaar voller Gemeinsamkeiten und Gegensätze. Die Ansichten wechseln nicht nur mit dem Zeitgeist, sondern variieren auch individuell sehr stark: Wieso erscheint eigentlich „Arbeitslosigkeit“ als bedauernswert, während „Zeitlosigkeit“ geradezu als Prädikat gilt? Mit unserem Fragezeichen geben wir Menschen, die in der Arbeitswelt etwas zu sagen haben, die Möglichkeit, ihre individuelle Sicht auf Zeit und Arbeit zu schildern. Den berühmten FAZ-Fragebogen, „den der Schriftsteller Marcel Proust in seinem Leben gleich zweimal ausfüllte“, haben wir als Anstoß genutzt. Heute: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU). 1.) Für Einstein war die Zeit relativ. Was bedeutet für Sie Zeit ? Zeit ist kostbar und endlich. Leistung ist Arbeit durch Zeit. 2.) Können Sie sich noch an Ihren ersten Arbeitsplatz erinnern ? Selbstverständlich. Mir hat die Arbeit in der Osnabrücker Anwaltskanzlei viel Freude gemacht. 3.) Eine Armbanduhr ... a) ... ist ein modisches Accessoire, b) ... ist mein Schrittmacher, c.) ... ist ein notwendiges Übel, d.) ... trage ich nicht. b) und ein nützlicher Begleiter, die Zeit gut zu nutzen. 4.) Welche Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß ? Menschen im Gespräch für Ideen und Überzeugungen zu begeistern und zu gewinnen. 5.) Was denken Sie, wenn Sie die Bemerkung „keine Zeit“ hören ? Es ist häufig so, dass wir nicht zu wenig Zeit haben, sondern sie nur falsch oder gar nicht nutzen. 6.) Wie sehen Sie den Zusammenhang zwischen Leben und Arbeit ? Die Grenzen sind fließend. Glücklich kann sich der Mensch schätzen, der Freude und Spaß an der Arbeit haben kann. 7.) Wenn Zeit käuflich wäre .... ...es ist gut so, dass sie es nicht ist. 8.) Die Physik definiert Arbeit als Kraft mal Weg. Was überwiegt bei Ihnen? Die Kraft oder der Weg ? In meinem Falle war der Weg zum Amt des Ministerpräsidenten lang und dennoch mit einigen Kraftaufwendungen verbunden. Ich denke, es ist die gute Mischung aus beidem. Ministerpräsident von Niedersachsen Christian Wulff IMPRESSUM HERAUSGEBER: iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. iGZ-Bundesgeschäftsstelle Erphostraße 56 48145 Münster redaktion@z-direkt.de www.z-direkt.de VERANTWORTLICH: Bundesgeschäftsführer RA Werner Stolz REDAKTION UND KOORDINATION: Simone Kemper TEXTE: Simone Kemper, Dr. Jenny Rohlmann, Georg Sommer, Werner Stolz FOTOS: Deutscher Bundestag,Timo Beylemans, Simone Kemper, Uta Rademacher, Dr. Jenny Rohlmann TITELBILD: Idee: Simone Kemper Fotograf: Guido Bergmann SATZ, GESTALTUNG UND LAYOUT: TEAM WANDRES Werbeagentur, Münster www.team-wandres.de DRUCK: IVD - Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH Wilhelmstraße 240 49475 Ibbenbüren ANZEIGE 2/2007 Z direkt!

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