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Ausgabe 2/2005:

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| 2 3 | Editorial

| 2 3 | Editorial Perspektive Impressum ZEIT-ZEICHEN QUO VADIS ZEITARBEIT? – Europa als Vorbild HERAUSGEBER: iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. iGZ-Bundesgeschäftsstelle Hüfferstr. 9 -10 48149 Münster VERANTWORTLICH: Bundesgeschäftsführer RA Werner Stolz REDAKTION: Marcel Speker TEXTE: Christoph Dillenseger, Anna Mondry, Rebecca Rubin, Sven Schlüter, Claudia Schneider, Marcel Speker, Werner Stolz, Janina Wermter FOTOS: Dr. Jenny Rohlmann, Claudia Schneider, Marcel Speker, Stadt Münster, CDU, SPD, FDP, Bündnis90/ Die Grünen, Tina Voss Zeitarbeit GmbH KONZEPT UND REALISATION: Burchard-Hobe MEDIEN, Dr. Jenny Rohlmann, Marcel Speker GESTALTUNG UND LAYOUT: Dr. Börner & Partner INTEGRATIVE KONZEPTE Rudolf-Diesel-Str. 26 49479 Ibbenbüren DRUCK IVD – Ibbenbürener Vereinsdruckerei GmbH Wilhelmstr. 240 49475 Ibbenbüren Z direkt!-Lehrredaktion als Modell praxisnaher Ausbildung: Prof. Dr. Reinhild Rumphorst, Rebecca Rubin, Anna Mondry, Janina Wermter, Sven Schlüter und Christoph Dillenseger (v.l.n.r.) am Institut für Journalismus und Public Relations der Fachhochschule Gelsenkirchen. Volker Homburg (iGZ-Bundesvorsitzender, links) und Werner Stolz (iGZ-Bundesgeschäftsführer, rechts) wollen mit dieser Ausgabe der Z direkt! auch Multiplikatoren, wie dem stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Ronald Pofalla (Mitte), die Zeitarbeit näher bringen. „Gute Karten mit ZEITARBEIT“ haben die Unternehmer, die aktiv moderne Personaldienstleistungen für sich nutzen. Immer häufiger entscheiden Flexibilität und Mobilität der Belegschaftszusammensetzung über den Erfolg eines Betriebes. Das Titelbild soll es symbolisieren: Wo eine Arbeitsstelle unbesetzt ist, kann Zeitarbeit passgenau vermitteln – Zeitarbeitnehmer und Arbeitsplatz passen so gut zusammen wie die bekannten Memory-Karten. Dass dies eine realistische Einschätzung ist, zeigt die Entwicklung der Branche: Auch im vergangenen Jahr ist der Anteil der Zeitarbeit in Deutschland erneut gestiegen. Damit ist die Leistungskraft der Branche einmal mehr als Innovationsmotor eindrucksvoll bestätigt worden. Allerdings können und dürfen diese Zahlen auch nicht darüber hinweg täuschen, dass die Einsatzquote in Deutschland nach internationalen Maßstäben noch stark ausbaufähig ist. Ziel der vorliegenden Ausgabe von Z direkt! ist es daher auch, das Verständnis für Zeitarbeit weiter zu verbessern sowie Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten der Branche aufzuzeigen. Einzigartig an der zweiten Ausgabe von Z direkt!: Das vorliegende Magazin ist mit Unterstützung von Studenten erstellt worden. Innerhalb einer Lehrredaktion des Instituts für Journalismus und Public Relations an der Fachhochschule Gelsenkirchen haben sie Themen vorgeschlagen, recherchiert, getextet und illustriert. Sie beschreiben Erfahrungen und Rahmenbedingungen der vielseitigen Zeitarbeitsbranche. So setzt der iGZ als zukunftsorientierter Verband ein kreatives Zeichen. Praxisnah kooperieren wir mit einer Lehreinrichtung und beziehen bewusst junge Menschen im Zuge ihrer Ausbildung und Berufsfindung in die Arbeitswelt ein. Der iGZ thematisiert und setzt Zeichen. Wir sind gespannt auf Ihre Reaktion. Volker Homburg iGZ-Bundesvorsitzender Werner Stolz iGZ-Bundesgeschäftsführer Die Zeitarbeit in Deutschland boomt: Die jüngste Erhebung zur Arbeitnehmerüberlassung der Bundesagentur für Arbeit hat für das Jahr 2004 gleich mehrere Rekordzahlen ergeben: Gegenüber 2003 weist die Statistik der Zeitarbeitsverhältnisse in Deutschland im Schnitt ein Plus von 16 Prozent und den höchsten je gemessenen Wert von 430.000 Zeitarbeitnehmern im August 2004 aus. 2004 waren im Durchschnitt 55.000 Menschen mehr in der Zeitarbeit beschäftigt, als noch im Vorjahr. Der Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ) geht davon aus, dass sich bis zum Jahr 2010 die Zahl der Zeitarbeitnehmer von 400.000 auf 800.000 verdoppeln wird, was einer jährlichen Steigerung bis 2010 von 12,5 % entsprechen würde: „Das ist durchaus realistisch“, schätzt Bundesgeschäftsführer Werner Stolz, auch mit Blick auf die aktuellen Zahlen für 2004. Die Gründe hierfür liegen aus Sicht des iGZ in den erleichterten gesetzlichen Rahmenbedingungen und der gewachsenen Akzeptanz durch den Abschluss von Tarifverträgen für die Zeitarbeitsbranche. Darüber hinaus lässt sich ein steigender Flexibilitätsbedarf bei den Unternehmen feststellen, die auf kurzfristige Angebotsspitzen entsprechend beweglich reagieren können müssen, um in den globalen Strukturen wettbewerbsfähig zu bleiben. BLICK NACH EUROPA OFFENBART ENTWICKLUNGSPOTENZIAL Der Blick nach Europa zeigt im übrigen auch, welche Entwicklungen in der deutschen Branche noch möglich sind. Während in Deutschland knapp 1,4 % aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse über Zeitarbeit organisiert werden, sind dies Zeitarbeit ist mittlerweile in fast allen Berufssparten in Deutschland zu finden. Der iGZ geht davon aus, dass sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer bis zum Jahr 2010 verdoppeln wird. in Frankreich doppelt so viele (2,8 %) und in den Niederlanden (4,5 %) und Großbritannien (4,8 %) liegt der Wert mehr als dreimal so hoch: „Hier zeigt sich, dass die Zeitarbeit in Deutschland noch über ein erhebliches Entwicklungspotenzial verfügt“, so Stolz. 30 % BLEIBEN IM KUNDENBETRIEB „KLEBEN“ Zeitarbeit wird in Deutschland oft zuerst als ein arbeitsmarktpolitisches Instrument betrachtet. Werner Stolz weist jedoch darauf hin, dass Zeitarbeit zunächst einmal eine Wirtschaftsbranche des ersten Arbeitsmarktes ist, wie jede andere auch: „Der positive Beschäftigungseffekt ist nicht unser vornehmlichstes Ziel, wenngleich es unsere vornehmste Nebenwirkung ist“, so der iGZ-Bundesgeschäftsführer. Immerhin: Rund 60 Prozent aller Zeitarbeiter kommen aus der Erwerbslosigkeit. Nach einem Jahr wechseln rund 30 Prozent auf einen Arbeitsplatz außerhalb der Zeitarbeit. Die Branche bezeichnet dies als „Klebe-Effekt“, da die Arbeitnehmer in dem jeweiligen Kundenbetrieb „kleben“ bleiben. Für Stolz liegt diese Entwicklung in der Natur der Zeitarbeit: „Unsere Mitgliedsunternehmen bieten ein flexibles Personalinstrument für den Arbeitsmarkt an. Viele Kunden nutzen Zeitarbeit auch als eine verlängerte Probezeit – bewährt sich der Arbeitnehmer und stabilisiert sich die Auftragslage, dann übernehmen sie ihn.“ Z direkt! Z direkt!

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