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Ausgabe 1/2012:

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Vom Hilfsarbeiter zum

Vom Hilfsarbeiter zum Technischen Betriebsleiter – was ein wenig klingt wie der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär, das ist die Karriere, die Uwe Schöningh in nur vier Jahren hinlegte. Das iGZ-Mitgliedsunternehmen Jägers GmbH überließ Schöningh 2007 als Helfer an das Stahlhandelsunternehmen Peter Drösser GmbH in Köln-Mülheim, einen Stahlgroßhandel mit eigenem MultiSchneidCenter. Nach sechs Monaten wechselte Schöningh in die Stammbelegschaft und machte bei Drösser Karriere. Für ihn war die Zeitarbeit nicht nur ein Sprungbrett, sondern ein Katapult. Als Schöningh 2007 beim Stahlhandelsunternehmen Drösser anfing, bekam er direkt gute Rückmeldungen. „Schon nach zwei Monaten hat mein Chef bei Drösser zu mir gesagt: „Du bleibst, du bleibst!“. Doch ich wollte mich nicht darauf verlassen und habe jeden Tag alles gegeben“, berichtet Schöningh. Zunächst war es seine Aufgabe, Bleche zu verputzen, zu beschriften und bereitzustellen. Später half er bei der Kommissionierung, schließlich an der Plasmaanlage, einer Maschine mit der Bleche geschnitten werden. Als ein Kollege im Urlaub war, koordinierte er die LKW-Verladung. Schöningh: „Ich habe mich Schritt für Schritt hochgearbeitet.“ ist, dass unsere Mitarbeiter ihre Chance begreifen. Natürlich stehen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge da, wenn ein so guter Mitarbeiter wie Herr Schöningh übernommen wird.“ Letztlich sei es jedoch ein tolles Feedback für seine Arbeit und natürlich auch positive Werbung für das Zeitarbeitsunternehmen. „Wenn Herr Schöningh jetzt Zeitarbeiter braucht, dann hoffen wir natürlich, dass er uns anruft“, schmunzelt Preuß. Schließlich hat der nur gute Erfahrungen mit der Firma Jägers gemacht. Der Liebe wegen hatte es den gebürtigen Osnabrücker vor einigen Im September 2011 bekam er die Chance Technischer Betriebsleiter zu werden. „Seitdem klingelt mein Telefon permanent“, schmunzelt Schöningh. Denn nun ist der ehemalige Helfer zuständig für die Personaleinteilung, die Auftragsabwicklung, die Maschinenbelegung und die Warenannahme sowie den Warenausgang. „Guck mal hinten im letzten Regal, die liegen da bei den Lochblechen“, sagt Schöningh ins Telefon, ehe er von der familiären Atmosphäre bei Drösser schwärmt. „Hier wird nicht unterschieden zwischen Zeitarbeitern und Stammbelegschaft, hier sind alle gleich.“ Überhaupt ist es für ihn Sache der persönlichen Einstellung, wie man sich als Zeitarbeiter fühlt. „Es geht doch um die Arbeit, die muss Spaß machen. Da gucke ich doch gar nicht auf den Lohn von dem der neben mir steht. Wenn ich hier meine Leistung bringe, dann bekomme ich auch meine Chance“, ist sich Schöningh sicher. „Hätte ich mich damals mit 49 Jahren direkt bei Drösser beworben, hätten die mich wohl nicht genommen. Die Firma Jägers war für mich der ideale Einstieg“. Ingo Preuß, Vertriebsleiter in der Jägers-Niederlassung Köln-Hürth, stimmt ihm zu: „Wichtig Jahren ins Rheinland nach Köln verschlagen. Nach Umwegen landete er schließlich bei dem iGZ-Mitglied Jägers. Zunächst überließ das Zeitarbeitsunternehmen ihn an ein Logistikunternehmen. Doch nach rund eineinhalb Jahren wünschte Schöningh sich etwas Neues. „Ich bin jeden Tag eine Stunde pro Strecke mit dem Motorroller zur Arbeit gefahren, das war ich irgendwann leid“, erklärt Schöningh. „Als ich bei der Firma Jägers gefragt habe, ob sie nicht eine andere Stelle für mich hätten, reagierten sie prompt und ich konnte innerhalb weniger Tage bei Drösser Stahlhandel anfangen“. Für Preuß ist das eine Selbstverständlichkeit: „Herr Schöningh war ein sehr guter, motivierter Mitarbeiter. Natürlich suchen wir da schellstmöglich eine neue Stelle, wenn wir merken, dass jemand unzufrieden ist. Das gehört zu unserer Arbeit.“ Doch Schöningh hatte auch andere Erfahrungen machen müssen. Bevor er zu Jägers kam, war er bei einem anderen Zeitarbeitsunternehmen angestellt. „Als ich mich an der Hand verletzte, wurde mir gekündigt“, klagt er. Darum rät er anderen, sich bei der Suche nach einem seriösen Zeitarbeitsunternehmen auf das 8

DER „American dream“ auf Deutsch reportage Bauchgefühl zu verlassen. „Bei Jägers machte schon im ersten persönlichen Gespräch alles einen sehr guten Eindruck. Besonders hat mir gefallen, dass die Firma langfristige Einsätze plant“. Auch eine Verbandsmitgliedschaft sei ein Indiz für anständige Arbeit. Ingo Preuß ergänzt: „Viele sehen bei einer Zeitarbeitsfirma nicht das Gesamtpaket. Ein paar Cent mehr in der Stunde bringen einem Mitarbeiter gar nichts, wenn die Firma nicht seriös arbeitet. Es wäre schön, wenn der Wettbewerb in der Zeitarbeit mehr über Qualität geführt würde, und nicht nur über den Preis.“ Für Uwe Schöningh ist das inzwischen nicht mehr wichtig. Er hat mit der Firma Drösser einen Arbeitgeber gefunden, zu dessen Anspruch es zählt, verlässliche Mitarbeiter auch dauerhaft zu beschäftigen. Und bei Drösser fühlt er sich wohl. „Letzte Woche hatte ich ein Abnahmegespräch über die letzten vier Monate, seit ich die neue Stelle hier habe. Ich habe nur positives Feedback bekommen“, erzählt er stolz. Denn für ihn steht fest: „Ich gebe immer 100 Prozent. Jeder Fehler ärgert mich!“ Und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Das ist doch quasi meine Firma!“ Maren Letterhaus anzeige E S Echte WEB-Branchenlösung www.es-software.deinfo@es-software.deFon 0521.947170 9

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