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Ausgabe 1/2011:

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Seit 2003 ist Ariane

Seit 2003 ist Ariane Durian Mitglied im iGZ-Bundesvorstand. Im Oktober 2008 übernahm sie den Vorsitz des mitgliederstärksten Arbeitgeberverbandes der Zeitarbeitsbranche und im Mai wird sie erneut für das Amt als Bundesvorsitzende kandidieren. Zeit für eine Bilanz und einen Ausblick: interview ARIANE DURIAN: „DYNAMISCHE BRANCHE MITGESTALTEN“ Wie hat sich das Bild der Zeitarbeit aus Ihrer Sicht seit Ihrer Vorstandsmitgliedschaft entwickelt? Durian: Mit der Einführung des iGZ-DGB-Tarifwerkes 2003 und dem neuen Angebot der Zeitarbeitsbranche, der Ausbildung zu Personaldienstleistungskaufleuten seit 2008, ist die Akzeptanz stark gestiegen. Sowohl von den Berufsschulen, als auch von den Industrie- und Handelskammern werden wir als Ausbilder und Arbeitgeber nun wahrgenommen. Die Zeitarbeit ist zudem ein wissenschaftliches Thema geworden – viele Hochschulen beschäftigen sich damit. Ist der Einfluss des Verbandes in Politik und Wirtschaft gewachsen? Durian: Ganz bestimmt. Die jüngsten politischen Entscheidungen beispielsweise sind auch Ergebnisse unserer zahlreichen Gespräche mit unter anderem Ursula von der Leyen, Renate Künast, Gregor Gysi, Berthold Huber, Heinrich Kolb und Prof. Dieter Hundt, um nur einige zu nennen. Dieter Hundt und die BDA beispielsweise haben seitdem ihre Meinung zum Thema Mindestlohn grundlegend geändert. Wir stehen ständig in gegenseitigem Kontakt mit den Entscheidungsträgern des Landes. Ist das auch ein Ergebnis des neu eingerichteten iGZ-Hauptstadtbüros? Durian: Auf jeden Fall. Mit dem Büro und Andrea Resigkeit als Leiterin haben wir eine der Mitgliederforderungen von 2008 erfüllt und damit eine inzwischen von Politik und Wirtschaft allgemein anerkannte Institution in Berlin geschaffen. Mit der Kombination – professionelle Kompetenz in der Bundesgeschäftsstelle Münster und perfekte Lobbyarbeit in Berlin – haben wir eine ideale Basis für die Verbandsarbeit kreiert. Hat sich das auch medial ausgewirkt? Durian: Der iGZ ist mittlerweile ein viel gefragter Ansprechpartner sowohl in den Printmedien, als auch bei Funk und Fernsehen. Zahlreiche Auftritte und Veröffentlichungen unserer ehrenamtlichen Funktionsträger liefern davon beredt Zeugnis ab. Wir sind gern gesehener Gast in Talkshows und gefragte Interviewpartner in den Nachrichtensendungen. Zur medialen Orientierung gehört auch die Weiterentwicklung in Richtung neue Medien? Durian: Ganz bestimmt. Allein die von uns im Mai 2009 relaunchte Internetseite hat sich mit durchschnittlich 13 Millionen Zugriffen pro Monat zu einer der wichtigsten Internet- Plattformen in Sachen Zeitarbeit entwickelt. Zudem erfreuen sich unsere Diskussionsforen auf Xing und Facebook sowie der iGZ- Twitterauftritt größter Beliebtheit. Eine weitere Forderung der Mitgliederversammlung im Oktober 2008 war mehr Transparenz. Wurde dieser Wunsch ebenfalls realisiert? Durian: Dazu nutzen wir ebenfalls die modernen Kommunikationsmöglichkeiten: Regelmäßig veröffentlicht der Vorstand Infoletter, die an alle Mitglieder gemailt werden. Aktuelles wird außerdem ständig über die Internetseite, den Newsletter und RSS-Feeds publiziert. Hat sich denn auch die Vorstandsarbeit an sich gewandelt? Durian: In enger Zusammenarbeit mit dem Hauptamt findet ein regelmäßiger Austausch statt, der auf gegenseitiger Wertschätzung basiert. Das gilt auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landesbeauftragten. Und die Arbeit ist ergebnisorientierter geworden. Aus den Arbeitskreisen haben wir Projektgruppen gemacht, in denen nur die vom Vorstand gestellten Aufgaben bearbeitet werden. Gibt es schon Beispiele? Durian: Bestes Beispiel ist der jüngste iGZ-DGB- Tarifvertrag. Mit den Klauseln zu einer gemeinsamen Tarifgütestelle sowie zur Ausbildung und Qualifizierung von Zeitarbeitnehmern wurde durch den iGZ in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern erneut ein richtungsweisendes Werk für die Zeitarbeitsbranche geschaffen. Bedeutete die Wirtschaftskrise einen Einschnitt in der Kontinuität des ergebnisorientierten Arbeitens? Ganz im Gegenteil. Wir haben sehr schnell reagiert, ein Konzept entwickelt und im Ergebnis den Mitgliedern bundesweit Informationsveranstaltungen zur Kurzarbeit angeboten, die mit der Krise auch erstmals für die Zeitarbeitsbranche eingeführt wurde. Dabei zeigte sich übrigens auch die hohe Akzeptanz der Branche bei der Bundesagentur für Arbeit, mit der wir hundertprozentig zusammengearbeitet haben. Wohin wird der Weg die Branche – und damit die iGZ-Bundesvorsitzende führen? Durian: Es ist jetzt eine Generation am Ruder, die sich als kompetente Personaldienstleister etabliert haben. Mein Ziel ist es, diese dynamische Branche mitgestalten zu können. Das ist auch eine logische Konsequenz meiner Arbeit seit 20 Jahren. Vorstandssitzung Ariane Durian leitet regelmäßig die Sitzungen des iGZ- Bundesvorstands. 6 7

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