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Ausgabe 1/2011:

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NEUE STATIK FÜR DIE

NEUE STATIK FÜR DIE ZEITARBEIT: TARIFPARTNER SIND GEFORDERT INHALT inhaltsverzeichnis Eigentlich könnte die Politik doch zufrieden sein: Der deutsche Arbeitsmarkt entwickelt sich dynamisch wie nie in den letzten Jahren, die Wirtschaftskrise konnte in Deutschland schneller als anderswo überwunden werden und die Arbeitslosigkeit sank von 5 auf 3 Millionen. RA Werner Stolz iGZ- Hauptgeschäftsführer Die Intention der AÜG-Liberalisierung ist aufgegangen: „Die Bundesregierung ist überzeugt, dass Leiharbeit nicht nur zur Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beiträgt, weil sie ihnen ermöglicht, flexibel und schnell auf schwankende Auftragslagen und einen damit verbundenen steigenden Arbeitskräftebedarf zu reagieren, sondern dass Leiharbeit im Rahmen sozial abgesicherter Beschäftigungsverhältnisse auch Arbeitslosen eine Chance zum Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt eröffnet und geeignet ist, neue Arbeitsplätze zu schaffen.“ (vgl. Zehnter Bericht der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes vom 30.09.2005) Trotzdem erschallt der Ruf nach gesetzlichen Korrekturen an den erfolgreichen Arbeitsmarktinstrumenten immer lauter und von allen politischen Seiten werden De-Regulierungen des AÜG gefordert. Die Palette der Forderungen ist groß: von der Streichung der Tariföffnungsklausel, Begrenzung der Höchstüberlassungsdauer, Wiedereinführung des Synchronisationsverbotes, Prekaritätsprämien wie in Frankreich, equal pay / treatment ohne Ausnahmen sofort bzw. nach einer Einarbeitungszeit von X Monaten usw. Immerhin gibt es jetzt einen Konsens auf allen Seiten, dass im Hinblick auf die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit die auch vom iGZ seit Jahren geforderte allgemeinverbindliche Lohnuntergrenze zum 1. Mai 2011 eingeführt wird – ein positives, längst überfälliges Signal! Auch der Beschluss des Bundesarbeitsgerichtes zur Tarifunfähigkeit der CGZP sorgt endlich für klare Verhältnisse und Rechtssicherheit. Aber damit steigt auch die Verantwortung der Einzelgewerkschaften beim DGB, die Branche nicht mehr pauschal zu diskreditieren, sondern als Sozialpartner tariflich weiterzuentwickeln. Es ist zu begrüßen, dass die politischen Akteure des Vermittlungsausschusses gerade dieser Tarifautonomie in der Branche eine Gestaltungschance eingeräumt haben. Hierfür haben wir uns als Verband in den letzten Wochen intensiv eingesetzt und sind nun auch bereit, an konstruktiven sachgerechten Kollektiv-Lösungen mitzuwirken. Es darf uns nicht noch einmal passieren, dass Vertrauen und Kompetenz in Sachen Selbstregulierung durch Uneinigkeit und Halbherzigkeit wie in der „Schlecker-Missbrauchsdiskussion“ verspielt werden. Die Wegstrecke, die vor uns liegt, ist sicherlich nicht einfach. Das Ziel: mehr gesellschaftspolitische Akzeptanz für ein faires Zeitarbeitsmodell, das Flexibilität und Sicherheit vernünftig austariert. Die Zeitarbeitsbranche hat noch ein erhebliches Entwicklungspotenzial: Arbeitssuchende in den ersten Arbeitsmarkt schnell wieder zu integrieren und passgenau zu qualifizieren, Übergangsbrücken in gebrochenen Erwerbsbiografien zu bauen, Fachkräfte für variable Arbeits- und Organisationsstrukturen zu stellen, einen Beitrag zur Lösung des Demographieproblems zu leisten und unter Beweis zu stellen, wie die ständig steigenden Anforderungen an Innovation und Geschwindigkeit in der globalisierten Volkswirtschaft auch mit Zeitarbeit gelöst werden können. Polarisierung, kultivierte Feindbilder und einfache Schlagworte führen uns dabei nur in Sackgassen. Die verbale Klassifizierung der Zeitarbeitsbranche in unterste soziale Schubladen entspricht längst nicht mehr der Realität. Die Personaldienstleister sind professionell aufgestellt, führen kein Nischendasein mehr und wollen die Branche zukunftsfest machen. Zum Wohle aller Beteiligten. Also: Zeichen setzen. Jetzt. AUSBILDEN? DAS LOHNT SICH! Die Zeitarbeit gewinnt durch erste fertige Personaldienstleistungskaufleute Seite 4 – 5 IM INTERVIEW MIT ARIANE DURIAN: „Dynamische Branche mitgestalten“ Seite 6 – 7 IM INTERVIEW MIT MARTIN DREYER: Die Zeitarbeit im Licht der Rechtswissenschaften Seite 8 – 9 CHRONOLOGIE EINER GESETZESÄNDERUNG „Änderung des Zweiten und Zwölften Buches Sozialgesetzbuch“ Seite 10 – 11 FRAUEN IN DER ZEITARBEIT: ERFAHRUNG UND ROUTINE SIND GEFRAGT Wiedereinstieg in Vollzeitjobs Seite 12 – 13 FRAUEN IN DER ZEITARBEIT: SPRUNGBRETT ZURÜCK IN DEN BERUF Praxiserfahrungen von Martina Grimm Seite 14 – 15 FRAUEN IN DER ZEITARBEIT: CHANCE FÜR DEN (WIEDER)EINSTIEG Zeitarbeit – nach wie vor eine Domäne der Männer Seite 16 – 17 GEMEINSAM STARK – DAS iGZ-TEAM STELLT SICH VOR Stefan Sudmann – Rechtsanwalt für Arbeits- und Tarifrecht Seite 18 – 19 AKTUELLES AUS DEM VERBAND Im Einsatz für den iGZ Seite 20 – 21 ZEITARBEIT SCHWARZ AUF WEISS iGZ im Spiegel der Presse Seite 22 – 23 ZEICHEN JETZT. SETZEN. HERAUSGEBER: iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. iGZ-Bundesgeschäftsstelle Erphostraße 56 48145 Münster redaktion@z-direkt.de www.z-direkt.de VERANTWORTLICH: RA Werner Stolz, Hauptgeschäftsführer REDAKTION UND KOORDINATION: Wolfram Linke TEXTE: Wolfram Linke Andrea Resigkeit Dr. Jenny Rohlmann FOTOS: Wolfram Linke shutterstock.com TITELBILDIDEE: RA Werner Stolz Wolfram Linke GESTALTUNG, LAYOUT UND SATZ: TEAM WANDRES Werbeagentur Hafenweg 26 b 48155 Münster www.team-wandres.de DRUCK: SIGMA Druck GmbH & Co. Laerstraße 69 48565 Steinfurt www.sigmadruck.de 2 3

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