Aufrufe
vor 5 Jahren

Ausgabe 1/2010:

  • Text
  • Zeitarbeit
  • Betriebsrat
  • Arbeit
  • Unternehmen
  • Linke
  • Zeitarbeitsbranche
  • Wolfram
  • Annette
  • Seien
  • Zeitarbeitsunternehmen

„BRÜCKEN BAUEN –

„BRÜCKEN BAUEN – WICHTIGER DENN JE“ INHALT inhaltsverzeichnis Das Geschäftsjahr 2009 war für die Zeitarbeitsbranche hart und hat Spuren hinterlassen: Zusätzlich zu den heftigen wirtschaftlichen Einbrüchen kämpfen die Arbeitgeber der Arbeitnehmerüberlassung mehr denn je mit negativen Schlagzeilen in der Presse über Missbrauch. Das Image der Zeitarbeitsbranche in der Öffentlichkeit hat vor allem wegen eines bekannt gewordenen negativen Beispiels in den letzten Wochen und Monaten stark gelitten – nun muss die gesamte Branche damit leben und die angeschlagene Reputation mühsam korrigieren. Den Rahmen für die Anwendung des Arbeitsmarktinstruments Arbeitnehmerüberlassung bilden die gesetzlichen Vorgaben, die die Bundesregierung erlässt. In der Politik wurde in den vergangenen Wochen und wird aktuell heftig über die Ausprägung – in Einzelfällen sogar über die Existenzberechtigung der Zeitarbeit! – in der jetzigen Form debattiert. Einhergehend mit dem Beschluss des Elften Berichts der Bundesregierung über Erfahrungen bei der Anwendung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (11. AÜG-Bericht) gab jedoch Ursula von der Leyen, Bundesministerin für Arbeit und Soziales, dem Modell Zeitarbeit im Januar 2010 öffentlich Rückendeckung: „Zeitarbeit baut Brücken in den Arbeitsmarkt und bringt Flexibilität für Unternehmen.“ Sie ließe nicht zu, dass „das grundsätzlich gute und sinnvolle Modell der Zeitarbeit durch Missbrauch in Verruf gebracht wird.“ Gut so! Die Forderungen der Parteien nach Gesetzesänderungen, die aktuell im Bundestag diskutiert werden, drehen sich im Kern um die grundsätzliche Einhaltung von Equal Pay / Equal Treatment, um konzerninterne Arbeitnehmerüberlassung, einen tariflichen Branchenmindestlohn sowie Mitbestimmungsrechte. All diese Themen sind ebenfalls Sven Kramer Stellvertretender iGZ-Bundesvorsitzender zentrale Diskussionspunkte in den Verhandlungen der verschiedenen Akteure aus der Praxis um neue Tarifvertragsabschlüsse. Die Parallelität der Diskussionen zeigt, dass allen Beteiligten bewusst ist, wo die Stellschrauben für das Funktionieren des Modells Zeitarbeit sitzen und in welchen Punkten auch im Hinblick auf das öffentliche Erscheinungsbild dringend eine Einigung anzustreben ist. Die Tarifbestimmungen bzw. -verhandlungen der drei großen Zeitarbeitsverbände nähern sich inhaltlich immer mehr aneinander an. Dies bietet die Chance für den entscheidenden Brückenschlag zwischen den verschiedenen Tarifparteien hin zu einem tariflichen Branchenmindestlohn. Der iGZ wird sich erneut an die Spitze der Bewegung setzen, um die Aufnahme der Zeitarbeit in das Arbeitnehmerentsendegesetz zu erreichen. Dies wäre der erste Meilenstein auf dem Weg zu einem gemeinschaftlichen Auftreten der gesamten Branche. Und wenn wir die Zeitarbeit eigenständig und aus der Praxis heraus entwickeln wollen, anstatt auf Gesetzesänderungen reagieren zu müssen, ist das verbandsübergreifende Auftreten in den Kernfragen unabdingbar. Den Vorteilen der materiellen Vergleichbarkeit der Entgelttarifverträge steht die Gefahr eines Identitätsverlustes gegenüber. Wo liegt der Vorteil einer Mitgliedschaft im iGZ? Wo definieren wir die Megatrends der Branche? Auch hier gilt es, Brücken in die Zukunft zu bauen, um im Wettbewerb zu profitieren. Unsere Dienstleistungen sind kein Versuch, bestehende Tarifverträge unter dem Motto – billiger statt besser – zu unterlaufen. Ganz im Gegenteil: Qualität setzt sich durch! Bisher weiche Faktoren wie die Fort- und Weiterbildung werden, intern wie extern, stärker in den Fokus gerückt. Zeitarbeit schlägt bereits Brücken am Arbeitsmarkt – in Zukunft müssen alle Unternehmen der Branche gemeinsam dafür sorgen, dass entscheidende weitere Verbindungen entstehen. Nur so kann das Instrument Zeitarbeit am Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft erfolgreich sein – und endlich von der Öffentlichkeit uneingeschränkt akzeptiert werden. HERAUSGEBER: iGZ – Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e. V. iGZ-Bundesgeschäftsstelle Erphostraße 56 48145 Münster redaktion@z-direkt.de www.z-direkt.de VERANTWORTLICH: Hauptgeschäftsführer RA Werner Stolz REDAKTION UND KOORDINATION: Wolfram Linke TEXTE: Wolfram Linke Andrea Resigkeit ZEITARBEIT IM FOKUS DER FOREN® Internetplattformen wie XING und Facebook werden genutzt. Seite 4 DER IGZ-FRAGEBOGEN – PROF. DR. WOLFGANG BÖHMER Zeit und Arbeit – ein Begriffspaar voller Gemeinsamkeiten und Gegensätze. Seite 5 PARTEIPOSITIONEN ZUR ZEITARBEIT Die Linke, Bündis 90 / Die Grünen, SPD, CDU / CSU und FDP nehmen Stellung Seite 6 – 7 iGZ-LANDESKONGRESS – EIN ZEICHEN GUTER ZEITARBEIT Zeitarbeit – Mit frischem Wind kraftvoll aus der Flaute! Seite 8 – 9 ZEITARBEIT IM FOKUS – Der iGZ zu Gast bei Maybrit Illner Seite 10 – 11 DER BETRIEBSRAT – Das Bindeglied im Unternehmen und im konstruktiven Miteinander Seite 12 – 13 POSITIVER SYNERGIE-EFFEKT – Betriebsrat sorgt für Bewegung Seite 14 – 15 DIE MITBESTIMMUNG UND IHRE GRENZEN Vertrauen, Information und Kommunikation – Die Basis für die Betriebsratsarbeit Seite 16 HÜRDEN UND HINDERNISSE – Der Betriebsrat und das Dreiecksverhältnis Seite 17 GEMEINSAM STARK – DAS IGZ-TEAM STELLT SICH VOR Annette Messing – Seminare und Weiterbildung Seite 18 – 19 AKTUELLES AUS DEM VERBAND – Im Einsatz für den iGZ Seite 20 – 21 ZEITARBEIT SCHWARZ AUF WEIß – iGZ im Spiegel der Presse Seite 22 – 23 FOTOS: Wolfram Linke Imago shutterstock.com TITELBILD: ZDF GESTALTUNG, LAYOUT UND SATZ: TEAM WANDRES Werbeagentur Hafenweg 26 b 48155 Münster www.team-wandres.de DRUCK: SIGMA Druck GmbH & Co. Laerstraße 69 48565 Steinfurt www.sigmadruck.de 2 3

Z direkt!

© 2017, Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.