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Ausgabe 1/2009:

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presseschau zeitarbeit

presseschau zeitarbeit schwarz auf weiß iGZ im spiegel der Presse Kein christlicher Tarifvertrag Zeitarbeit für das Baugewerbe nutzen Karl-Josef Laumann Ein Problem ist jetzt dadurch entstanden, dass eine dieser Gewerkschaften zwar einen Tarifvertrag gemacht hat, nach dem die Zeitarbeiter fast genauso viel verdienen wie nach DGB-Tarifvertrag, aber im Kleingedruckten steht, dass im ersten halben Jahr bestimmte Abschläge gemacht werden dürfen, erklärte Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Den folgenden Satz habe ich mir gut überlegt: Ich finde, ein Tarifvertrag, der dafür da ist, einen anderen Tarifvertrag zu unterbieten, kann kein christlicher Tarifvertrag sein. Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein Um die Rahmenbedingungen für die mittelständischen Bauunternehmen zu verbessern, fordern wir darüber hinaus Änderungen beim Kündigungsschutz sowie bei befristeten Arbeitsverträgen. Darüber hinaus müssen wir endlich auch die Zeitarbeit nutzen können, fordert Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe. Das ist derzeit, wie Sie ja wissen, im Baugewerbe nicht möglich. Wir haben bereits vor langem der Gewerkschaft und den Verbänden der Zeitarbeitsbranche einen verantwortungsvollen Weg der Legalisierung der Arbeitnehmerüberlassung im Baugewerbe über einen Tarifvertrag angeboten. Darin ist die Einhaltung der Mindestlöhne wie auch der Sozialkassenverfahren festgeschrieben. Zeitarbeit als Puffer Eine Chance auf Veränderung Werner Stolz Die Zeitarbeiter werden von den Kundenunternehmen als Puffer gesehen, der konjunkturelle Schwankungen von der Stammbelegschaft fernhalten soll. Die Trennung eines Kundenbetriebes von Zeitarbeitnehmern, erklärt RA Werner Stolz, Bundesgeschäftsführer des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), zieht nicht direkt deren Entlassung nach sich. Das Arbeitsverhältnis besteht zum Entleihunternehmen, und das unterliegt der gesetzlichen Kündigungsfrist. Aufgabe der Entleiher ist es, die Mitarbeiter wieder an neue Kundenbetriebe zu vermitteln. Im Moment gelingt das noch recht gut. Ariane Durian Die Krise ist auch eine Chance auf Veränderung, auf einen Neubeginn und auch für eine Neuausrichtung eines Unternehmens. Zu viele Zeitarbeiter haben zu einseitig auf die Zulieferindustrie gesetzt, so Ariane Durian, kommissarische Bundesvorsitzende des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). Wissen der Tarifparteien mit einbeziehen Für branchenspezifische Tariflöhne Gerald Weiß Ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Zeitarbeit spätestens im Jahr 2011 ein Fall für das Entsenderecht werden wird, sagte Gerald Weiß (CDU), Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales. Dann ist auch in Deutschland die EU-Freizügigkeit für Arbeitnehmer vollends hergestellt. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird die Entsendeproblematik für alle hier sichtbar werden. Einen branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn von 7,50 Euro lehne ich ab. 7,50 Euro ist ein sehr grober Schnitt. Was will die Chemiebranche, was wollen Metalloder Maschinenbau mit 7,50 Euro Mindestlohn. Da wird doch in ganz anderen Lohnkategorien gespielt. Vielmehr muss das Wissen der Tarifparteien um die Marktverhältnisse und Produktivität der jeweiligen Branchen in die Lohnfindung mit einbezogen werden. Wolfgang Clement Tarifliche Mindestlöhne sind im Einzelfall angebracht, auch wenn das Instrument im Fall der Post AG missbraucht wurde, um Wettbewerber vom Markt fernzuhalten, unterstreicht Wolfgang Clement. Allerdings bin ich gegen einen gesetzlichen Mindestlohn für alle, sondern ich bin für branchenspezifische Tariflöhne, die dann für allgemeinverbindlich erklärt und gegebenenfalls ins Entsendegesetz aufgenommen werden. Das ist wichtig, wenn die Gefahr besteht, dass die Tariflöhne von außerhalb unseres Landes unterlaufen werden. Das ist, worüber jetzt gestritten wird, auch bei der Zeitarbeit der Fall. Deshalb sollte es da ebenfalls einen Mindestlohn geben und die Union ihren Widerstand aufgeben, denn da geht es um eine nicht selten unterirdische Bezahlung und ebensolche Arbeitsbedingungen bei nicht wenigen Zeitarbeitsfirmen. Reiner Marketing-Gag Keine moderne Sklaverei Holger Dahl „Ich werde mich so lange wie möglich gegen Equal Treatment wehren, denn es Ist in der Praxis nicht verwirklichbar. Deshalb halte ich das Angebot eines Equal-Treatment-Modells, das der Personaldienstleister Manpower im Sommer ins Leben gerufen hat, für einen reinen Marketing-Gag. Dass Equal Treatment nicht für Deutschland gelten wird, dafür können die Tarifverträge mit den Gewerkschaften sorgen. BZA und iGZ haben, so Holger Dahl, Vorstandsmitglied des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ), sehr vernünftige Tarifverträge mit dem DGB geschlossen. Die darin geregelten angemessenen Vergütungen müssten nun über den Mindestlohn nur noch für die gesamte Branche allgemeinverbindlich erklärt werden, um Abweichungen nach unten auszuschließen. Wolfram Linke Von „moderner Sklaverei“ kann kaum die Rede sein, denn das bei einem Zeitarbeitsunternehmen angestellte Personal genießt exakt die gleichen Rechte wie jeder in einer anderen Firma Angestellte auch. Die im Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen organisierten Mitgliedsfirmen zahlen den Lohn auch in einsatzfreien Zeiten und versuchen, ihre Arbeitnehmer nach Beendigung eines Einsatzes möglichst umgehend wieder zu vermitteln, betont Wolfram Linke, Pressesprecher des Interessenverbandes Deutscher Zeitarbeitsunternehmen (iGZ). (Leserbrief) 22 23

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