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Ausgabe 1/2008:

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presseschau Stütze des Aufschwungs ZeitArBeit SCHWArZ AuF Weiß Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie (CSU) In einem Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland (14. Januar) konstatiert die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, dass die Zeitarbeit zu Unrecht einen schlechten Ruf in Deutschland genieße. Diese Erwerbsform habe die Trendwende am deutschen Arbeitsmarkt in jüngerer Zeit überhaupt erst möglich gemacht. „Doch statt Beifall zu ernten“, so Wöhrl, „sieht sich die Branche zunehmend mit Vorwürfen konfrontiert, sie würde Lohndumping betreiben und reguläre Arbeitsplätze verdrängen.“ Und weiter heißt es: „ Wer so argumentiert, verkennt völlig den Beitrag, den Zeitarbeit leistet, um Arbeitssuchende wieder ins Berufsleben zu integrieren. Anfänger haben die Möglichkeit, Berufserfahrungen in verschiedenden Unternehmen und Funktionen zu sammeln. Die Chance wird gern ergriffen, weil sie sich positiv auf jede künftige Bewerbung auswirkt. Junge Mütter und Ältere bewerben sich nach einer längeren Pause bevorzugt bei Zeitarbeitsfirmen, da diese für die notwendige Qualifizierung sorgen und jene flexiblen Arbeitszeiten bieten, die individuell auf die familiären Bedürfnisse zugeschnitten werden können. Zeitarbeit ganz entscheidender Jobmotor Personaldienstleister strategische Partner Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter Hundt In einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 20. Februar antwortete der Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter hundt auf die Frage, was er von dem Vorwurf des DGB, Zeitarbeit würde feste Arbeitsplätze ersetzen, halte: „Der Vorwurf ist falsch. Ich bedaure sehr, dass die Zeitarbeit in dieser Weise in die politische Diskussion einbezogen wird. Die Zeitarbeit ist ein ganz entscheidender Jobmotor in Deutschland. Im letzten Jahr sind von etwa 500 000 neu entstandenen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen etwa 130 000, also über ein Viertel, in der Zeitarbeit entstanden. Viele dieser Jobs, von denen vor allem Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose profitieren, wären ohne Zeitarbeit nicht entstanden. Darüber hinaus gibt es einen beträchtlichen Klebeeffekt. 20 bis 30 Prozent kommen über die Zeitarbeit in unbefristete Arbeitsverhältnisse.“ BMW-Personalvorstand Ernst Baumann ernst baumann, BMW-Personalvorstand, betonte in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung vom 11. Januar die volkswirtschaftliche Bedeutung der Zeitarbeit. Die Personaldienstleister am Standort Deutschland verstehe er als Partner. „Sie haben eine ganz wichtige Funktion in unserer Volkswirtschaft. Sie sorgen dafür, dass Unternehmen Schwankungen ausgleichen können, ohne dass betroffene Mitarbeiter ihren Job verlieren. Diese sind nämlich festangestellt bei den Personaldienstleistern.“ Baumann unterstrich, dass es die Regel sei, dass eine Zeitarbeitskraft nach dem Einsatz bei uns bei einem anderen Unternehmen eingesetzt wird. „Das ist nicht viel anders als bei anderen Berufsgruppen, die auch nur fallweise für uns arbeiten – zum Beispiel bei Unternehmensberatern.“ Mindestlöhne in der Zeitarbeit richtig Zur Würde des Menschen gehören anständige Löhne Der ehemalige Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement (SPD) In einem Gastbeitrag für die Wirtschaftswoche vom 21. März sprach sich der frühere Bundesarbeitsminister Wolfgang clement (SPD) klar für einen tariflichen Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche aus: „Tarifvertragliche Lösungen, in die künftig die Qualifizierungsthematik einbezogen werden sollte, sind für den Zeitarbeitsmarkt nichts Neues. Schon 2003 haben die beiden großen Verbände BZA und iGZ mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund einen Tarifvertrag vereinbart. Übertarifliche Bezahlungen sind dabei längst an der Tagesordnung, vor allem im Süden Deutschlands. Wenn nun BZA und iGZ mit dem DGB zusätzlich einen Mindestlohntarifvertrag geschlossen haben, bleibt bedauerlich, dass der Christliche Gewerkschaftsbund sich dem mit eigenen, deutlich niedriger angesiedelten Tarifen verweigert. Diese Verträge, teilweise manifestiert in offenkundig zum Lohndumping abgeschlossenen rund 200 Haustarifen, tragen erheblich zum noch immer problematischen Ruf der Branche bei. Ich habe nie ein Hehl aus meiner Überzeugung gemacht: Vom Gesetzgeber verordnete Mindestlöhne wirken kontraproduktiv. Sie gefährden Jobs. Die Lohnfindung muss den Tarifpartnern überlassen bleiben. Deswegen ist es richtig, dass die Tarifpartner eine klare Lohnuntergrenze ziehen wollen und den Bundesarbeitsminister aufgefordert haben, den mit dem DGB vereinbarten Mindestlohn für allgemeinverbindlich zu erklären. Wenn demnächst EU-weit Freizügigkeit für Arbeitnehmer gilt, würde der Arbeitsmarkt ohne einen Mindestlohn im Entsendegesetz wohl alsbald mit Dumpingangeboten konfrontiert, die das Instrument Zeitarbeit politisch wirklich infrage stellen könnten. Das kann niemand wollen – am wenigsten die, die im weltweiten Wettbewerb auf Flexibilität angewiesen sind.“ Werner Stolz, iGZ-Bundesgeschäftsführer Der iGZ hat auf seinem rheinland-pfälzischen und saarländischen Landeskongress „Zeitarbeit im Südwesten“ in Mainz den Antrag auf Aufnahme der Branche in das Entsendegesetz verteidigt und für tarifvertraglich vereinbarte Mindestlöhne geworben. „Zur Würde des Menschen gehören anständige Löhne“, sagte der iGZ-Bundesgeschäftsführer Werner Stolz. Stolz erklärte gegenüber der Allgemeinen Zeitung (Ausgabe vom 4. April), dass die Aufnahme der Zeitarbeit in das Entsendegesetz geboten sei, um gleiche Wettbewerbschancen herzustellen. Denn nicht nur der nationale „Unterbietungswettbewerb“ bedrohe die faire Bezahlung von Zeitarbeitnehmern, sondern insbesondere auch das Lohngefälle innerhalb der Europäischen Union. Zeitarbeit sei ein Erfolgsmodell und kein „Schmuddelgeschäft“. Der iGZ-Bundesgeschäftsführer appellierte an die Kritiker der Zeitarbeit, die Diskussion auf Fakten zu stützen. „Betroffene Arbeitnehmer stellen der Zeitarbeit Bestnoten aus“, so Stolz. Was fehlt im linken Bild? Finden Sie die richtigen Mitarbeiter mit meinestadt.de Hessen Metall-Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender Zeitarbeit als neues Segment des Arbeitsmarktes begreifen Der Arbeitgeberverband Hessen-Metall hat auf den Vorstoß des IG Metall-Bezirks Frankfurt für ein Fairness-Abkommen in der Zeitarbeit gekontert. „Wir müssen Zeitarbeit als ein neues Segment des Arbeitsmarkts und als unverzichtbare Ergänzung der Stammbelegschaften begreifen“, forderte der Hauptgeschäftsführer Volker Fasbender in der Rhein-Main-Zeitung, der Regionalausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 8. Februar. Zeitarbeit brauche eigene Strukturen und Regeln, die sich diese Branche durch eigene Tarifverträge geschaffen habe. Wer wie die IG Metall das Rad zurückdrehen und der Zeitarbeit „zusätzliche Fesseln anlegen“ wolle, habe die Lehren des Strukturwandels nicht begriffen. Deutschlands regionaler Online-Stellenmarkt von meinestadt.de Wir beraten Sie gern! 02241 - 92 53 940 I stellen-anzeigen@meinestadt.de 22 23

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